Kurz gefasst
Am Freitag, 23. Oktober, sprach sich AFC-Präsident Scheich Salman bin Ibrahim Al Khalifa auf einem außerordentlichen Kongress in Tokio für Gianni Infantino aus; der AFC hat 47 Mitgliedsverbände.
Nur gut zwei Monate vor dem Kongress in Tokio hatte sich der AFC der UEFA und dem nord- und mittelamerikanischen Verband angeschlossen und Infantinos Verhalten als grundlegenden Vertrauensbruch bezeichnet.
Mitte Oktober entschuldigte sich Infantino beim 37-köpfigen FIFA-Rat in Zürich für Fehler beim Zusammenstellen des verworfenen 4,2-Milliarden-Dollar-Plans zur Vermarktung der WM-Rechte.
Der FIFA-Kongress in Rabat, Marokko, wählt im März 2027 den Präsidenten; Gegenkandidaten müssen sich bis zum 18. November bewerben, bislang hat sich keiner gemeldet.

- 23.10.Der AFC-Präsident unterstützt Infantino auf einem außerordentlichen Kongress für eine vierte FIFA-Amtszeit
- 18.11.Frist für Gegenkandidaten, die gegen Infantino antreten wollen
- März 2027FIFA-Kongress in Rabat zur Wahl des Präsidenten
Unterstützung aus Asien in Tokio
Am Freitag, 23. Oktober, sagte Scheich Salman bin Ibrahim Al Khalifa, Präsident des Asiatischen Fußballverbands (AFC), auf einem außerordentlichen Kongress in Tokio, der Verband unterstütze Gianni Infantino für eine vierte Amtszeit als FIFA-Präsident. Er umarmte Infantino vor den Mitgliedern, als er die Unterstützung verkündete. Der AFC hat 47 Mitgliedsverbände, und Scheich Salman räumte ein, dass nicht alle seiner Linie folgen würden, sagte aber, er glaube, die meisten würden es tun. An Infantino direkt gewandt sagte er:
„Wir bekräftigen unser volles Bekenntnis, Sie und Ihre Führung zu unterstützen, während Sie ein neues Mandat als FIFA-Präsident anstreben.“
Der Wandel ist deutlich. Am Donnerstag, 22. Oktober, hatte er zum Abschluss einer zweitägigen Sitzung in Tokio keine Andeutung zur Haltung des AFC gemacht und gesagt, der Verband sei weder gegen noch für jemanden. Nur gut zwei Monate zuvor hatte sich der AFC dem europäischen sowie dem nord- und mittelamerikanischen Verband angeschlossen und Infantinos Verhalten als „grundlegenden Vertrauensbruch“ bezeichnet. Infantino spricht selten mit den Medien und trat bei den Sitzungen in Tokio nicht öffentlich auf, während das FIFA-Medienbüro seine Besuche in Bhutan und Bangladesch bewarb.
Druck wegen des WM-Plans
Infantino geriet im Sommer schwer unter Druck, nachdem ein Plan aufgegeben worden war, WM-Rechte über externe Investoren zu vermarkten. Mitte Oktober entschuldigte er sich bei dem 37-köpfigen FIFA-Rat in Zürich, dem er vorsitzt, für Fehler beim Zusammenstellen des verworfenen Plans, der 4,2 Milliarden Dollar wert war. Kritiker in Teilen der Fußballwelt haben zudem seinen Führungsstil angegriffen. Die Times veröffentlichte eine Richtigstellung, nachdem sie berichtet hatte, Infantino habe ein zweites Gehalt von der amerikanischen Einrichtung erhalten, die die FIFA zur Organisation der WM im vergangenen Sommer gegründet hatte; ein solches zweites Gehalt habe es nicht gegeben. Die FIFA antwortete auf X, einige Leute versuchten bewusst und beharrlich, die Autorität des Verbands und die seines Präsidenten zu untergraben. Die UEFA hat Infantino 42 Fragen gestellt und verlangt weitere Klärung.
Rückhalt aus anderen Verbänden
Scheich Salmans Unterstützung folgt auf frühere Zusagen. Anfang Oktober erklärten 22 arabische Verbände, 12 davon aus Asien, ihre Unterstützung für Infantino. Der afrikanische Verband CAF erklärt, Afrikas 54 Verbände stünden fest hinter ihm. Eine Zählung der Associated Press zeigt, dass 87 der 211 Verbände Unterstützung für Infantino signalisiert haben. Katar hat sich unterstützend geäußert, während Jordanien seine Ablehnung erklärt hat – Asien scheint gespalten.
Die Abstimmung im März 2027
Die Wahl findet beim FIFA-Kongress in Rabat, Marokko, im März 2027 statt, wenn Infantino, 56 Jahre alt und seit 2016 im Amt, eine vierte Amtszeit anstrebt. Die UEFA hat sich noch nicht auf einen Gegenkandidaten festgelegt. Zum Abschluss seiner Bemerkungen in Tokio blickte Scheich Salman voraus:
„Was jetzt zählt, ist, wie wir gemeinsam vorankommen.“
Der Ablauf der Ereignisse von Anfang Oktober bis zur Abstimmung im März ist unten dargestellt.
Gegenkandidaten müssen sich bis zum 18. November bewerben, bislang hat sich keiner beworben.