
17-Jährige in Frankreich von Lastwagen überrollt und getötet – Feiern zum 2:0-Sieg gegen Marokko
Eine 17-jährige Jugendliche ist in Aulnoye-Aymeries im Norden Frankreichs bei Feierlichkeiten zum Viertelfinalsieg der Nationalmannschaft bei der Fußball-WM von einem Lastwagen überrollt und getötet worden.
Der tödliche Unfall
Eine 17-Jährige starb in Aulnoye-Aymeries im Norden Frankreichs, nachdem sie bei den Feierlichkeiten zum Viertelfinalsieg der französischen Nationalmannschaft gegen Marokko am Donnerstagabend von einem Lastwagen gestürzt war. Der Unfall ereignete sich gegen halb eins nachts auf dem Kreisverkehr der Rue Jean-Jaurès nahe einem Burger King, als der Schwerlasttransporter – der ohne Anhänger unterwegs war – anfuhr. Die Jugendliche, die auf der Ladefläche des Lastwagens saß, stürzte und wurde von ihm überrollt. Feuerwehr und Notärzte waren schnell vor Ort, konnten sie aber nicht wiederbeleben; sie wurde noch am Unfallort für tot erklärt.
Sie fiel und wurde zerquetscht.
Sechs Minderjährige befanden sich in der Nähe des Unfalls, einer von ihnen stand unter Schock und wurde ins Krankenhaus in Maubeuge gebracht. Eine separate Quelle, die sich auf die Lokalzeitung La Voix du Nord beruft, erklärte, drei Zeugen mit Schocksymptomen seien behandelt und in dasselbe Krankenhaus transportiert worden. Der Lkw-Fahrer wurde in Polizeigewahrsam genommen; eine Untersuchung wurde eingeleitet. Die Szene erschütterte die Umstehenden, die zuvor eine Nacht der nationalen Feierlichkeiten erlebt hatten, zutiefst.
Das Spiel
Frankreich hatte Marokko zuvor in Foxborough, Massachusetts, nahe Boston, mit 2:0 besiegt und sich damit einen Platz im WM-Halbfinale gesichert. Kylian Mbappé und Ousmane Dembélé erzielten die Tore, die den Titelverteidiger weiterbrachten. Das Ergebnis bringt Frankreich ins dritte WM-Halbfinale in Folge. Dort trifft die Mannschaft auf den Sieger des Viertelfinals zwischen Spanien und Belgien, das für Freitag in Los Angeles angesetzt ist.
Nächste Schritte
Das Halbfinale Frankreichs findet am kommenden Dienstag in Dallas statt. Der Viertelfinal-Zeitplan wird am Freitag fortgesetzt, wenn Belgien und Spanien um das Recht kämpfen, auf Les Bleus zu treffen. Das Turnier, das von den USA, Kanada und Mexiko gemeinsam ausgerichtet wird, befindet sich nun in der K.-o.-Runde. Aus Foxborough wurden keine weiteren Vorfälle gemeldet, doch die Feierlichkeiten in ganz Frankreich und anderen Städten arteten in Unruhen aus.
Größere Unruhen
In London warfen Fans während der Ausschreitungen nach dem Spiel, die mit derselben Partie zusammenhingen, Flaschen und Feuerwerkskörper auf Polizisten. Vier Personen wurden festgenommen, ein Beamter wurde verletzt. Die Vorfälle sind Teil eines Musters von Straßenfeiern, die an manchen Orten in Konfrontationen mit der Polizei umschlugen. Weder die Festnahmen in London noch der Todesfall in Aulnoye-Aymeries standen in direktem Zusammenhang mit organisierter Fan-Gewalt; Berichten zufolge handelte es sich um spontane Zusammenkünfte auf öffentlichen Plätzen.
Ermittlungen laufen
Die französischen Behörden haben eine Untersuchung zum Tod des Mädchens eingeleitet. Der Lkw-Fahrer bleibt in Gewahrsam, während die Polizei den Ablauf der Ereignisse auf dem Kreisverkehr rekonstruiert. Erste Hinweise deuten darauf hin, dass das Fahrzeug mit geringer Geschwindigkeit unterwegs war und das Opfer auf der hinteren Plattform, die keinen Anhänger hatte, das Gleichgewicht verlor. Die Staatsanwaltschaft in Avesnes-sur-Helpe wird die Ermittlungen voraussichtlich leiten. Am Freitagmorgen wurden noch keine Anklagen erhoben.


