
Tesla schafft 1.000 neue Stellen und strebt 7.500 Autos pro Woche in seiner deutschen Gigafactory an
Der US-Elektroautohersteller wird weitere 1.000 Arbeitskräfte in Brandenburg einstellen, um die Produktion ab Oktober auf 7.500 Fahrzeuge pro Woche zu steigern und damit einen Absatzeinbruch umzukehren.
Produktionshochlauf und Einstellungen
Tesla gab am 25. Juni bekannt, dass es die wöchentliche Produktion in seinem Werk in Grünheide ab Oktober auf 7.500 Autos steigern wird, ein Anstieg um 20 % gegenüber dem bereits für Juli festgelegten Ziel von 6.200 Autos. Um dieses Volumen zu erreichen, wird das Unternehmen 1.000 neue Mitarbeiter in der Fahrzeugfertigung einstellen, zusätzlich zu den 1.000 Einstellungen, die im April für den ersten Hochlauf angekündigt wurden. Eine Unternehmenssprecherin sagte gegenüber N-tv, dass etwa 700 dieser April-Einstellungen bereits rekrutiert wurden und die Rekrutierung bis Juli fortgesetzt wird.
Neben der Fahrzeugmontage investiert Tesla rund 220 Millionen Euro (250 Millionen US-Dollar) in die Batteriezellenproduktion am Standort, mit dem Ziel einer Jahreskapazität von 18 Gigawattstunden. Diese Erweiterung wird 1.500 zusätzliche Arbeitsplätze schaffen, wodurch sich die Gesamtzahl der neuen Stellen im Werk kurz- bis mittelfristig auf 3.500 erhöht. Laut Tesla würde die Fahrzeugfertigung bei voller Besetzung rund 12.700 Menschen beschäftigen, gegenüber derzeit mehr als 11.000.
Zusammen mit der Einstellung von 1.500 Mitarbeitern für den Batteriezellen-Hochlauf sprechen wir über 3.500 zusätzliche Arbeitsplätze, die kurz- und mittelfristig in der Fahrzeug- und Batteriefertigung der Gigafactory Berlin-Brandenburg geschaffen werden.
Absatzerholung
Die Expansion folgt einer starken Absatzerholung. Im Mai 2026 wurden in Deutschland 5.111 Tesla-Fahrzeuge zugelassen, ein Sprung von 322 % im Vergleich zum Vorjahresmonat, und die Marke erreichte einen Marktanteil von 2,1 %, wie Daten des Kraftfahrt-Bundesamtes zeigen. Das Unternehmen hatte im Vorjahr einen Absatzeinbruch erlitten, doch die Bestellungen für das in Grünheide gebaute Model Y haben sich erholt.
- Tesla kündigt Einstellung von 1.000 zusätzlichen Arbeitern und Pläne an, ab Oktober 7.500 Fahrzeuge pro Woche zu erreichen.
- Produktionshochlauf auf 6.200 Fahrzeuge pro Woche beginnt, unterstützt durch 1.000 im April angekündigte Neueinstellungen.
- Zielproduktionsvolumen steigt auf 7.500 Fahrzeuge pro Woche, ein weiterer Anstieg um 20 %.
Politische Unterstützung
Brandenburgs Ministerpräsident Dietmar Woidke (SPD) begrüßte die Einstellungspläne. „Tesla in Brandenburg ist und bleibt eine Erfolgsgeschichte“, sagte er. „Entgegen dem allgemeinen Trend in der Automobilindustrie investiert das Unternehmen am Standort und schafft eine große Zahl zusätzlicher Arbeitsplätze in Brandenburg.“
Tesla in Brandenburg ist und bleibt eine Erfolgsgeschichte.
Arbeitsrechtliche Bedenken
Die IG Metall, die deutsche Metallgewerkschaft, ist in der Fabrik kaum präsent, und der Spiegel berichtete, dass das Management fragwürdige Methoden angewandt habe, um dies beizubehalten. Arbeitnehmervertreter und die Gewerkschaft haben zudem schwerwiegende Mängel im Gesundheits- und Arbeitsschutz angeführt, darunter eine hohe Rate schwerer Arbeitsunfälle, was Tesla bestreitet. Die Kritik hat den Hochlauf nicht verlangsamt, der nach Angaben des Unternehmens die Nachfrage und die strategische Bedeutung des Standorts als einziges europäisches Autowerk widerspiegelt.

