
OpenAI behauptet Lösung des 90 Jahre alten Navier-Stokes-Mathematikproblems mit 10.000 KI-Agenten
OpenAI gab bekannt, dass ein unveröffentlichtes internes Modell das Problem der Existenz und Glattheit der Navier-Stokes-Gleichungen in 88 Stunden gelöst habe, was Bedenken hinsichtlich des geistigen Eigentums von unabhängigen Forschern aufkommen ließ.
Unveröffentlichtes Modell und 88-stündiger Rechenlauf
Am 8. September 2026 gab OpenAI bekannt, dass ein internes künstliches Intelligenzsystem das Problem der Existenz und Glattheit der Navier-Stokes-Gleichungen in 88 Stunden gelöst hatte. Das Unternehmen begann am 28. August mit dem Training des zugrunde liegenden Modells und beschrieb es als deutlich leistungsfähiger als sein kürzlich veröffentlichtes GPT-6 Astra. Nachdem OpenAI am 1. September Berichte erhalten hatte, dass Forscher Fortschritte bei den Millennium-Problemen machten, setzte das Unternehmen rund 10.000 autonome Agenten ein, um die Gleichungen zu bearbeiten. Während des Laufs tauschten die Bots fast 3 Millionen Nachrichten aus und verbrauchten 130 Milliarden Ausgabetoken, eine Anstrengung, die nach Standardpreisen des Unternehmens auf rund 10 Millionen Dollar geschätzt wird. Mark Chen, Forschungsleiter bei OpenAI, erklärte auf einer Pressekonferenz, dass die Rechenkosten Millionen von Dollar erreichten.
Es ist ein bedeutender Schritt in der KI-Forschung. Es ist das Versprechen, dass es möglich werden wird, andere der komplexesten Fragen zu beantworten.
- OpenAI beginnt mit dem Training eines unveröffentlichten internen Modells mit fortgeschrittenen mathematischen Fähigkeiten.
- OpenAI setzt 10.000 KI-Agenten ein, um sich nach Hörensagen über Fortschritte den Millennium-Problemen zu widmen.
- OpenAI schließt seinen 88-stündigen Rechenlauf ab, der einen Navier-Stokes-Beweis liefert.
- Die Mathematiker Tristan Buckmaster und Levent Alpöge veröffentlichen vorläufige Ergebnisse zu einem verwandten Problem.
- OpenAI gibt seine Lösung öffentlich bekannt, während Buckmaster Bedenken hinsichtlich des Datenzugriffs äußert.
Das Problem der Existenz und Glattheit der Navier-Stokes-Gleichungen
Die 1822 vom französischen Ingenieur Henri Navier und 1845 vom Physiker George Gabriel Stokes formulierten Gleichungen beschreiben die Strömung von Flüssigkeiten und Gasen. Sie dienen als grundlegende Werkzeuge für die Wettervorhersage, Klimamodellierung und die Konstruktion von Flugzeugflügeln. Im Jahr 2000 bezeichnete das Clay Mathematics Institute die Frage nach der Existenz und Glattheit der Navier-Stokes-Gleichungen als eines von sieben Millennium-Problemen und setzte ein Preisgeld von 1 Million Dollar für eine Lösung aus. Das Kernproblem fragt, ob eine glatte anfängliche Flüssigkeitsbewegung in drei Dimensionen zusammenbrechen und in endlicher Zeit eine Singularität entwickeln kann. OpenAIs Beweis behauptet, dass die Gleichungen solche Singularitäten entwickeln können, was theoretische Bedingungen vorschlägt, unter denen Flüssigkeitsgeschwindigkeiten unendlich werden könnten.
Gibt es eine anfängliche Flüssigkeitskonfiguration, bei der Wasser herumspritzt und irgendwann die ganze Energie implodiert und alle Wasserteilchen auf unendliche Geschwindigkeit schickt? Könnte man eine Flüssigkeit in Bewegung setzen, zusehen, wie sie fließt, und dann explodiert sie?
Vorwürfe des Datenzugriffs und des Rechenwettlaufs
Die Ankündigung fiel mit einem Streit zusammen, an dem der Mathematikprofessor der New York University, Tristan Buckmaster, und der Anthropic-Forscher Levent Alpöge beteiligt waren. Das Paar hatte am 7. September Ergebnisse zu einem verwandten Problem veröffentlicht, nachdem es mit OpenAIs Codex und Anthropics Claude gearbeitet hatte. Buckmaster erklärte, nachdem er erfahren habe, dass OpenAI von ihren Fortschritten gehört hatte, habe er entdeckt, dass das Unternehmen einen Beweis auf demselben mathematischen Weg verfolgte. Er stellte die Frage, ob OpenAI auf in Codex-Sitzungen gespeicherte Entwürfe zugegriffen habe, um seine Forschung zu informieren. OpenAI erklärte, dass auf keine spezifischen Benutzerdaten zugegriffen wurde, obwohl das Unternehmen nicht ausschließen konnte, dass deidentifizierte Produktnutzungsdaten zum Modelltraining beigetragen haben.
Wir haben keine ihrer Arbeiten gesehen, bis sie sie letzte Nacht öffentlich gemacht haben. Im Nachhinein kann man sehen, dass sich unsere Beweise erheblich unterscheiden und sogar die genauen bewiesenen Ergebnisse unterschiedlich sind.
Verifizierung und akademische Reaktion
OpenAIs Leiter der mathematischen Forschung, Sebastien Bubeck, bezeichnete die Anschuldigungen als falsch und aufrührerisch und erklärte, das Unternehmen habe akademische Standards eingehalten. Vor OpenAIs Behauptung hatten Mathematiker seit ihrer Benennung im Jahr 2000 nur eines der sieben Millennium-Probleme gelöst. Das Clay Mathematics Institute hat OpenAIs vorgeschlagene Lösung noch nicht verifiziert oder akzeptiert. Unabhängige Mathematiker und Gutachter müssen den generierten Beweis prüfen, bevor eine formelle Annahme oder Preisvergabe erfolgt. OpenAI erklärte, dass es der wissenschaftlichen Gemeinschaft im Zuge der Verifizierung weitere technische Details vorlegen werde.


