
Siebenjähriger Junge ersticht in Frankreich seine Tante bei Familienstreit südöstlich von Paris
Ein siebenjähriger Junge in Saint-Maur-des-Fossés hat seine 49-jährige Tante während eines nächtlichen Streits zwischen seiner Mutter und dem Opfer tödlich in den Hals gestochen.
Tödlicher Streit in einer Wohnung
In den frühen Morgenstunden des Freitags, 18. September 2026, endete ein Familienstreit in Saint-Maur-des-Fossés, einem Vorort südöstlich von Paris, mit der tödlichen Messerattacke auf eine 49-jährige Frau. Das Opfer hatte die Nacht in der Wohnung ihrer 34-jährigen Schwester verbracht. Kurz nach 4:00 Uhr morgens brach zwischen den beiden Schwestern ein Streit über eine Auseinandersetzung wegen eines Haarglätters aus. Als der Konflikt eskalierte, griff der siebenjährige Sohn der Bewohnerin zu einem Messer, das im Badezimmer aufbewahrt wurde, und stach seiner Tante in den Hals. Bei der späteren Befragung gab das Kind an, seine Mutter verteidigt zu haben, und sagte, es habe nicht gewollt, dass sie oder er ins Gefängnis müssten.
Notfallhilfe auf der Straße
Nach der Messerattacke gelang es dem 49-jährigen Opfer, die Wohnung zu verlassen und Hilfe zu suchen, wobei es Blutspuren auf dem Boden und den Wänden des Flurs hinterließ. Sie floh auf die Straße, wo mehrere Passanten versuchten, Erste Hilfe zu leisten. Zu den Helfern gehörten eine Krankenschwester außer Dienst, ein Nachbar und zwei Taxifahrer. Ein Mann, den das Opfer ansprach, verständigte gegen 4:30 Uhr die Polizei. Rettungskräfte trafen kurz darauf am Tatort ein, doch das Opfer erlag gegen 5:15 Uhr auf der Straße der schweren Halsverletzung.
- Kurz nach 4:00 Uhr bricht in einer Wohnung ein Streit zwischen zwei Schwestern aus
- Polizei und Rettungskräfte treffen nach Anrufen von Passanten auf der Straße ein
- Das 49-jährige Opfer erliegt auf der Straße seinen Halsverletzungen
Unmittelbare Folgen und Polizeimaßnahmen
Die eintreffende Polizei fand die 34-jährige Mutter und ihren siebenjährigen Sohn in einem Schockzustand vor, beide trugen Blutspuren an den Unterarmen. Die Mutter sagte den Beamten, ihr Sohn habe den Messerstich nur ausgeführt, um sie während des Streits zu schützen. Vor dem Abtransport traf der Vater des Kindes am Tatort ein, um seinen Sohn zu trösten, und sagte ihm, es sei ein Unfall gewesen und er habe versucht, seine Mutter zu schützen. Rettungskräfte brachten daraufhin sowohl die Mutter als auch das Kind zur Untersuchung in ein Krankenhaus.
Rechtlicher Rahmen und Unterstützung der Gemeinde
Die Staatsanwaltschaft von Créteil lehnte es ab, vorläufige Ermittlungsergebnisse bekannt zu geben, und erklärte, dass vor Beginn der nächsten Woche keine offizielle Stellungnahme erfolgen werde, um die laufenden Ermittlungen nicht zu gefährden. Nach französischem Strafrecht kann der siebenjährige Junge nicht strafrechtlich verfolgt oder gerichtlich belangt werden. Die französische Gesetzgebung geht bei Minderjährigen unter 13 Jahren von einer strikten Unzurechnungsfähigkeit aus, die eine strafrechtliche Verantwortlichkeit unabhängig von der Schwere der Tat ausschließt.
Die Gemeindeverwaltung von Saint-Maur-des-Fossés richtete als Reaktion auf den tödlichen Vorfall psychologische Unterstützungseinheiten für Zeugen und Nachbarn im Bezirk ein. Eine zweite psychologische Anlaufstelle wurde an der Grundschule eingerichtet, die der siebenjährige Junge besucht. Der Bürgermeister von Saint-Maur-des-Fossés, Pierre-Michel Delecroix, äußerte sich zur Reaktion der Bevölkerung, während die Ermittler ihre Arbeit am Tatort fortsetzten.
Die Leute sind natürlich fassungslos. Aber im Moment wissen wir nicht genau, was passiert ist, und die Ermittlungen werden es zeigen. Solche Familientragödien können überall passieren. Wir sind wie alle anderen auch geschockt.


