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Lula gewinnt Brasiliens Stichwahl nach WhatsApp-Kampagne unter Führung von André Janones
Lula gewann die Stichwahl mit knapp 52 Prozent der Stimmen und 3,5 Punkten Vorsprung vor Flávio Bolsonaro, nachdem ein WhatsApp-Kanal auf fast 11 Millionen Mitglieder angewachsen war und einen späten Mobilisierungsschub unter den Wählern auslöste.
KI-Text auf Grundlage von Berichten von The New York Times, 20minutes, BFMTV und weiteren Medien. Veröffentlicht . So entsteht er
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Kurz gefasst
Lula gewann die Stichwahl am 26. Oktober mit knapp 52 Prozent der Stimmen und 3,5 Punkten Vorsprung vor Flávio Bolsonaro, nachdem er in Umfragen vor der letzten Fernsehdebatte im Schnitt zwei Punkte zurückgelegen hatte.
Lulas Armee stieg zwischen den beiden Wahlgängen von rund 60.000 Abonnenten auf fast 11 Millionen, berichtet 20minutes; BBC Indonesian nannte 10,8 Millionen Follower.
André Janones, 42, Bundesabgeordneter aus Minas Gerais, sagte, er habe in den letzten drei Wochen im Schnitt etwa vier Stunden pro Nacht geschlafen, und veranstaltete in der Nacht vor der Abstimmung einen 24-stündigen Livestream.
Die New York Times berichtet, Bolsonaro habe Brasilien in Richtung Vereinigte Staaten verlassen, nachdem die Behörden ihm die Abgabe seiner Pässe angeordnet hatten, weil gegen ihn wegen Geldwäsche ermittelt wurde.
- 5.10.Der WhatsApp-Kanal Lulas Armee wird nach Angaben von La Razón eingerichtet
- Drei Wochen vor der StichwahlLula beginnt, Selfie-Videos zu veröffentlichen, um jüngere Wähler zu erreichen
- Am Vorabend der StichwahlJanones veranstaltet einen 24-stündigen Livestream, während die Umfragen Bolsonaro noch Siegchancen einräumen
- 26.10.Lula gewinnt die Stichwahl mit knapp 52 Prozent der Stimmen
Ein spätes Umschwingen an den Urnen
Luiz Inácio Lula da Silva gewann die Präsidentschaftsstichwahl in Brasilien mit knapp 52 Prozent der Stimmen und lag damit 3,5 Punkte vor dem rechtsgerichteten Kandidaten Flávio Bolsonaro. Umfragen vor der letzten Fernsehdebatte hatten ihn im Schnitt zwei Punkte zurückliegen sehen, das Ergebnis kehrte also den in den Umfragen gemessenen Rückstand um. Die Stichwahl fand am 26. Oktober statt. Nach Angaben der New York Times bedankte sich Lula bei seinem Sieg öffentlich bei André Janones, dem Abgeordneten, der seinen digitalen Wahlkampf leitete.
Der WhatsApp-Kanal hinter dem Schub
Ein WhatsApp-Kanal namens Lulas Armee wuchs zwischen den beiden Wahlgängen von rund 60.000 Abonnenten auf fast 11 Millionen, berichtet 20minutes. BBC Indonesian nannte 10,8 Millionen Follower, La Razón meldete, der Kanal habe nach seiner Einrichtung am 5. Oktober die Marke von 10 Millionen überschritten. Die Mitglieder erhielten kurze Aufträge, etwa ein Video zu teilen, das für Lula warb, oder Inhalte weiterzuverbreiten, die für Flávio Bolsonaro ungünstig waren. Janones rief Anhänger zudem dazu auf, Wahlkampfvideos viral gehen zu lassen und Hashtags zu pushen; der Kanal stellte fertige Vorlagen bereit, damit Follower Nachrichten an Freunde und Familie weiterleiten konnten. Lula selbst begann etwa drei Wochen vor der Stichwahl, Selfie-Videos zu drehen, um jüngere Wähler zu erreichen – obwohl er im Jahr zuvor noch gesagt hatte, er besitze kein Smartphone. In der Nacht vor der Abstimmung veranstaltete Janones einen 24-stündigen Livestream, den die BBC einen „Wende-Livestream“ nennt – zu einem Zeitpunkt, an dem die Umfragen Bolsonaro noch Siegchancen einräumten.
Janones über seine Rolle
André Janones, 42, Bundesabgeordneter aus Minas Gerais, leitete nach Darstellung der New York Times einen improvisierten, ununterbrochenen digitalen Wahlkampf, um Lula-Anhänger an die Urnen zu bringen. In einem zweistündigen Interview mit der Zeitung sagte er, er habe in den letzten drei Wochen im Schnitt etwa vier Stunden pro Nacht geschlafen. Seine Rolle beschrieb er in deutlichen Worten.
„Was auch immer von nun an in meinem Leben geschieht – meine Existenz hat sich gelohnt.“
La Razón berichtet, Janones habe mit Universitätsstipendien Jura studiert, sei zwischen 2003 und 2012 Mitglied der Arbeiterpartei gewesen und 2018 bekannt geworden, nachdem ein Video zur Unterstützung von Demonstranten bei einem Lastwagenfahrerstreik viral gegangen sei. Kritiker warfen ihm vor, Desinformation zu verbreiten und koordinierte Belästigungskampagnen zu führen. Demselben Bericht zufolge gab es über Mittelsmänner Kontakt wegen möglicher Hilfe für die Kampagne von Pedro Sánchez vor der Parlamentswahl am 29. November in Spanien; ob Janones zugesagt hat, ist nicht bekannt.
Bolsonaro und der weitere Wettbewerb
Die New York Times berichtet zudem, Bolsonaro habe Brasilien in Richtung Vereinigte Staaten verlassen, nachdem die Behörden ihm die Abgabe seiner Pässe angeordnet hatten, weil gegen ihn wegen Geldwäsche ermittelt wurde. In Frankreich startete La France insoumise unter Jean-Luc Mélenchon einen eigenen WhatsApp-Kanal namens „L'équipe de Mélenchon“, der laut 20minutes kurz nach dem Start fast 100.000 Abonnenten hatte. Der Koordinator der Partei, Manuel Bompard, stellte das Modell als übertragbar dar.
„Was die Brasilianer geschafft haben, können wir in Frankreich selbst auch.“
Die französische Partei blickt auf eine Präsidentschaftswahl in etwa sechs Monaten, bei der Marine Le Pen laut 20minutes als wahrscheinliche Siegerin gilt.
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Quellen und Kontext
- The New York TimesWie André Janones Lulas Comeback bei der Wahl in Brasilien beschleunigteHow André Janones Helped Turbocharge Lula's Comeback in Brazil's Election · Original auf Englisch
- 20minutesLFI übernimmt die Strategie der „Armee von Lula“, um die extreme Rechte unsichtbar zu machenLFI reprend la stratégie de " l'Armée de Lula " pour invisibiliser l'extrême droite · Original auf Französisch
- BFMTV„Selfie-König“, „Armee“ von Unterstützern auf WhatsApp und Influencer-Berater... Wie Lula auf soziale Medien setzte, um die Präsidentschaftswahl in Brasilien zu gewinnen und der Welt eine Lektion zu erteilen"Roi des selfies", "armée" de supporters sur WhatsApp et influenceurs conseillers... Comment Lula s'est appuyé sur les réseaux sociaux pour remporter la présidentielle au Brésil et donner une leçon au monde · Original auf Französisch
- La RazónAndré Janones, Lulas Stratege, erhält eine Einladung, Pedro Sánchez bei den Parlamentswahlen zu unterstützenAndré Janones, el estratega de Lula, recibe una invitación para ayudar a Pedro Sánchez en las elecciones generales · Original auf Spanisch
- Luiz Inácio Lula da Silva
- Brasilianischer Präsident, der die Präsidentschaftsstichwahl 2026 gewann
- Flávio Bolsonaro
- Rechtsgerichteter Kandidat, der in der Stichwahl Zweiter wurde
- André Janones
- Bundesabgeordneter aus Minas Gerais, der Lulas WhatsApp-Wahlkampfkanal leitete
- Jean-Luc Mélenchon
- Führer von La France insoumise, deren Partei eine Kopie des WhatsApp-Modells startete
- Manuel Bompard
- Koordinator von La France insoumise, der das brasilianische Modell bewarb
- Pedro Sánchez
- Spanischer Ministerpräsident, dessen Kampagne vor der Wahl am 29. November möglicherweise Hilfe von Janones erhält
- Marine Le Pen
- Führende Figur des Rassemblement national, die als wahrscheinliche Siegerin der französischen Präsidentschaftswahl gilt
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