
Carabinieri ermitteln nach tödlichem Messerangriff in römischem Park im Anschluss an Räumung in Tor Sapienza
Am Mittwochmorgen wurde im Parco Fabio Montagna ein Mann erstochen aufgefunden, nur Stunden nach einem weiteren Messerangriff und der Räumung eines besetzten Gebäudes im Osten Roms.
Fund im Parco Fabio Montagna
Gegen 07:30 Uhr am Mittwoch, dem 30. September 2026, entdeckte ein Anwohner beim Gassigehen mit seinem Hund die Leiche eines Mannes im Parco Fabio Montagna, der zwischen der Via Federico Turano und der Via della Rustica im östlichen römischen Stadtteil La Rustica liegt. Der Passant verständigte umgehend die einheitliche Notrufnummer 112 (Nue 112), um den Fund zu melden. Rettungskräfte des Notarztdienstes Ares 118 eilten zum Fundort und bestätigten beim Eintreffen den Tod des Opfers. Die Sanitäter stellten am gesamten Körper mehrere Schnitt- und Stichwunden fest, die von einer Stichwaffe stammten. Beamte der Carabinieri-Station Roma Tor Sapienza und der Compagnia Montesacro trafen rasch ein, um den Bereich abzusperren und die Ermittlungen aufzunehmen.
Identifizierung des Opfers und forensische Untersuchungen
Der Tote wurde ohne Ausweisdokumente aufgefunden, sodass die Ermittler seinen Namen und seine Herkunft im Rahmen förmlicher Identifizierungsverfahren klären müssen. Ersten Informationen zufolge handelte es sich bei dem Verstorbenen wahrscheinlich um einen Ausländer im Alter von etwa 30 Jahren. Beim Fundort, dem Parco Fabio Montagna, handelt es sich um eine öffentliche städtische Grünanlage mit einem Kinderspielplatz, einer ausgewiesenen Hundefläche und einem Radweg, der von den Anwohnern regelmäßig genutzt wird. Forensische Spezialisten und Ermittler führen technische Untersuchungen vor Ort durch, um festzustellen, ob die tödliche Attacke unmittelbar im Park erfolgte oder ob die Leiche in der Nacht dorthin gebracht wurde. Die Ermittlungen konzentrieren sich zudem auf die Erhebung rechtsmedizinischer Daten, die Suche nach möglichen Zeugen und die Auswertung von Aufzeichnungen nahegelegener Überwachungskameras.
Vorausgegangener Messerangriff in Tor Sapienza
Dem Tötungsdelikt war nur wenige Stunden zuvor, in der Nacht von Dienstag auf Mittwoch, ein weiterer Messerangriff im nahegelegenen Stadtteil Tor Sapienza vorausgegangen. Am späten Dienstagabend wurden Rettungskräfte in die Via Conti entsandt, wo ein 42-jähriger Nigerianer mit einem Messer angegriffen worden war. Das Opfer erlitt lebensgefährliche Stichverletzungen an Milz und Beinen und wurde im Zustand des Codice rosso (Rotcode) in das Ospedale Pertini gebracht. Die Ermittler der Carabinieri prüfen, ob es zwischen den beiden Männern zu einem Streit kam oder ob die Angriffe zusammenhängen, wobei die Behörden erklärten, dass derzeit keine förmliche Bestätigung für einen Zusammenhang zwischen dem Messerangriff in der Via Conti und dem im Park aufgefundenen Toten vorliegt.
- Ein 42-jähriger Nigerianer wird in der Via Conti niedergestochen und im Codice rosso in das Ospedale Pertini eingeliefert
- Ein Hundespaziergänger entdeckt die Leiche eines nicht identifizierten erstochenen Mannes im Parco Fabio Montagna
- Ares 118 bestätigt den Tod, und die Carabinieri untersuchen mögliche Verbindungen zur Gebäuderäumung in der Via Tallone
Gebäuderäumung in der Via Tallone
Die Ereignisse fielen mit einem Polizeieinsatz zur Räumung eines besetzten Gebäudes in der Via Tallone in La Rustica zusammen, einem Ort, der in der Gegend für illegalen Drogenhandel bekannt ist. Die Ermittler der Carabinieri prüfen die Hypothese, dass der im Park tot aufgefundene Mann zu den Personen gehörte, die vor der Attacke aus dem Objekt in der Via Tallone vertrieben worden waren. Die Ermittler untersuchen zudem die Möglichkeit einer gewaltsamen Abrechnung zwischen kriminellen Gruppen, die in dem Gebiet aktiv sind. Die Kombination aus Räumungseinsatz und zwei kurz aufeinanderfolgenden Gewalttaten hat bei den Anwohnern der umliegenden Viertel Sicherheitsbedenken ausgelöst.

