Obduktion schließt geschlechtsspezifische Gewalt im Todesfall Almoradí aus: Ehemann nach Bestätigung natürlicher Ursachen freigelassen
Der 61-jährige Mann, der festgenommen wurde, nachdem der Leichnam seiner Frau in ihrem Haus in Almoradí (Alicante) gefunden worden war, wurde freigelassen, nachdem eine Obduktion ergab, dass sie an natürlichen Ursachen gestorben war und die Treppe hinuntergefallen war, wobei sie nicht tödliche Verletzungen erlitt.
Anfänglicher Verdacht und Festnahme
Am Montagabend gegen 23:00 Uhr rief der 61-jährige Ehemann den Notdienst und meldete, dass er seine 56-jährige Frau Mari Carmen tot auf dem Treppenabsatz ihres Hauses in Almoradí (Alicante) aufgefunden habe. Die Ortspolizei und Beamte der Guardia Civil trafen ein und schlossen einen Unfall zwar nicht aus, fanden jedoch Anzeichen, die auf einen möglichen geschlechtsspezifischen Mord hindeuteten. Die Schilderung des Ehemanns ließ Zweifel aufkommen: Er gab an, nach Hause zurückgekehrt zu sein und ihren Leichnam vorgefunden zu haben, doch die Ermittler entdeckten Blutspuren an einem Mopp und andere Ungereimtheiten. Das Ermittlungsteam der Guardia Civil aus Almoradí nahm den Mann wegen des Verdachts auf Totschlag fest.
## Obduktionsergebnisse Die am Dienstag abgeschlossene Obduktion ergab, dass die Frau an natürlichen Ursachen gestorben war. Die gerichtsmedizinische Untersuchung zeigte, dass der Tod nicht auf die erlittenen Verletzungen zurückzuführen war; vielmehr führte ein natürliches Ereignis zu ihrem Sturz von der Treppe, der nicht schwere Verletzungen zur Folge hatte. Die Guardia Civil erklärte, dass die bisherigen Ermittlungsschritte, die Inaugenscheinnahme des Tatorts und die aufgenommenen Aussagen vollständig mit dem Obduktionsergebnis übereinstimmten und dass es keine Hinweise auf eine Straftat im Zusammenhang mit dem Tod gebe.
Die bisher durchgeführten Ermittlungsschritte, die Inaugenscheinnahme des Tatorts und die aufgenommenen Aussagen stimmen vollständig mit dem Ergebnis der Obduktion überein.
Ehemann freigelassen
Nach den Obduktionsergebnissen wurde der 61-jährige Mann am Dienstagnachmittag aus der Untersuchungshaft entlassen. Die Guardia Civil bestätigte, dass alle Ermittlungslinien offen gewesen seien, die forensischen Beweise ihn jedoch von jeder Beteiligung an einer Straftat entlasteten. Der Fall, der zunächst als möglicher geschlechtsspezifischer Mord behandelt worden war, wurde als natürlicher Todesfall eingestuft.
## VioGén-Vorgeschichte Der Ehemann hatte einen früheren Eintrag im VioGén-System, dem spanischen Überwachungsprogramm für Opfer geschlechtsspezifischer Gewalt. Laut Pilar Bernabé, der Delegierten der Zentralregierung in der Valencianischen Gemeinschaft, wurde der Mann 2008 wegen geschlechtsspezifischer Gewalt festgenommen, der Fall jedoch 2009 mangels gerichtlicher Maßnahmen deaktiviert. Diese Vorgeschichte sowie die anfänglichen Widersprüche hatten die Ermittler dazu veranlasst, den Fall dem Frau-Minderheiten-Team (EMUME) der Guardia Civil und dem Kriminaltechnischen Labor des Kommandos Alicante zu übertragen.
Es wurde 2009 mangels gerichtlicher Maßnahmen deaktiviert.
Ermittlungen laufen weiter
Obwohl der Ehemann freigelassen wurde, erstellt die Guardia Civil weiterhin die Fallakte, die an die Gerichte in Orihuela weitergeleitet wird. Die Behörden haben keine Beweise für eine Straftat gefunden, und der Tod wird nun offiziell auf natürliche Ursachen zurückgeführt. Die beiden erwachsenen Kinder des Paares lebten nicht bei ihnen.
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