Regierung · Lima

Keiko Fujimori tritt Amt als erste gewählte Präsidentin Perus an und verspricht militärisch geführte Kriminalitätsbekämpfung

Die rechtsgerichtete Politikerin, Tochter des Ex-Präsidenten Alberto Fujimori, gewann die Stichwahl im Juni mit weniger als 50.000 Stimmen und ordnete sofort an, dass das Militär in Notstandsgebieten die innere Sicherheit übernimmt.

KI-Text auf Grundlage von Berichten von ABC TU DIARIO EN ESPAÑOL, La Razón, europa press und weiteren Medien. Geändert . So entsteht er

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Kurz gefasst

Foto: Ministerio de la Producción, Public domain (Wikimedia Commons, Ausschnitt)
Wie es dazu kam
  1. 2021Dritte Kandidatur, verliert
  2. Juni 2026Gewinnt Stichwahl mit 49.000 Stimmen
  3. 28. Juli 2026Als Präsidentin vereidigt

Ein langer Weg zur Präsidentschaft

Keiko Fujimori, 51, wurde am 28. Juli 2026 als Präsidentin Perus vereidigt und ist damit die erste Frau, die in der 205-jährigen unabhängigen Geschichte des Landes durch Volkswahl ins Amt gelangte. Sie ist die Tochter des ehemaligen Präsidenten Alberto Fujimori, der von 1990 bis 2000 regierte und später wegen Korruption und Menschenrechtsverletzungen verurteilt wurde. Mit 19 Jahren fungierte sie nach der Scheidung ihrer Eltern als First Lady; ihre Mutter beschuldigte Alberto Fujimori der Folter. Im Jahr 2000 trat ihr Vater per Fax aus Tokio zurück, und sie verließ den Präsidentenpalast. 2006 wurde sie ins Parlament gewählt und übernahm 2011 die Führung von Fuerza Popular. Nach drei erfolglosen Präsidentschaftskandidaturen gewann sie die Stichwahl im Juni 2026 gegen den Linken Roberto Sánchez mit weniger als 50.000 Stimmen (49.641 nach einer Zählung). Der Soziologe Fernando Tuesta beschrieb Fuerza Popular als „die einzige dynastische Partei des Landes“ und merkte an: „Alberto Fujimori hat nie an Parteien geglaubt … Es war Keiko Fujimori, die eine nationale Parteistruktur organisierte, ihre Führungskräfte disziplinierte und eine politische Strömung ein Vierteljahrhundert lang zusammenhielt.“

Harte Sicherheitsagenda

In ihrer Antrittsrede erklärte Fujimori, dass die Streitkräfte vorübergehend die Führung von Sicherheitsoperationen und die Kontrolle der inneren Ordnung in Gebieten unter Ausnahmezustand übernehmen würden. Sie sagte, das Militär werde Gebiete von organisierter Kriminalität, Drogenhandel und illegalem Bergbau zurückerobern. Sie versprach auch eine tiefgreifende Gefängnisreform, damit Gefängnisse nicht länger als „Operationszentren der organisierten Kriminalität“ dienten. Ihre Rede veranlasste Abgeordnete der linken Parteien Juntos por el Perú und Ahora Nación zum Auszug, die die 49 Opfer von Protesten während der Regierung von Dina Boluarte (2022–2025) anprangerten. Andere kehrten ihr den Rücken. Fujimoris Partei hatte bereits Gesetze vorangetrieben, die Gegner als „kriminalitätsfreundliche Gesetze“ bezeichnen, da sie ihrer Ansicht nach die Korruptionsbekämpfung schwächen.

„Während des Ausnahmezustands werden die Streitkräfte vorübergehend die Führung von Sicherheitsoperationen und die Kontrolle der inneren Ordnung übernehmen.“

Keiko Fujimori, Neu vereidigte Präsidentin Perus

Wirtschaftliche Versprechen und Mindestlohnerhöhung

Fujimori kündigte eine sofortige Erhöhung des Mindestlohns um 15 % auf 1.300 Soles (etwa 335 €) an. Sie sagte, ihre Regierung werde die Auswirkungen des El-Niño-Phänomens und die Bürgersicherheit als „nationale Notstandsfronten“ mit außerordentlichen Mitteln angehen. Sie setzte einen festen Zeitplan für ihre Amtszeit.

„Von diesem Moment an startet eine unumkehrbare Uhr. Wir haben genau 1.826 Tage Verwaltung vor uns.“

Keiko Fujimori, Neu vereidigte Präsidentin Perus

Internationale Präsenz und Versöhnungsappell

Die Zeremonie zog König Felipe VI. von Spanien und acht lateinamerikanische Präsidenten an: Javier Milei (Argentinien), José Antonio Kast (Chile), Rodrigo Paz (Bolivien), Daniel Noboa (Ecuador), Yamandú Orsi (Uruguay), Nasry Asfura (Honduras), José Raúl Mulino (Panama) und Santiago Peña (Paraguay). Auch Spaniens Oppositionsführer Alberto Núñez Feijóo nahm teil und sagte später, Fujimori werde für Perus „Wohlstand und Stabilität“ arbeiten, und versprach, dass Spanien als Brücke zwischen der Europäischen Union und Iberoamerika dienen werde. Fujimori schloss ihre Rede mit einem Aufruf zur Einheit.

„Es gibt nicht zwei verschiedene Perus. Es gibt ein Peru, lebendig, multikulturell, stark und tausendjährig, bereit, sich zu erheben.“

Keiko Fujimori, Neu vereidigte Präsidentin Perus

Rückkehr des Fujimorismus und Kabinettsauswahl

Fujimori hat mehrere ehemalige Mitarbeiter ihres Vaters in ihr Präsidentschaftsteam geholt, darunter Jaime Yoshiyama, Rafael Rey, Martha Chávez und Martha Moyano. Chávez war eine ehemalige Präsidentin des Kongresses und eine loyale Verteidigerin von Alberto Fujimori während seiner umstrittensten Entscheidungen, die 2009 zu seiner 25-jährigen Haftstrafe wegen Korruption und Menschenrechtsverletzungen führten. Yoshiyama war in den 1990er Jahren Minister. Die Ernennungen signalisieren eine Rückkehr zum harten, pragmatischen Stil der Herrschaft ihres Vaters. Fujimori ersetzt den Interimspräsidenten José María Balcázar. Ihre Vereidigung markiert den neunten Präsidentenwechsel in Peru innerhalb von zehn Jahren, und sie wird das zehnte Staatsoberhaupt des Landes seit 2016, eine Zeit, die von wiederholten Amtsenthebungen durch den Kongress geprägt war.

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