
Carabinieri nehmen Mann in San Giovanni al Natisone nach tödlicher Messerattacke auf seine Partnerin fest
Die Carabinieri in der norditalienischen Gemeinde San Giovanni al Natisone haben am Samstag einen chinesischen Staatsbürger festgenommen, nachdem seine Partnerin tot mit Messerstichen in ihrer Wohnung in der Via delle Scuole aufgefunden worden war.
Messerattacke in der Via delle Scuole
Ein tödlicher Messerangriff ereignete sich am Samstag, dem 29. August 2026, in der Gemeinde San Giovanni al Natisone in der Provinz Udine. Der Vorfall spielte sich kurz nach 17:00 Uhr in einer Wohnung in der Via delle Scuole ab. Nachbarn im umliegenden Gebäude hörten verzweifelte Schreie aus der Wohnung, als ein Streit zwischen den Bewohnern eskalierte. Alarmiert durch die Hilferufe verständigten die Anwohner den Notruf über das Nue112-System. Sowohl Rettungswagen als auch ein regionaler Hubschrauber der Rettungsdienstes 118 wurden zum Ort entsandt. Das medizinische Notfallpersonal betrat die Wohnung, konnte jedoch keine Wiederbelebung durchführen und stellte den Tod des Opfers auf dem Boden fest – verursacht durch eine tiefe Schnittwunde am Hals, die mit einem Messer zugefügt worden war.
- Nachbarn berichten von einem früheren gewalttätigen häuslichen Streit in der Wohnung.
- Anwohner hören Schreie aus der Wohnung und rufen den Notruf Nue112.
- Medizinisches Personal bestätigt den Tod des Opfers durch eine Halswunde, Carabinieri nehmen den Verdächtigen fest.
Polizeieinsatz und Spurensicherung
Carabinieri trafen unmittelbar nach den Notrufen am Wohnhaus ein und sicherten den Bereich. Der Partner des Opfers, ein chinesischer Staatsbürger, blieb in der Wohnung und wurde von den Beamten vor Ort festgenommen. Die Einsatzkräfte sperrten das umliegende Gebiet ab, um physische Beweise zu sichern und forensische Untersuchungen durchzuführen. Technische Ermittler begannen mit der Spurensicherung vor Ort, um den genauen Ablauf der Tat zu rekonstruieren und das verwendete Messer zu finden. Die Ermittler bestätigten, dass sowohl die verstorbene Frau als auch der festgenommene Verdächtige die chinesische Staatsbürgerschaft besaßen.
Hintergrund des Paares und frühere häusliche Vorfälle
Befragungen von Anwohnern ergaben Hinweise auf eine Vorgeschichte häuslicher Konflikte in der Familie. Nachbarn berichteten, dass es in der Vergangenheit bereits zu häuslichen Auseinandersetzungen in derselben Adresse gekommen sei, darunter ein gewalttätiger Familienstreit vor etwa zwei Jahren. Diese Vertrautheit mit früheren Störungen veranlasste die Nachbarn, sofort den Notruf zu alarmieren, als am Samstagnachmittag Geschrei zu hören war. Der Verdächtige betrieb ein bekanntes örtliches Polsterunternehmen in der Gemeinde. Er hatte die Wohnung zuvor für einen längeren Zeitraum verlassen, um nach China zurückzukehren, bevor er nach Italien zurückreiste und wieder mit seiner Partnerin in der Familienwohnung zusammenlebte.
Reaktion der Gemeindebehörden
Der Tötungsdelikt ereignete sich in einer Stadt mit rund 6.000 Einwohnern, was die örtlichen Behörden dazu veranlasste, sich an die Gemeinde zu wenden und die Umstände des Notrufs zu überprüfen.
Bürgermeister Carlo Pali bestätigte den zeitlichen Ablauf der Notrufe durch die Nachbarn und zeigte sich bestürzt über die Gewalt.
Ich kann wirklich nie verstehen, wie es so weit kommen kann, ehrlich. Die Gemeinde ist sehr schockiert und überrascht über das, was passiert ist. Denn man erwartet nie, dass so etwas auch in einer Stadt mit 6.000 Einwohnern passieren kann.
Pali wies auf laufende institutionelle Bemühungen zur Bekämpfung häuslicher Gewalt hin und stellte fest, dass zwischenmenschliche Streitigkeiten keine Rechtfertigung für tödliche Gewalt darstellen.
Diese Dinge passieren trotz all der Kommunikation, die betrieben wird, um das Problem anzusprechen und zu überwinden, es ist wirklich sehr traurig. Wir sprechen hier von einem Paar, das durch eine gewalttätige Handlung auseinandergerissen wurde, was niemals eine Rechtfertigung ist.
Das Carabinieri-Kommando in der Provinz Udine hält den Verdächtigen weiterhin in Gewahrsam, während die wissenschaftliche Rekonstruktion des Vorfalls abgeschlossen wird.


