
Obdachloser tot auf Dubliner Mülldepot gefunden – er hatte zwei Freunde beim Grand-Canal-Unglück verloren
Andrew Haire, 35, war etwa sieben Jahre lang obdachlos. Seine sterblichen Überreste wurden am Freitagabend in einem Greyhound-Recyclingbetrieb in Clondalkin entdeckt; die Gardaí behandeln den Tod als ungeklärt.
Entdeckung und Ermittlungen
Gegen 21 Uhr am Freitag, dem 24. Juli, entdeckten Mitarbeiter des Greyhound-Recyclingbetriebs in Clondalkin, Dublin, die sterblichen Überreste von Andrew Haire, einem 35-jährigen obdachlosen Mann. Eine Obduktion am Samstag blieb ohne eindeutiges Ergebnis; die Gardaí schließen ein Fremdverschulden nicht aus. Toxikologische und weitere Untersuchungen stehen noch aus und könnten zur Klärung der Todesursache beitragen; die Ergebnisse werden aus ermittlungstaktischen Gründen nicht veröffentlicht. Die Ermittlungen werden von den Gardaí der Dienststellen Ronanstown und Lucan in Dublin geführt, unterstützt von Kollegen aus Cork, da Haire in beiden Städten Hilfsangebote für Obdachlose in Anspruch genommen hatte.
Letzte bekannte Bewegungen
Überwachungskameras zeichneten Haire am Morgen des Donnerstag, 23. Juli, in der Plunkett Street im Stadtzentrum von Cork auf. Die Gardaí werten derzeit Aufnahmen vom Kent Railway Station in Cork aus, um zu klären, ob er später am Tag einen Zug nach Dublin bestieg. Am selben Tag suchte er Hilfsangebote für Obdachlose in Cork auf – dies war der letzte bestätigte Kontakt vor seinem Tod. Der für die Ermittler relevante Zeitraum erstreckt sich von Freitag, 17. Juli, bis Freitag, 24. Juli; in dieser Zeit hielt sich Haire vermutlich in den Stadtzentren von Dublin, Kilkenny und Cork auf.
- Gardaí beginnen den für Haires Bewegungen relevanten Zeitraum
- Letzte bestätigte Sichtung: Überwachungskamera filmt Haire in der Plunkett Street, Cork
- Leiche gegen 21 Uhr im Greyhound-Recyclingbetrieb in Clondalkin gefunden
Mögliche Szenarien
Ein Ermittlungsansatz geht davon aus, dass Haire möglicherweise in eine große Mülltonne, wie sie von Unternehmen und Wohnanlagen genutzt wird, zum Schlafen geklettert ist und dort starb, bevor die Tonne von einem Müllwagen abgeholt und zum Depot in Clondalkin transportiert wurde. Die Gardaí prüfen jedoch auch, ob seine sterblichen Überreste erst nach dem Tod in eine Tonne gelegt wurden. In der Anlage werden Abfälle aus Dublin und Cork verarbeitet, was die genaue Rückverfolgung der Herkunftstonne erschwert.
Hintergrund des Opfers und frühere Tragödie
Haire, ursprünglich aus der Grafschaft Meath, war etwa sieben Jahre obdachlos. Er hatte zeitweise in einer Unterkunft in der Gardiner Street im Norden des Dubliner Stadtzentrums gelebt und sich zuletzt in Kilkenny aufgehalten. Er bezog Sozialleistungen und nahm in Dublin und Cork Hilfsangebote für Obdachlose in Anspruch. Vor zwei Jahren verlor er zwei Freunde, die im Grand Canal in Dublin ums Leben kamen; mit einem von ihnen hatte er sich ein Zelt geteilt, und beiden stand er sehr nahe. Mitarbeiter von Obdachlosenhilfen, die ihn kannten, beschrieben ihn als „liebenswürdig“ und „ruhig“.
Appell der Gardaí und Reaktion des Unternehmens
Die Gardaí haben ein Foto von Haire veröffentlicht und bitten alle, die ihn zwischen dem 17. und 24. Juli gesehen oder mit ihm gesprochen haben, sich unter der Telefonnummer 01 666 7700 bei der Garda-Station Ronanstown oder der vertraulichen Hotline der Garda (1800 666 111) zu melden. Sie hoffen, dass die veröffentlichten Informationen Menschen, die ihn in Cork und Dublin kannten, dazu bewegen, sich zu melden und zu helfen, seine letzten Tage zu rekonstruieren. Ein Verbindungsbeamter zur Familie wurde bestellt, um Haires Angehörige zu unterstützen. Aveen Moore, Kommunikationsmanagerin von Greyhound Recycling, erklärte, das Unternehmen sei „zutiefst bestürzt“ und kooperiere vollumfänglich mit den Ermittlungen.
Wir waren zutiefst bestürzt über den Tod von Herrn Andrew Haire, dessen Leiche am Abend des Freitag, 24. Juli, in unserem Recyclingbetrieb in Clondalkin gefunden wurde. Unser Mitgefühl gilt seiner Familie und seinen Freunden. Wir arbeiten uneingeschränkt mit der An Garda Síochána zusammen und werden ihre Ermittlungen weiterhin nach Kräften unterstützen.

