
Zwei philippinische Touristen sterben, Dutzende verletzt nach Überschlag eines Oktoberfest-Busses auf deutscher Autobahn
Ein Reisebus mit 33 philippinischen Touristen aus Mailand ist am Sonntagmorgen auf der deutschen Autobahn A96 auf dem Weg zum Münchner Oktoberfest umgestürzt. Dabei kamen zwei Passagiere ums Leben, Dutzende weitere wurden verletzt.
Überschlag auf der Autobahn A96
Ein Reisebus mit 33 philippinischen Besuchern ist am Sonntagmorgen auf der Autobahn A96 in Süddeutschland auf dem Weg nach München umgestürzt. Der Unfall ereignete sich um 5:41 Uhr Ortszeit zwischen den Anschlussstellen Buchloe-Ost und Landsberg am Lech-West, im oberbayerischen Raum und im benachbarten Landkreis Ostallgäu nahe der österreichischen Grenze. Die Ermittler stellten fest, dass der Bus ohne Kollision mit anderen Fahrzeugen nach rechts von der Fahrbahn abkam und auf dem Böschung umkippte. Die Einsatzzentrale aktivierte sofort regionale Rettungskräfte, woraufhin die Polizei die A96 in beide Richtungen komplett sperrte, um Platz für die Rettungsarbeiten zu schaffen. Der Verkehr auf der Autobahn blieb mehrere Stunden lang blockiert, bevor die Strecke am Nachmittag wieder für Fahrzeuge freigegeben wurde.
Rettungseinsatz und Opfer
Der Überschlag führte zum Tod von zwei Fahrgästen noch am Unfallort. Bei einem der Toten handelt es sich um einen 58-jährigen philippinischen Staatsbürger; die Identität des zweiten Opfers wurde zunächst nicht bekannt gegeben. Die Rettungskräfte starteten einen groß angelegten Einsatz: Über 200 Feuerwehrleute, Sanitäter und Polizisten sowie neun Rettungshubschrauber wurden alarmiert. Sechs Schwerverletzte wurden per Hubschrauber in nahegelegene Krankenhäuser gebracht; laut Behördenangaben befand sich eine Person weiterhin in Lebensgefahr. Zwei weitere Verletzte wurden mit Krankenwagen transportiert, 22 weitere Fahrgäste erhielten medizinische Versorgung vor Ort, bevor mehrere in Kliniken überstellt wurden. In ersten Polizeimeldungen war zunächst von 40 bis 50 Personen an Bord die Rede, bevor die Beamten eine exakte Passagierliste von 35 Personen bestätigten: 33 Touristen und zwei italienische Fahrer.
Ermittlungen wegen fahrlässiger Tötung
Die Polizei Ingolstadt teilte mit, dass gegen den 40-jährigen italienischen Fahrer, der zum Zeitpunkt des Unfalls am Steuer saß, wegen fahrlässiger Tötung ermittelt wird. Beide Fahrer an Bord kamen weitgehend unverletzt aus dem umgestürzten Fahrzeug und wurden vor Ort von Sanitätern untersucht. Die Staatsanwaltschaft beauftragte ein umfassendes technisches Unfallrekonstruktionsgutachten, um das Fahrzeug zu überprüfen und die Ursache für das Abkommen von der Fahrbahn zu ermitteln. Polizeivertreter betonten, dass die Einleitung strafrechtlicher Ermittlungen gegen Fahrer, die an tödlichen Unfällen beteiligt sind, in Deutschland ein übliches rechtliches Verfahren sei.
Es ist natürlich zunächst sehr chaotisch, und die Feststellung des Sachverhalts ist schwierig.
Beamte erklärten, dass die Klärung der konkreten menschlichen oder technischen Ursachen für das Verlassen der Autobahn von den Ergebnissen der technischen Untersuchung abhängen wird.
Routendetails und Reise zum Oktoberfest
Der gecharterte Bus gehörte einem italienischen Reiseunternehmen und war in Mailand gestartet, einer italienischen Stadt mit einer beträchtlichen philippinischen Gemeinschaft. In ersten Meldungen hatte es widersprüchliche Angaben über eine Route Zürich–Mailand gegeben, doch die Ermittler bestätigten, dass das Fahrzeug direkt nach München zum alljährlichen Oktoberfest unterwegs war. Das bayerische Fest zieht jeden Herbst während seiner zweiwöchigen Dauer Millionen internationaler Besucher an. Der Vorfall reiht sich ein in weitere Busunfälle in Mitteleuropa im September 2026: In der Schweiz kamen fünf Menschen bei einem Unfall mit einem niederländischen Reisebus ums Leben, und auf der deutschen A3 wurden 30 Menschen verletzt.
- Philippinische Touristen
- 33 Personen
- Italienische Fahrer
- 2 Personen
- Bestätigte Todesfälle
- 2 Personen
- Mit Hubschrauber ins Krankenhaus geflogen
- 6 Personen
- Mit Krankenwagen transportiert
- 2 Personen
- Vor Ort behandelt
- 22 Personen


