
Rumäniens designierter Premierminister: Gehaltsgesetz kann nicht an das Parlament geschickt werden, Risiko des Verlusts von 770 Mio. € aus der EU
Der designierte Premierminister Eugen Tomac erklärte am Samstag, dass der Gesetzentwurf zum einheitlichen Gehaltssystem in seiner jetzigen Form nicht dem Parlament vorgelegt werden könne, da er wichtige Begünstigtengruppen schädige, und forderte einen Kompromiss, um Einkommenseinbußen zu vermeiden.
Tomacs Einschätzung
Am 13. Juni 2026 erklärte Eugen Tomac, der designierte Premierminister, gegenüber Antena 3 CNN, dass das einheitliche Gehaltsgesetz nicht weiterverfolgt werden könne.
Das Gesetz kann in seiner heutigen Form nicht an das Parlament geschickt werden – ein Gesetz, das wichtige Begünstigtengruppen betrifft, kann nicht vorankommen.
Er betonte, dass es nicht um Gehaltserhöhungen gehe, sondern um eine gerechtere Umverteilung zwischen den Gehaltsstufen.
Kompromiss gesucht
Tomac bestand darauf, dass eine Kompromissformel gefunden werden müsse, damit niemandes Einkommen sinke. Er argumentierte, das Gesetz könne ausreichend geändert werden, um die meisten Begünstigten zufriedenzustellen, aber wenn es Chaos und Ungerechtigkeit verursache, sei es nicht sinnvoll.
Wir brauchen diesen Sommer einen offenen, ehrlichen Dialog, um zu sehen, ob wir vorankommen können oder ob eine politische Entscheidung nötig ist, gemeinsam mit den Parteien, die das Gesetz durch Vermittlung des rumänischen Präsidenten vereinbart haben.
EU-Finanzierung in Gefahr
Der designierte Premier warnte, dass Rumänien bei Nichtverabschiedung des Gesetzes über 770 Millionen Euro an EU-Geldern verlieren werde. Die Summe ist an die Verabschiedung des Gesetzes geknüpft.
Nächste Schritte
Tomac sagte, ein neues Gesetz von Grund auf neu zu verfassen sei schwierig, aber umfangreiche Änderungen seien möglich. Er kündigte Konsultationen während des gesamten Sommers an und dass eine politische Entscheidung gemeinsam mit den Parteien getroffen werden könne, die sich unter Vermittlung des Präsidenten auf das Gesetz verpflichtet hätten.

