Sicherheit · Brescia, Pavia und Garlasco
Gericht in Brescia stellt Korruptionsverfahren gegen Ex-Staatsanwalt Mario Venditti ein
Ein Richter in Brescia hat das Korruptionsverfahren gegen den ehemaligen stellvertretenden Staatsanwalt von Pavia, Mario Venditti, eingestellt und den Fall zur Prüfung des Verhaltens der untergeordneten Justizpolizei nach Pavia zurückverwiesen.
KI-Text auf Grundlage von Berichten von Tgcom24, Corriere della Sera, Fanpage und weiteren Medien. Geändert . So entsteht er
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Kurz gefasst
Ein Ermittlungsrichter in Brescia wies die Vorwürfe ab, der ehemalige stellvertretende Staatsanwalt von Pavia, Mario Venditti, habe Bestechungsgelder angenommen, um die Mordermittlungen gegen Andrea Sempio im Jahr 2017 einzustellen.
Die richterlichen Feststellungen in Brescia hoben Unregelmäßigkeiten im Zusammenhang mit den Carabinieri-Beamten Silvio Sapone, Antonio Scoppetta und Giuseppe Spoto hervor und verwiesen die Akte nach Pavia zurück.
Die Anwälte Liborio Cataliotti und Angela Taccia erklärten, die Einstellung bestätige die Ermittlungen von 2017, während der 38-jährige Andrea Sempio weiterhin wegen des Mordes an Chiara Poggi unter Verdacht steht.
- März 2017Richter Lambertucci in Pavia genehmigt die von Venditti und Pezzino beantragte erste Einstellung des Verfahrens
- Mai 2017Richter Villani in Pavia genehmigt die zweite Einstellung nach einem Antrag der Carabinieri Mailand
- Juni 2026Staatsanwälte in Brescia reichen vertraulich einen Antrag auf Einstellung der Korruptionsvorwürfe gegen Venditti ein
- September 2026Ermittlungsrichter in Brescia stellt das Korruptionsverfahren gegen Venditti formell ein
Einstellung der Korruptionsvorwürfe
Ein Ermittlungsrichter in Brescia hat die Korruptionsvorwürfe gegen Mario Venditti, den ehemaligen stellvertretenden Staatsanwalt von Pavia, fallengelassen. Die Entscheidung folgt einem vertraulichen Antrag der Staatsanwaltschaft Brescia vom Juni, der keine Beweise für Bestechung oder rechtswidrige Absprachen zwischen Venditti und der Familie Sempio fand. Finanzprüfer durchleuchteten Vendittis private Bankkonten und stellten keine illegalen Überweisungen oder verdächtigen Geldbewegungen fest. Die Ermittlungen konzentrierten sich auf den Vorwurf, Giuseppe Sempio, der Vater des 38-jährigen Tatverdächtigen Andrea Sempio, habe Bestechungsgelder gezahlt, um eine schnelle Einstellung des Tötungsdelikts im Jahr 2017 zu erreichen. Während Venditti nun von allen strafrechtlichen Vorwürfen entlastet ist, bleibt Giuseppe Sempio weiterhin wegen Korruption unter Verdacht, da das Verfahren abgetrennt und nach Pavia zurückverwiesen wurde.
Ursprung der Ermittlungen und Vendittis Verteidigung
Die Ermittlungen gegen Venditti begannen, nachdem die Behörden im Haus der Familie Sempio einen handgeschriebenen Zettel mit den Worten „Venditti Gip archivia per 20, 30“ fanden. In einem Fernsehauftritt bei „Quarto Grado“ bezeichnete Venditti das Dokument als eine mehrdeutige Kritzelei und kritisierte die Staatsanwaltschaft Pavia dafür, die Angelegenheit nach Brescia weitergeleitet zu haben, ohne zuvor Zeugen zu befragen oder um Klarstellung zu bitten. Venditti schilderte den Ablauf der Entscheidungen von 2017 und erklärte, dass er und Staatsanwältin Giulia Pezzino im März 2017 nach einer Beschwerde von Alberto Stasis Mutter über Ermittlungen eines Privatdetektivs zunächst die Einstellung beantragt hätten, was der Ermittlungsrichter Lambertucci genehmigte. Als die Carabinieri Mailand im Mai 2017 einen Bericht vorlegten, der die Wiederaufnahme des Verfahrens forderte, wiederholte Venditti den Einstellungsantrag, den ein zweiter Ermittlungsrichter, Villani, formell annahm.
Venditti äußerte sich nach dem Urteil des Gerichts von Brescia öffentlich zu den Vorwürfen.
„Was ich in diesen Monaten erlitten habe, ist unbeschreiblich, man hat alle möglichen Dinge über mich gesagt.“
Prüfung verlagert sich auf Justizpolizei und Anwälte
Obwohl das Gericht von Brescia Venditti entlastete, deckte der Einstellungsbeschluss erhebliche Unregelmäßigkeiten während der Ermittlungen gegen Andrea Sempio in den Jahren 2016 und 2017 auf. Finanzanalysen ergaben, dass Zehntausende Euro von Sempios Bankkonten für nicht genannte Zwecke abgehoben wurden. Der Richter in Brescia kam zu dem Schluss, dass korrupte Absprachen oder falsche Darstellungen auf der Ebene der Justizpolizei von Pavia stattgefunden haben könnten, und nannte dabei namentlich die Carabinieri-Beamten Silvio Sapone, Antonio Scoppetta und Giuseppe Spoto. Die Gerichtsakten bezogen sich auf aufgezeichnete Gespräche über illegale Zahlungen, darunter Abhörprotokolle, in denen die Sprecher anmerkten, dass die Übergabe beträchtlicher Summen rechtliche Probleme lösen würde. Die Ermittler stellten auch Verfahrensmängel fest, darunter die Vorwarnung Sempios vor der Vernehmung und die Überwachung nur eines Fahrzeugs. Venditti hielt daran fest, dass ehemalige Polizeimitarbeiter zwar Fehler gemacht haben könnten, fehlende Gelder aber höchstwahrscheinlich bei ehemaligen Verteidigern gelandet seien.
Auswirkungen auf das Garlasco-Mordverfahren
Die Anwälte Liborio Cataliotti und Angela Taccia, die Andrea Sempio vertreten, begrüßten die Einstellung der Vorwürfe gegen Venditti als eine Entwicklung, die ihre rechtliche Position stärkt. Cataliotti betonte, dass Venditti persönlich alle Ermittlungsschritte durchgeführt habe, darunter Zeugenbefragungen und die Vernehmung von Professor De Stefano, einem technischen Sachverständigen aus dem Verfahren gegen Alberto Stasi. Das Verteidigungsteam argumentierte, dass das Fehlen von justizieller Korruption die Gültigkeit der Einstellungsentscheidungen von 2017 bestätige. Andrea Sempio bleibt weiterhin im Visier der Staatsanwaltschaft Pavia als Tatverdächtiger im Mordfall Chiara Poggi aus dem Jahr 2007.
Cataliotti fasste die Sichtweise der Verteidigung auf die Entlastung des Richters zusammen.
„Die Einstellung aller gegen Dr. Venditti erhobenen Vorwürfe wird von uns, den Mitgliedern des Verteidigungsteams von Andrea Sempio, mit Genugtuung aufgenommen.“
Fragen zu diesem Text
Quellen und Kontext
- Tgcom24Garlasco, l'ex pm Mario Venditti: "Quello che ho subito in questi mesi è inenarrabile"
- Corriere della SeraGarlasco, l'ex pm Venditti: "Ho subito di tutto, ma poi i miei ex colleghi hanno letto bene le carte e mi hanno scagionato"
- FanpageGarlasco, l'ex pm Venditti dopo l'archiviazione: "Indagini partite con leggerezza. Quel biglietto era uno scarabocchio
- AdnkronosCaso Garlasco, legale di Sempio: "Archiviazione per ex pm Venditti punto a nostro favore" - Video
- Chiara Poggi
- Opfer des Mordes von 2007 in Garlasco
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