Diplomatie · Rom und Washington

Tajani: Beziehungen zwischen Italien und den USA halten nach Midterms – und Meloni ist nicht MAGA

Italiens Vizepremier und Außenminister Antonio Tajani erklärte am Mittwoch, dem 4. November, die Beziehungen Italiens zu den Vereinigten Staaten würden sich nicht ändern, nachdem die Republikaner bei den Midterm-Wahlen am 3. November die Kontrolle über den Kongress verloren haben, und Giorgia Meloni sei keine MAGA-Anhängerin.

KI-Text auf Grundlage von Berichten von Adnkronos, Digi24, Il Fatto Quotidiano und weiteren Medien. Veröffentlicht . So entsteht er

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Kurz gefasst

Foto: © European Union, 2026, CC BY 4.0 (Wikimedia Commons, Ausschnitt)

Tajani distanziert Italien und Meloni von MAGA

Antonio Tajani, Italiens Vizepremier und Außenminister, sagte dem „Il Messaggero“, er sei nie ein Trump-Anhänger gewesen, und Giorgia Meloni sei es auch nicht. Er bezeichnete die italienische Regierung als konservativ und sagte, er selbst sei ein Berlusconianer. Tajani argumentierte, wer Beziehungen zu den Republikanern unterhalte, sei deshalb noch kein Trumpianer, und Meloni habe Trump oft Nein gesagt.

„Wir waren nie Trumpianer. Meloni ist auch keine MAGA-Anhängerin, Gott bewahre.“

Antonio Tajani, Italienischer Vizepremier und Außenminister

Tajani fügte hinzu, nach Trumps Reaktion zu urteilen habe Trump Melonis Absagen nicht gut aufgenommen. Il Fatto Quotidiano berichtete, er habe diese Äußerungen vor der Forza-Italia-Zentrale in San Lorenzo in Lucina in Rom gemacht.

Italiens Linie nach der Midterm-Wahl

Die Midterm-Wahlen fanden am Dienstag, dem 3. November 2026, statt. Laut ANSA verlor Trumps Republikanische Partei die Kontrolle über den Kongress an die Demokraten. Tajani sagte, das Ergebnis ändere die Position der italienischen Regierung nicht, die er als Mitte-rechts-Koalition beschrieb. Er fügte hinzu, er habe mit Marco Rubio und Joe Biden mit demselben Engagement zusammengearbeitet.

„Wir respektieren stets den Willen des amerikanischen Volkes, ganz gleich, was passiert.“

Antonio Tajani, Italienischer Vizepremier und Außenminister

Tajani sagte, Italien sei ein strategischer Partner der Vereinigten Staaten und bleibe loyal, wer auch immer in Washington regiere und wie auch immer die Mehrheitsverhältnisse im Kongress aussähen. Il Fatto Quotidiano zitierte ihn mit den Worten, die US-Wahl habe nie die Verhältnisse in Italien bestimmt. Er sagte zudem, die Bezugsgröße der Europäischen Volkspartei in Amerika sei die Republikanische Partei. Tajani erinnerte daran, dass er eine Reise in die Vereinigten Staaten wegen Trumps Äußerungen über die Ministerpräsidentin abgesagt habe.

Reaktionen und das Foto mit der roten Kappe

Il Fatto Quotidiano berichtete, Nutzer sozialer Medien hätten bereits begonnen, sich über den Minister lustig zu machen. Die Fünf-Sterne-Bewegung scherzte, die Regierung könne nun behaupten, sie habe Trump nie für den Friedensnobelpreis vorgeschlagen. Die Zeitung verwies zudem auf ein Foto von Tajani mit einer roten MAGA-Kappe, aufgenommen in Washington am 19. Februar 2026 beim Eröffnungstreffen von Trumps „Board of Peace“ für Gaza. Angelo Bonelli, Abgeordneter der Avs und Co-Sprecher von Europa Verde, sagte, die Italiener hätten ein gutes Gedächtnis, und es gebe Fotos.

Il Fatto Quotidiano berichtete außerdem, Meloni habe sich Zeit gelassen und den Fragen der Reporter zur Wahl ausgewichen.

Hintergrund aus den Quellen

Digi24 berichtete unter Berufung auf ANSA, Meloni habe im August gegenüber der New York Times gesagt, sie habe geglaubt, die Zusammenarbeit mit Trump werde einfacher sein, angesichts gemeinsamer Ansichten zu Einwanderung und sogenannter Woke-Kultur. Digi24 zufolge verlief die Beziehung anders, auch nach einem Wortwechsel im Juni, bei dem Trump sie wegen fehlender Unterstützung im Krieg gegen den Iran kritisiert habe. Meloni war demselben Bericht zufolge die einzige Regierungschefin eines EU-Mitgliedstaats, die im vergangenen Jahr an Trumps Amtseinführung teilnahm. Nach dem NATO-Gipfel im Juli sagte sie, sie bereue nichts in Bezug auf Trump, und sie wolle die Einheit des Westens bewahrt sehen. ANSA vermerkte, Meloni und Trump hätten bis zu ihrem Zerwürfnis über den Iran-Krieg sehr freundschaftliche Beziehungen unterhalten.

„Verbündete zu sein heißt, Freunde zu sein, die sich in die Augen schauen, mit geradem Rücken und erhobenem Kopf.“

Antonio Tajani, Italienischer Vizepremier und Außenminister

Tajanis Äußerungen beendeten die Debatte des Tages in Italien, ohne dass sich die Regierungspolitik änderte; die Position der Regierung bleibt, dass das Bündnis mit Washington unabhängig vom Ausgang der US-Wahl Bestand hat.

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Quellen und Kontext

Rom, Washington · Italien, Vereinigte Staaten

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