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Regierung·vor 3 Std.

Britische Jugendliche uneins über Social-Media-Verbot für unter 16-Jährige – Regierung plant strenge ID-Regeln

Die britische Regierung plant, bis zum nächsten Frühjahr das Nutzen von Plattformen wie Instagram und TikTok für unter 16-Jährige zu verbieten. Zur Altersverifikation wird voraussichtlich ein offizieller Ausweis erforderlich sein. Jugendliche äußern Ängste vor sozialer Isolation, doch einige begrüßen den Schritt wegen der psychischen Gesundheit.

Details und Zeitplan des Verbots

Die britische Regierung unter Keir Starmer bereitet ein Verbot für unter 16-Jährige vor, Plattformen wie Instagram, Snapchat, TikTok und YouTube zu nutzen. Das Verbot, das sich am australischen Ansatz orientiert, aber als „noch strenger“ angekündigt wurde, soll bis zum Frühjahr 2027 in Kraft treten. Zur Altersverifikation wird voraussichtlich ein offizieller Ausweis mit Geburtsdatum erforderlich sein – dies könnte die größte Veränderung des Internetzugangs in Großbritannien darstellen.

Reaktionen der Jugendlichen: Angst vor Isolation

Schüler der John Cabot Academy in Bristol äußerten Besorgnis über den Verlust ihrer Online-Netzwerke. Giselle, eine Schülerin der 8. Klasse, sagte:

Ich weiß nicht, was ich mit meiner Zeit anfangen soll – auf TikTok kann ich scrollen, und das hat mir geholfen, Interessen und Dinge zu finden, die ich mag.

Sie fügte hinzu:

Wenn ich alles auf WhatsApp verlagere, werde ich weniger Nachrichten schreiben oder mich von Menschen abgeschnitten fühlen, die ich nicht oft sehe.

Erin, die Snapchat und Instagram nutzt, merkte an, dass sie Telefonnummern sammeln müsste, um Kontakte auf WhatsApp zu übertragen. Arlo, ein Schüler der 7. Klasse, gab zu, dass das Verbot seine Kommunikation beeinträchtigen würde, räumte aber ein, dass er vielleicht mehr nach draußen gehen würde.

Zustimmung und Argumente für die psychische Gesundheit

Andere Schüler begrüßten das Verbot. Ishrat, die nur WhatsApp nutzt, argumentierte, es sei für das „Allgemeinwohl“ und sagte:

Ich denke, es ist sicherer, mit Menschen in Kontakt zu treten, die wir tatsächlich im echten Leben kennen.

Ayera, eine Schülerin der 9. Klasse, wies auf die psychische Gesundheit und die verkürzte Aufmerksamkeitsspanne hin, die durch das Hinzufügen von Fremden entstehe. Poppy meinte, das Verbot würde die persönliche Kommunikation fördern. Gemma Read, Schulleiterin, kommentierte:

Die Richtlinien, die der Schule von der Regierung gegeben wurden, waren hilfreich und klar.

Sie stellte fest, dass logistische Planung erforderlich sein werde.

Der breitere gesellschaftliche Wandel

Über diese Stimmen hinaus stellt der Artikel der Independent fest, dass die ältere Generation Z nun überwiegend wünscht, sie wäre mit mehr Kontrollen aufgewachsen. Anabelle (14) zitierte ihre 19-jährige Schwester, die sie ständig vor sozialen Medien warne:

Wenn sie mich auf TikTok oder Insta sieht, reißt sie mir das Telefon aus der Hand, wie sie es mit einer Zigarette tun würde.

Diese generationsübergreifende Dynamik deutet darauf hin, dass das Verbot Teil einer umfassenderen Auseinandersetzung mit den Auswirkungen von Plattformen auf das Leben junger Menschen ist.

Reaktionen der Öffentlichkeit und von Aktivisten

Der Aktivist Paddy Crump von FlippGen sagte, die Stimmen junger Menschen würden von der Regierung Starmer „letztlich ignoriert“. Unterdessen begrüßte eine Gruppe trauernder Eltern, deren Kinder an den Folgen sozialer Medien gestorben sind, das Verbot weitgehend. Ein BBC-Straßeninterview fing die Stimmung ein, als die Schülerin Isabella aus Preston, gefragt, was sie mit ihren neun Stunden Bildschirmzeit am Wochenende machen würde, trocken antwortete:

an die Wand starren.

Ein Zwölfjähriger berichtete, dass seine Klassenkameraden verärgert seien, weil viele trotz der aktuellen Altersgrenze von 13 Jahren eigene YouTube-Kanäle hätten.

Bristol · Preston

3 Quellen

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