Sicherheit · Manama, Riad und Mekka
Syrien prüft Beitritt zum Verteidigungspakt von Mekka, während Huthi-Angriffe auf Saudi-Arabien andauern
Außenminister Asaad al-Schaibani erklärte am Samstag, 31. Oktober 2026, Damaskus prüfe einen Beitritt zu dem Pakt, den Saudi-Arabien, die Türkei und Pakistan im August unterzeichnet haben. Der Schritt könnte ein weiteres Land in den Konflikt des Königreichs mit den vom Iran unterstützten Huthis hineinziehen.
KI-Text auf Grundlage von Berichten von The New York Times, Spiegel Online, Al Jazeera Online und weiteren Medien. Veröffentlicht . So entsteht er
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Kurz gefasst
Asaad al-Schaibani erklärte am 31. Oktober 2026, es liefen Gespräche, um Syriens Beitritt zu dem im August von Saudi-Arabien, der Türkei und Pakistan unterzeichneten Pakt zu prüfen.
Ein Angriff auf einen der drei Mitgliedstaaten gilt als Angriff auf alle; die Mitglieder vereinbarten im Oktober 2026, eine schnelle Verlegung von Kräften nach Saudi-Arabien vorzubereiten.
Ein Angriff auf den internationalen Flughafen Riads am 10. Oktober tötete 13 Menschen und verletzte mehr als 300 weitere, während die Huthi-Angriffe auf das Königreich andauern.
Die syrischen Behörden wiesen im Oktober Berichte zurück, Saudi-Arabien habe um syrische Truppen gebeten, und erklärten, Damaskus konzentriere sich auf den Wiederaufbau nach fast 14 Jahren Bürgerkrieg.
- August 2026Saudi-Arabien, die Türkei und Pakistan unterzeichnen das Gemeinsame Verteidigungsabkommen von Mekka
- 10.10.Angriff auf den internationalen Flughafen Riads tötet 13 Menschen und verletzt mehr als 300
- Anfang Oktober 2026Emmanuel Macron kündigt die Entsendung französischer Kräfte zum Schutz eines wichtigen Ölterminals an
- 31.10.Syriens Außenminister erklärt, es liefen Gespräche über einen Beitritt Syriens zu dem Pakt
Damaskus prüft Beitritt zu dem Pakt
Syrien erwägt einen Beitritt zum Gemeinsamen Verteidigungsabkommen von Mekka, wie sein Außenminister am Samstag, 31. Oktober 2026, auf der Sicherheitskonferenz Manama Dialogue in Bahrain erklärte. Asaad al-Schaibani sagte vor der Konferenz, es liefen Gespräche, um eine Mitgliedschaft Syriens in der von ihm so bezeichneten Mekka-Allianz zu prüfen. Der Pakt wurde im August von Saudi-Arabien, der Türkei und Pakistan unterzeichnet und sieht einen bewaffneten Angriff auf einen der drei Staaten als Angriff auf alle an. Ein Beitritt Syriens würde eine weitere Regierung in ein Arrangement einbinden, das bereits neben einem sich ausweitenden Krieg im Jemen steht. Aus seinen Ausführungen ging nicht hervor, ob sich eine syrische Unterstützung auch auf die Entsendung von Truppen in den Jemen erstrecken würde.
„Derzeit laufen Gespräche, um Syriens Beitritt zur Mekka-Allianz zu prüfen.“
Wozu sich die Mitglieder in dem Pakt verpflichten
Das Abkommen folgt dem Prinzip der kollektiven Verteidigung der NATO. Die drei Mitglieder vereinbarten im Oktober 2026, die schnelle Verlegung von Streitkräften nach Saudi-Arabien vorzubereiten, während sich die Huthi-Angriffe auf das Königreich verstärkten. Türkische Vertreter erklärten, eine künftige militärische Unterstützung für Riad werde keine Entsendung türkischer Truppen umfassen, um im Jemen zu kämpfen oder die Huthis anzugreifen. Weder Pakistan noch die Türkei haben bislang Angriffe auf die Huthis angekündigt. Das Ratifizierungsverfahren der Türkei für den Pakt läuft noch.
Die Huthi-Kampagne gegen Saudi-Arabien
Die vom Iran unterstützten Huthis haben seit Wochen nahezu täglich Ziele in Saudi-Arabien getroffen. Ein Angriff auf den internationalen Flughafen Riads am 10. Oktober tötete 13 Menschen und verletzte mehr als 300 weitere. Teheran bestreitet jede Rolle bei den Huthi-Angriffen, während Riad den Iran beschuldigt, die Eskalation anzuheizen. Verbündete zögern, und Ölmanager meiden das Königreich – die Huthi-Bedrohung ist damit die bislang größte Bewährungsprobe für Mohammed bin Salman. Anfang Oktober stattete der französische Präsident Emmanuel Macron Riad einen unerwarteten Besuch ab und kündigte an, Frankreich habe Kräfte entsandt, um eines seiner wichtigsten Ölterminals vor Huthi-Angriffen zu schützen. Die britische Regierung erklärte im Oktober, sie werde britische Kampfjets in die Region entsenden, um Saudi-Arabien bei der Abwehr der Angriffe zu unterstützen.
Die Position Damaskus' und seine Vorbehalte
Seit Ahmed al-Scharaa nach dem Sturz von Baschar al-Assad im Dezember 2024 an die Macht kam, versucht seine Regierung, sich aus regionalen Konflikten herauszuhalten und das Land nach fast 14 Jahren Bürgerkrieg wieder aufzubauen. Die syrischen Behörden wiesen im Oktober Berichte zurück, Saudi-Arabien habe die Entsendung syrischer Truppen gefordert, und erklärten, Damaskus konzentriere sich auf den Wiederaufbau. Schaibani sagte, Syrien betrachte die Verteidigung der Golfstaaten als wesentlich für die eigene Sicherheit. Er fügte hinzu, die Golfstaaten sähen sich Herausforderungen durch Milizen gegenüber, die Grenzen überschreiten.
„Syrien wird an der Seite aller Golfstaaten stehen.“
Israel und die syrische Souveränität
Unabhängig davon sagte Schaibani vor der Konferenz, Israel habe in weniger als zwei Jahren mehr als 1.000 Angriffe auf Syrien ausgeführt und dabei Dutzende Menschen getötet. Er nutzte diese Angriffe, um Forderungen nach Grenzkontrollen und nach einer ausschließlich staatlichen Kontrolle über Waffen infrage zu stellen. Syrien unterstütze die Bemühungen der international anerkannten, von Saudi-Arabien gestützten Regierung des Jemen, die Souveränität über das gesamte Staatsgebiet wiederherzustellen. Er forderte zudem alle Parteien auf, die Einheit und Souveränität der Staaten zu respektieren.
„Wie lassen sich Forderungen nach Grenzkontrollen und nach einer ausschließlich staatlichen Kontrolle über Waffen rechtfertigen, während die syrische Souveränität täglich verletzt und angegriffen wird?“
Fragen zu diesem Text
Quellen und Kontext
- The New York TimesSyrien erwägt Beitritt zu saudischem gegenseitigem Verteidigungspakt während der Jemen-Krieg tobtSyria Weighs Joining Saudi Mutual Defense Pact as Yemen War Rages · Original auf Englisch
- Spiegel OnlineSyrien erwägt Beitritt zu Mekka-Verteidigungsabkommen
- Al Jazeera OnlineSyrien erwägt Beitritt zu Mekka-Verteidigungsabkommen, sagt AußenministerSyria considering entry into Mecca defence pact, says foreign minister · Original auf Englisch
- der StandardGegen den Iran: Syrien erwägt Beitritt zu Mekka-Verteidigungsabkommen
- Asaad al-Shaibani
- Syrischer Außenminister, der erklärte, Syrien prüfe einen Beitritt zum Verteidigungspakt von Mekka
- Ahmed al-Sharaa
- Syrischer Präsident, dessen Regierung nach dem Sturz von Baschar al-Assad an die Macht kam
- Mohammed bin Salman
- Saudi-arabischer Machthaber, der sich der Huthi-Bedrohung für das Königreich gegenübersieht
- Emmanuel Macron
- Französischer Präsident, der Riad besuchte und französische Kräfte zum Schutz eines Ölterminals ankündigte
- Organisationen
- NATO
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