Makroökonomie · New York, Tokio und Seoul

Tech-Aktien brechen nach Wahlsiegen der Demokraten ein – Asiens Märkte folgen der Wall Street nach unten

Asiatische Indizes fielen am 6. November deutlich, nachdem die Wall Street ihre schwächste Sitzung seit mehr als einem Jahr erlebt hatte. Anleger fürchten Einschränkungen für KI-Rechenzentren, nachdem die Demokraten die Zwischenwahlen gewonnen haben.

KI-Text auf Grundlage von Berichten von NRC, vrtnws.be, de Volkskrant und weiteren Medien. Veröffentlicht . So entsteht er

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Kurz gefasst

New York, Tokio, Seoul, Amsterdam · Vereinigte Staaten, Japan, Südkorea
Wie es dazu kam
  1. 3.11.Die Demokraten gewinnen die US-Zwischenwahlen
  2. 5.11.S&P 500 und Nasdaq verzeichnen ihre schwächste Sitzung seit April 2025
  3. 6.11.Nikkei fällt knapp 6 Prozent, Kospi-Handel nach 8 Prozent Minus ausgesetzt
  4. 6.11.Öffnung der Märkte in New York geplant

Die schwächste Sitzung der Wall Street seit über einem Jahr

Die US-Aktienmärkte erlebten am 5. November ihre schwächste Sitzung seit mehr als einem Jahr, wobei Technologiewerte den Ausverkauf anführten. Der S&P 500 fiel um 4,4 Prozent und der Nasdaq verlor 5,5 Prozent, berichtet NRC, während Volkskrant den Nasdaq-Rückgang mit 6,4 Prozent angibt – der schlechteste Tag seit der Pandemie. Beide Indizes verzeichneten ihren schwächsten Tag seit April 2025, als Präsident Donald Trump Importzölle für viele Länder ankündigte. Nvidia verlor 9 Prozent und AMD 17 Prozent, und Qualcomm fiel kurz nach Handelsbeginn um rund 9 Prozent, obwohl der Quartalsbericht die Erwartungen beim Ergebnis übertraf.

Angst vor KI-Rechenzentren

Anleger befürchten, dass die Demokraten, die die Zwischenwahlen am 3. November deutlich gewonnen haben, den Bau jener Rechenzentren einschränken werden, die den KI-Boom antreiben. Volkskrant berichtet, dass bei zwei Dritteln der lokalen Referenden über geplante Rechenzentren eine Mehrheit dagegen stimmte. Analysten von UBS schätzen, dass 30 Prozent des für 2028 geplanten Ausbaus der US-Rechenzentrumskapazität möglicherweise nicht zustande kommen, so NRC. Erik Joly, Chefökonom bei ABN Amro, beschrieb die erste Marktreaktion im Radio bei VRT NWS.

„Zunächst reagierten die Finanzmärkte recht zufrieden auf das Wahlergebnis.“

Erik Joly

Joly sagte, der Ausverkauf habe dann Technologie- und Finanzwerte am härtesten getroffen, während Aktien aus den Bereichen Energiewende, Infrastruktur und Pharmazie zulegten. Stefan Willems, unabhängiger Börsenjournalist, verwies auf ein Interview, in dem der neue Gouverneur von Texas erklärte, er wolle den Zuzug von KI-Rechenzentren in den Bundesstaat überdenken – Texas beherberge die größte Zahl noch zu bauender Rechenzentren. Kleinanlegern riet Willems zur Geduld.

„Vor allem sollte man sich nicht verrückt machen lassen.“

Stefan Willems

Er sagte, solche Bewegungen habe es seit sechs Jahren nicht gegeben, wenngleich derartige Erschütterungen an den Aktienmärkten nicht ungewöhnlich seien.

Musks Vermögen und seine Unternehmen

Elon Musk verlor allein am 5. November 80 Milliarden Dollar, als die Aktien von Tesla und SpaceX fielen, berichtet Volkskrant; Bloomberg beziffert sein Vermögen auf 785 Milliarden Dollar. Zum Ausmaß der Kursverluste gibt es unterschiedliche Angaben: NRC nennt 11 Prozent für Tesla und 9 Prozent für SpaceX am 5. November, Volkskrant nennt 11,5 Prozent und 8 Prozent. Über zwei Handelstage gerechnet kommt NRC auf einen Verlust von 14 Prozent bei Tesla und rund 13 Prozent bei SpaceX. Musk hatte vor der Wahl fast eine halbe Milliarde Dollar zur Unterstützung republikanischer Kandidaten ausgegeben.

Asiens Märkte folgen

Der Nikkei in Tokio schloss in der jüngsten Sitzung knapp 6 Prozent tiefer, berichtet De Standaard, und liegt mehr als 20 Prozent unter seinem Höchststand vom Juni. Die Chiphersteller Advantest, Tokyo Electron und Kioxia fielen um bis zu 10 Prozent. In Seoul sank der Kospi um 6 Prozent, der Handel wurde nach einem Rückgang um 8 Prozent kurzzeitig ausgesetzt, wodurch Transaktionen automatisch gestoppt wurden. Samsung und SK Hynix verloren bis zu 9 Prozent, während TSMC aus Taiwan fast 5 Prozent einbüßte und der Taiex-Index um 4,5 Prozent fiel. In Hongkong und Shanghai blieben die Verluste bei rund 1 Prozent.

Südkoreas Finanzminister Lee Hyoung-il erklärte nach einer Krisensitzung mit Finanzaufsicht und Zentralbank, die Fundamentaldaten der Wirtschaft seien solide. Die Regierung sei bereit, zusätzliche Maßnahmen zu ergreifen, falls die Volatilität weiter zunimmt.

Europa, New York und was als Nächstes kommt

Die europäischen Märkte fielen weniger stark, weil dort weniger Technologieunternehmen gelistet sind, merkt VRT NWS an. Am Morgen des 6. November lag der EuroStoxx 50 zur Mittagszeit rund 1,5 Prozent im Minus und der AEX knapp 1,4 Prozent, doch ASML legte 3,3 Prozent zu, da chipnahe Werte eine teilweise Erholung anführten. Die US-Futures deuteten auf eine leichte Erholung hin: S&P-500-Futures lagen 0,2 Prozent im Plus, Nasdaq-100-Futures 1,3 Prozent und Nvidia-Futures 4,3 Prozent. Die Märkte in New York öffnen am 6. November um 14:00 Uhr Warschauer Zeit. Das Wall Street Journal berichtet, dass Zweifel an der geplanten Börsennotierung von Anthropic gewachsen sind, die in der Woche vor Thanksgiving (26. November) 100 Milliarden Dollar bei einer Bewertung von etwa 1.500 Milliarden Dollar einsammeln sollte.

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Quellen und Kontext

Organisationen
Nasdaq, SpaceX

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