Fußball · Tokio, Rabat und Miami

Japans Kozo Tashima kündigt Kandidatur gegen Infantino für das FIFA-Präsidentenamt an

Der japanische Fußballfunktionär Kozo Tashima will bei der Wahl im März 2027 gegen FIFA-Präsident Gianni Infantino antreten; Rückhalt hat er vom JFA-Vorstand. Er wäre der jüngste Herausforderer, nachdem Infantinos Plan vom Juli, Anteile an künftigen WM-Erlösen zu verkaufen, scharfe Kritik ausgelöst hatte.

KI-Text auf Grundlage von Berichten von N-tv, The Independent, NOS und weiteren Medien. Veröffentlicht . So entsteht er

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Kurz gefasst

Tokio, Rabat, Miami · Japan, Marokko, Vereinigte Staaten
Wie es dazu kam
  1. 5.11.Kozo Tashima kündigt nach einer JFA-Vorstandssitzung seine Kandidatur an
  2. 18.11.Frist für förmliche Kandidaturen
  3. 18.03.Abstimmung beim FIFA-Kongress in Rabat, Marokko

Tashima steigt ins Rennen ein

Kozo Tashima, ein japanischer Fußballfunktionär, der seit 2015 dem FIFA-Rat angehört, hat angekündigt, bei der FIFA-Präsidentschaftswahl im März 2027 gegen Gianni Infantino anzutreten. Die Ankündigung folgte einer Sitzung des Japanischen Fußballverbands (JFA) am Donnerstag, 5. November, bei der die Vorstandsmitglieder seine Kandidatur einstimmig unterstützten, wie der Independent berichtet. Die meisten Berichte geben Tashimas Alter mit 68 Jahren an. Als Spieler absolvierte er sieben Länderspiele für Japan, trainierte später die Jugendnationalmannschaften des Landes und wurde 2013 Generalsekretär und Vizepräsident der JFA, so N-tv. Gegenüber Sports Nippon stellte er bei seiner Bewerbung die Werte über den Sieg.

„Es geht nicht um Sieg oder Niederlage, sondern darum, der Welt die ehrliche, solide und aufrechte Haltung zu vermitteln, die der japanische Fußball aufgebaut hat.“

Kozo Tashima, Japanischer Fußballfunktionär und FIFA-Ratsmitglied

Regeln und Zeitplan

Um wählbar zu sein, braucht ein Kandidat die förmliche Unterstützung von fünf der 211 FIFA-Mitgliedsverbände und muss eine Prüfung durch ein dreiköpfiges, von der FIFA ernanntes Gremium bestehen. Die Nominierungsfrist endet am 18. November. Die Abstimmung findet am 18. März 2027 beim FIFA-Kongress in Rabat, Marokko, statt. Infantino strebt eine vierte und letzte Amtszeit an, nachdem er 2019 und 2023 ohne Gegenkandidat wiedergewählt worden war, und kündigte im April an, erneut anzutreten. Ramon Vega, ein ehemaliger Schweizer Fußballspieler, erklärte im Oktober seine Kandidatur, obwohl er laut Die Welt zuvor nicht genügend Unterstützer hatte sammeln können. Die entscheidenden Termine im Rennen sind unten aufgeführt.

Infantinos Unterstützer und Kritiker

Der Vorstoß folgt auf einen Plan Infantinos vom Juli, Anteile an künftigen WM-Erlösen an private Investoren zu verkaufen, was im Fußball scharfe Kritik auslöste. Der Spiegel berichtet, er habe sich beim FIFA-Ratstreffen im Oktober für den Plan entschuldigt, doch seine Kritiker waren nicht zufrieden. Die UEFA, deren Präsident Aleksander Čeferin und DFB-Präsident Bernd Neuendorf Infantino scharf kritisiert haben, hat noch keinen Kandidaten benannt, und der Spiegel berichtete Ende Oktober, die UEFA stehe kurz vor einer Entscheidung. Der Asiatische Fußballverband (AFC) verurteilte Infantino im August gemeinsam mit UEFA und CONCACAF, bevor er im Oktober seinen Kurs umkehrte; sein Präsident Scheich Salman bin Ibrahim Al Khalifa hat bedingungslose Unterstützung zugesagt. Auch die afrikanische (CAF) und die ozeanische (OFC) Konföderation stützen ihn, so die New York Times. Die Welt berichtet, Tsuneyasu Miyamoto habe Infantino zunächst seine Unterstützung zugesagt und sie nach internem Widerstand wieder zurückgezogen.

JFA-Vizepräsident Takeshi Okada trat im Oktober zurück und verwies auf WM-Kontroversen, die nach seinen Worten erheblich von seinen persönlichen Überzeugungen zur sportlichen Integrität abwichen.

Neue Vorwürfe gegen Infantino

Die New York Post berichtete, die FIFA habe am Flughafen Miami mehrere VIP-Begleitungen in Infantinos Namen organisiert, darunter eine Reise mit Hunden. Laut Dokumenten, die die Zeitung erhielt, erscheinen Infantinos Frau und Töchter 125 Mal in den Protokollaufzeichnungen des Flughafens. N-tv berichtet, die neuen Vorwürfe werfen Infantino Machtmissbrauch vor. Die Anschuldigungen kommen, während er noch um die Unterstützung für seine vierte Amtszeit wirbt.

Wie es weitergeht

Tashima muss bis zur Frist am 18. November die übrigen Unterstützungen sichern und das Zulassungsgremium passieren. Ob die UEFA vor diesem Datum einen eigenen Kandidaten aufstellt, bleibt offen. Tashimas Lager hat seine Bewerbung als Wertefrage dargestellt, und er ergänzte, der Verband brauche diese Werte jetzt. Er sagte:

„Was die FIFA jetzt braucht, sind diese Werte, die wir geschützt haben.“

Kozo Tashima, Japanischer Fußballfunktionär und FIFA-Ratsmitglied

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