
Zwei Jugendliche sterben, nachdem ein 15-Jähriger ein Auto mit acht Jugendlichen in einen Lastwagen bei Nidda fährt
Ein 15-jähriger Fahrer ohne Führerschein und ein 14-jähriges Mädchen starben am Mittwoch, nachdem ein Mazda CX-5 mit acht Jugendlichen an Bord bei Nidda in Hessen mit einem Anhänger einer Straßenmarkierungsfirma kollidierte.
Der Zusammenstoß auf der L3185
Am Mittwochnachmittag gegen 13:15 Uhr kam ein Mazda CX-5 mit acht Jugendlichen an Bord auf der L3185 bei Nidda im Wetteraukreis in Hessen von der Fahrbahn ab. Das Auto driftete in der Nähe des Stadtteils Ober-Lais nach links und prallte gegen einen stehenden Anhänger. Der Anhänger war im Rahmen einer aktiven Fahrbahnmarkierungs-Baustelle, die mit Leitkegeln abgesperrt war, neben einer Verkehrsinsel geparkt. Durch die Wucht des Aufpralls wurde der Anhänger in einen Arbeitslastwagen geschoben, der wiederum in ein dahinter positioniertes zweites Markierungsfahrzeug gedrückt wurde. Fotos vom Unfallort zeigten, dass der vordere Teil des Geländewagens bei der Kollisionsserie völlig zerquetscht wurde.
- Der Mazda CX-5 driftet bei Ober-Lais nach links von der L3185 ab
- Das Fahrzeug prallt gegen einen stehenden Anhänger in einer abgesperrten Fahrbahnmarkierungszone
- Der Anhänger wird in einen Lastwagen mit drei Arbeitern geschoben und drückt ihn in ein weiteres Fahrzeug
- Mehrere Rettungshubschrauber evakuieren acht verletzte Insassen und Arbeiter in Krankenhäuser
- Die L3185 wird für Stunden gesperrt, während die Staatsanwaltschaft einen Sachverständigen mit der Rekonstruktion des Unfalls beauftragt
Opfer und Notfallmaßnahmen
Der Unfall forderte zwei Todesopfer und verletzte acht weitere Personen in den beteiligten Fahrzeugen. Der 15-jährige Fahrer und eine 14-jährige Beifahrerin erlitten tödliche Verletzungen und starben am Unfallort. Sechs weitere jugendliche Insassen des Mazda, alle im Alter von 14 und 15 Jahren, erlitten schwere Verletzungen und mussten in regionalen Kliniken behandelt werden. Drei Straßenbauarbeiter saßen zum Zeitpunkt des Aufpralls in der Kabine des geparkten Lastwagens. Zwei der Arbeiter im Alter von 53 und 57 Jahren wurden verletzt, einer von ihnen schwebt in kritischem Zustand, der andere erlitt leichte Verletzungen. Mehrere Rettungshubschrauber landeten auf der Landstraße, um medizinische Notfallversorgung zu leisten und Verletzte in umliegende Krankenhäuser zu fliegen.
- Todesfälle
- 2 Personen
- Schwer verletzt
- 6 Personen
Fahrzeugbesetzung und Führerscheinregelungen
Bei dem Geländewagen handelte es sich um einen serienmäßigen Fünfsitzer Mazda CX-5, der dem Vater des 15-jährigen Fahrers gehörte. Acht Jugendliche hatten sich in die Kabine mit fünf Sitzplätzen gequetscht, bevor sie auf der Landstraße bei Nidda unterwegs waren. In Deutschland dürfen Fahrer erst ab 17 Jahren im Rahmen des begleiteten Fahrens eine Fahrerlaubnis erhalten. Der 15-jährige Fahrer lag weit unter der gesetzlichen Altersgrenze, die für das Fahren auf öffentlichen Straßen erforderlich ist. Die Polizei in Gießen bestätigte, dass sich alle sechs überlebenden Insassen weiterhin in stationärer Krankenhausbehandlung befinden, während die Ermittler klären, wie die Jugendlichen Zugang zu dem Fahrzeug erhielten.
Rekonstruktion und rechtliche Ermittlungen
Die Staatsanwaltschaft ordnete an, dass ein unabhängiger technischer Sachverständiger die genaue Dynamik des Unfalls rekonstruiert. Rettungskräfte und örtliche Behörden sperrten die L3185 für mehrere Stunden vollständig, um Beweise zu sichern, Reifenspuren zu dokumentieren und Fahrzeugtrümmer zu beseitigen. Die Ermittler haben noch nicht geklärt, warum das Auto seine Spur verließ und auf die abgesicherte Baustellenkolonne prallte.
Die Ursache und der Ablauf des Unfalls sind derzeit noch unklar.
Das von der Staatsanwaltschaft in Auftrag gegebene Gutachten wird die Fahrzeuggeschwindigkeit und mechanische Faktoren bewerten, bevor die offiziellen Verfahren abgeschlossen werden.


