
Tote Frau im Ärmelkanal-Boot nach illegaler Überfahrt entdeckt; Syrer wegen Totschlags festgenommen
Eine Frau wurde am Samstag tot in einem Schlauchboot aufgefunden, das nach einer illegalen Überfahrt von Frankreich in Dover ankam. Ein 32-jähriger Syrer wurde wegen des Verdachts auf fahrlässige Tötung festgenommen.
Der Vorfall
Ein kleines Boot, das versuchte, den Ärmelkanal von Frankreich aus zu überqueren, wurde am Samstag, den 20. Juni, von einer französischen Sicherheitspatrouille in der Nähe von Wissant (Pas-de-Calais) gesichtet. Während der Überfahrt wurde kein Notruf abgesetzt. Französische Beamte verteilten Schwimmwesten an die Insassen, bevor das Boot in die britische Such- und Rettungszone einfuhr.
Eine Person wurde bewusstlos aufgefunden und trotz Wiederbelebungsversuchen von den britischen Behörden für tot erklärt.
Als das Boot Dover erreichte, wurde eine Person leblos aufgefunden. Das dortige Maritime Rescue Coordination Centre (MRCC) stellte am Samstagnachmittag den Tod fest. Laut BBC handelte es sich bei dem Opfer um eine Frau.
Rettung und Festnahme
Ein weiteres Migrantenboot mit 66 Insassen wurde am selben Tag dem regionalen operativen Überwachungs- und Rettungszentrum gemeldet. Alle 66 Insassen wurden evakuiert und in die Obhut der Landbehörden übergeben, so Prémar. Der Tod an Bord des ersten Bootes war der einzige Todesfall, der von den Überfahrten am Samstag gemeldet wurde.
- Boot von französischer Polizei bei Wissant gesichtet
- Boot in britische Such- und Rettungszone eingefahren; kein Notruf abgesetzt
- Frau bei Ankunft in Dover bewusstlos aufgefunden, für tot erklärt
- Syrer wegen Verdachts der fahrlässigen Tötung festgenommen
Die BBC berichtete, dass ein 32-jähriger syrischer Staatsangehöriger festgenommen und in Untersuchungshaft genommen wurde, im Verdacht der fahrlässigen Tötung. Die Identifizierung des Opfers war am Sonntag noch im Gange.
Reaktion der Regierung
Das britische Innenministerium reagierte auf den Tod und nannte ihn eine weitere Tragödie, die die Gefahren von Kleinbootüberfahrten verdeutliche.
Diese neue Tragödie unterstreicht die schrecklichen Gefahren von Überfahrten mit kleinen Booten. Wir arbeiten unermüdlich mit den französischen Behörden und unseren Partnern im Ausland zusammen, um diese gefährlichen Reisen zu verhindern.
Ein tödliches Jahr im Kanal
Laut einer AFP-Zählung aus offiziellen französischen und britischen Quellen starben 2025 mindestens 29 Migranten auf See in der Region. Der Tod am Samstag erhöht die Zahl der Todesopfer, die immer wieder zu Forderungen nach koordinierteren Maßnahmen zur Unterbindung der gefährlichen illegalen Überfahrten geführt hat.


