KI-generiert·Mehr erfahren
© Franceinfo
Konflikte·vor 2 Std.

US-Iran-Abkommen: Trump verkündet schnelle Öffnung von Hormus, während Teheran auf 30-Tage-Frist und Gebühren beharrt

Ein Rahmenabkommen zwischen den USA und dem Iran verspricht das Ende der Kampfhandlungen und die Wiedereröffnung der Straße von Hormus. Doch sofortige Differenzen über maritime Gebühren und den Zeitplan – sofortige Öffnung versus 30-Tage-Frist – offenbaren die Zerbrechlichkeit des Deals.

Die Ankündigung

Am 15. Juni feierte US-Präsident Donald Trump ein Rahmenabkommen mit dem Iran, das ein Ende der militärischen Operationen, ein Nuklearabkommen und die Wiedereröffnung der Straße von Hormus umfasst. Er behauptete, Schiffe würden bereits auslaufen und die Straße sei bis Freitag, den 19. Juni, vollständig geöffnet, wenn in Genf eine Unterzeichnungszeremonie stattfinden soll. Der iranische Parlamentspräsident Mohammad Bagher Ghalibaf wurde neben Trump und Vizepräsident JD Vance als Unterzeichner genannt.

Wichtige Ereignisse im US-Iran-Abkommen zu Hormus
  1. Rahmenabkommen zwischen den USA und dem Iran angekündigt
  2. Erster LNG-Tanker passiert die Straße von Hormus nahe der iranischen Küste
  3. Trump erklärt teilweise Wiedereröffnung; Macron verspricht Marine-Eskorten; G7-Gipfel beginnt
  4. Französische Aufklärungsflugzeuge einsatzbereit (laut Macron)
  5. Französische Fregatten verlegbar
  6. Charles-de-Gaulle-Trägergruppe verlegbar
  7. Unterzeichnungszeremonie in Genf; Trump sagt, die Straße sei vollständig geöffnet

Umstrittene Gebühren

Der Kern des Konflikts liegt in Irans Beharren auf der Erhebung von maritimen Servicegebühren. Der Sprecher des iranischen Außenministeriums, Esmaïl Baghaï, sagte, der Iran werde zwar keine Transitgebühren erheben, aber Kosten für Navigationsdienste, Umweltschutz und Versicherungen in Rechnung stellen. Die Nachrichtenagentur Fars berichtete, dass die Klausel in den letzten Momenten der Verhandlungen hinzugefügt wurde und sich explizit auf die iranisch-omanische Souveränität berufe. Trump erklärte öffentlich, die Öffnung werde „ohne Durchfahrtsrechte“ erfolgen.

Wir haben immer betont, dass wir keine Transitgebühren erheben wollen, aber dass Gebühren für Navigationsdienste, Umweltschutz, Schiffsversicherungen und andere notwendige Dienstleistungen in Rechnung gestellt werden.

Macrons Intervention

Der französische Präsident Emmanuel Macron, der den G7-Gipfel in Évian ausrichtet, schwor, jegliche Maut zu verhindern, und bot Marine-Eskorten an. Er sagte, französische Aufklärungsflugzeuge könnten am nächsten Tag unterstützen, Fregatten innerhalb von 48 Stunden und der Flugzeugträger Charles de Gaulle innerhalb von zwei bis drei Tagen. Macron argumentierte, dass eine Maut gegen internationales Recht verstoßen und die Weltmarktpreise in die Höhe treiben würde.

Wir verteidigen das Völkerrecht und werden alles daransetzen, sicherzustellen, dass es in dieser Straße, durch die ein Fünftel der weltweiten Kohlenwasserstoffproduktion fließt, keine Maut gibt.

Wie geht es weiter?

Vizepräsident Vance sagte gegenüber CNBC, die USA erwarteten keine langfristige Maut und die Angelegenheit werde in technischen Verhandlungen behandelt, die innerhalb von 60 Tagen nach dem endgültigen Abkommen beginnen sollen. Der iranische Vizeaußenminister Kazem Gharibabadi erläuterte, dass das Abkommen die Feindseligkeiten an allen Fronten, einschließlich des Libanon, sofort beenden werde und dass Sanktionen sowie andere Themen in Folgetreffen adressiert würden. Die iranische Agentur Fars meldete, der Entwurf gewähre Schiffen lediglich eine 60-tägige zollfreie Durchfahrt, wonach Gebühren anfallen könnten.

Schifffahrt nimmt langsam wieder Fahrt auf

Trotz 500 feststeckender Schiffe bestätigte der Kpler-Analyst Homayoun Falakshahi, dass ein katarischer LNG-Tanker in der Nacht zum 15. Juni die iranische Seite der Straße passierte. Er beschrieb die Durchfahrt als „sehr, sehr zaghaft“, angesichts der widersprüchlichen Ankündigungen. Eine vollständige Wiederaufnahme des Verkehrs hängt davon ab, dass sich die Reeder sicher fühlen – ein Prozess, den Macrons Eskort-Versprechen beschleunigen soll.

Es ist sehr, sehr zaghaft, und ich denke, das hängt damit zusammen, dass die Ankündigungen weiterhin widersprüchlich sind.

Straße von Hormus · Genf · Évian-les-Bains

6 Quellen

Pollar Weekly abonnieren

Die Woche in Nachrichten, jeden Freitag. Kostenlos.

Kostenlos. Kein Tracking, keine Werbung. Jederzeit abbestellbar.

Mehr aus Politik & Wirtschaft