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Sicherheit·vor 2 Std.

Bandenchef in Ecuador bei Teddybär-Hinterhalt am Flughafen Guayaquil getötet

Carlos Alberto Suástegui Villanueva, ein 39-jähriger ecuadorianischer Bandenchef, wurde vor dem internationalen Flughafen von Guayaquil von zwei Jugendlichen erschossen, die eine Pistole hinter einem Teddybären und Blumen versteckt hatten.

Der Hinterhalt

Zwei junge Männer warteten am Ankunftsterminal des Flughafens José Joaquín Olmedo mit Stofftieren und Blumensträußen. Als das Opfer heraustrat, zog einer der Angreifer eine Waffe hinter einem Teddybären hervor und schoss aus nächster Nähe auf ihn. Die Passagiere flohen in Panik. Ein Unbeteiligter wurde verletzt, und ein Mann, der einen Koffer hinter sich herzog, brach während der Schießerei zusammen.

Hilfe! Hilfe! Mein Vater!

Zeuge

Ein anderer Reisender sagte gegenüber TC Televisión: „Wir hörten acht oder zehn Schüsse, wir hatten Angst.“

Hochprioritäres Ziel

Innenminister John Reimberg identifizierte den Toten als Carlos Alberto Suástegui Villanueva, Anführer der Bande Los Águilas in El Triunfo. Die Gruppe, ein Ableger des Los-Choneros-Kartells, wurde 2024 von Präsident Daniel Noboa zur Terrororganisation erklärt. Suástegui hatte vier polizeiliche Einträge, drei Festnahmen und frühere Ermittlungen wegen Mordes, illegaler Waffen und krimineller Vereinigung.

Jugendliche festgenommen

Die Polizei nahm zwei Minderjährige, geboren 2010 und 2011, am Tatort fest und beschlagnahmte zwei Schusswaffen. Die Verdächtigen wurden isoliert und der Jugendbehörde übergeben. Die Ankunftshalle blieb mehr als zwei Stunden geschlossen, während die Spurensicherung arbeitete.

Ausnahmezustand

Die Tötung erfolgte einen Tag, nachdem Noboa einen 60-tägigen Ausnahmezustand in 10 der 24 Provinzen Ecuadors, einschließlich Guayas, verhängt hatte. Das Dekret verwies auf 879 Tötungsdelikte in diesen Provinzen zwischen dem 1. Mai und dem 12. Juni. Die Maßnahmen geben den Sicherheitskräften erweiterte Durchsuchungsbefugnisse, doch Kritiker sagen, sie hätten die strukturellen Ursachen der Kriminalität nicht bekämpft.

Gewaltepidemie

Ecuador, eingekeilt zwischen den Kokainproduzenten Kolumbien und Peru, ist zu einem Transitkorridor in die USA und nach Europa geworden. Die Tötungsrate erreichte 2025 laut InSight Crime 51 pro 100.000 Einwohner – ein Anstieg von 550 % in fünf Jahren und die höchste in Südamerika. Allein im ersten Quartal 2026 starben 1.600 Menschen gewaltsam.

Mordraten pro 100.000 Einwohner (2025) · pro 100.000
Ecuador
51 pro 100.000
Lateinamerika
18 pro 100.000
Welt
5.6 pro 100.000
Guayaquil

8 Quellen

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