
Studentin von zwei Erwachsenen und zehn Minderjährigen in Bari-Park verprügelt, nachdem sie eine öffentliche Toilette benutzen wollte
Eine 26-jährige Philosophiestudentin, Giuditta, wurde von einer Gruppe von zwei Erwachsenen und etwa zehn Kindern im Alter von 8 bis 14 Jahren im Parco Rossani in Bari getreten. Die Stadt erklärt, sie werde sich dem Verfahren als Nebenklägerin anschließen.
Der Angriff
Am Donnerstagnachmittag, dem 23. Juli, wurde eine 26-jährige Philosophiestudentin namens Giuditta in der Nähe der öffentlichen Toiletten im Parco Rossani, einem großen Park in Bari, angegriffen. Später veröffentlichte sie ein Video in den sozialen Medien, ihr Gesicht geschwollen und unter Tränen, in dem sie das Ereignis schilderte. Ihrem Bericht zufolge näherte sie sich den Einrichtungen, als sie von zwei Erwachsenen umzingelt und zu Boden geworfen wurde.
Ich war im Parco Rossani, ich wollte die öffentliche Toilette benutzen und wurde von zwei Erwachsenen umzingelt und zu Boden geworfen. Ich wurde von zehn Kindern zwischen 8 und 14 Jahren zusammen mit den beiden Erwachsenen, Eltern eines von ihnen, mit Tritten ins Gesicht geschlagen.
Etwa zehn Minderjährige, einige erst acht Jahre alt, beteiligten sich an der Prügelattacke. Keine Umstehenden griffen ein, und Giuditta, die bäuchlings dalag und stark blutete, musste selbst den Notruf 118 wählen, während eine Menschenmenge zusah.
Verletzungen und Folgen
Sie wurde mit einem Krankenwagen ins Policlinico di Bari gebracht, wo die Ärzte eine dislozierte Fraktur der Nasenscheidewand und eine Fraktur der Augenhöhlenwand diagnostizierten. Das Krankenhaus entließ sie noch am selben Tag. Der erste ärztliche Bericht ergab eine Prognose von 40 Tagen; einige Medien sprachen von einer 30-tägigen Prognose. Giuditta sagte, ihre Nase sei vollständig gebrochen und könne nicht operiert werden. Der Schaden sei sowohl physisch als auch moralisch, betonte sie.
Ermittlungen und Tatverdächtige
Die örtliche Polizei (polizia locale) hat die mutmaßlichen Angreifer bereits identifiziert. Einer der Erwachsenen soll Angestellter des Reinigungs- und Hausdienstes für die öffentliche Toilette sein, der von einem externen Unternehmen im Auftrag der Gemeinde betrieben wird. Bei dem anderen Erwachsenen und den Minderjährigen handelt es sich vermutlich um eine Familiengruppe. Die Ermittlungen dauern an.
Politische Reaktion
Bürgermeister Vito Leccese zeigte sich tief empört und bezeichnete den Angriff als „indegno“-Episode, die nicht zu rechtfertigen sei. Er sagte:
Es ist eine unwürdige Episode, die keine Rechtfertigung finden kann. Ich habe meine Ämter sofort angewiesen, genau zu rekonstruieren, was passiert ist, und jede Verantwortung zu prüfen. Sollte sich die Rekonstruktion bestätigen, werden wir sofortige Maßnahmen gegen die Verantwortlichen für ein schwerwiegendes und inakzeptables Verhalten fordern, das nicht nur auf disziplinarischer Ebene, sondern auch, wenn die Voraussetzungen vorliegen, auf strafrechtlicher Ebene zu ahnden ist.
Am Nachmittag traf er Giuditta und bot ihr persönliche Solidarität und die Unterstützung der Stadt an. Er kündigte an, dass die Stadtverwaltung die Ermittlungen verfolgen und sich dem Verfahren als Nebenklägerin anschließen werde.
- Giuditta wird von zwei Erwachsenen und zehn Minderjährigen in der Nähe der öffentlichen Toiletten im Parco Rossani angegriffen.
- Sie ruft selbst den Notruf 118; der Krankenwagen bringt sie ins Policlinico di Bari; Stunden später wird sie mit Gesichtsfrakturen entlassen.
- Die örtliche Polizei identifiziert Verdächtige, darunter einen Toilettenwärter. Bürgermeister Vito Leccese trifft das Opfer und verspricht, dass die Stadt der Zivilklage beitritt.
Sicherheit und Reaktion der Stadt
Leccese gab bekannt, dass die Kontrollen im Bereich des Parco Rossani aufgrund früherer Beschwerden von Bürgern und Presse in den letzten Wochen bereits verstärkt worden seien. Der Angriff zeige jedoch, dass weitere Schritte nötig seien. Er plane, die Überwachung zu verstärken und mit den Betreibern öffentlicher Räume an Präventions- und Sensibilisierungskampagnen zu arbeiten. Er habe auch ein Treffen mit der örtlichen Polizei abgehalten, um Präsenz an öffentlichen Treffpunkten zu aktivieren. „Zu glauben, dass alles mit der Anwesenheit von Strafverfolgungsbehörden gelöst werden kann“, so Leccese, „ist nicht der Weg, der in eine Zukunft führt, in der die Gemeinschaft ihre Plätze in Ruhe nutzen kann.“ Die Universität Bari, an der Giuditta studiert, drückte ihre Solidarität aus und verurteilte die Kultur der Gewalt.


