Wahlen · Bogotá
Kolumbien wählt in der Stichwahl: Linkskandidat Cepeda gegen rechtsextremen de la Espriella
Der linke Kandidat Iván Cepeda will Gustavo Petros Präsidentschaft fortsetzen, während der Rechtsextreme Abelardo de la Espriella einen von Donald Trump unterstützten Hardliner-Kurs verspricht.
KI-Text auf Grundlage von Berichten von EL PAÍS, EL MUNDO, Al Jazeera Online und weiteren Medien. Veröffentlicht . So entsteht er
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Kurz gefasst
Die Kolumbianer wählen am 21. Juni in der Stichwahl zwischen dem Linkskandidaten Iván Cepeda und dem Rechtsextremen Abelardo de la Espriella.
De la Espriella gewann am 31. Mai knapp 44 Prozent, Cepeda knapp 41 Prozent – entgegen früherer Umfragen, die die Linke favorisierten.
US-Präsident Donald Trump unterstützte de la Espriella nach dem ersten Wahlgang und bezeichnete Cepeda als „Marxisten der extremen Linken“.
Cepedas Vater, ein kommunistischer Senator, wurde 1994 von Staatsagenten ermordet; der Kandidat hat sich jahrzehntelang für die Rechte der Konfliktopfer eingesetzt.
Cepeda verspricht die Fortsetzung von Gustavo Petros Sozialprogrammen, während de la Espriella einen sicherheitsorientierten Ansatz verspricht, der von Anhängern Bukeles und Mileis bewundert wird.
- August 2025Cepeda gibt seine Präsidentschaftskandidatur bekannt
- März 2026Parlamentswahlen: Historischer Pakt gewinnt 25 Senatssitze und 42 Abgeordnetensitze
- 31.05.Erster Wahlgang: De la Espriella erhält knapp 44 %, Cepeda knapp 41 %
- 21.06.Stichwahl beginnt in ganz Kolumbien
Die Stichwahl
Die Wähler in Kolumbien stimmen am 21. Juni in der Stichwahl um die Präsidentschaft ab – zwischen dem linken Senator Iván Cepeda und dem rechtsextremen Anwalt Abelardo de la Espriella. Im ersten Wahlgang am 31. Mai gewann de la Espriella knapp 44 Prozent, Cepeda knapp 41 Prozent, berichtet die New York Times. Cepeda, ein Menschenrechtsaktivist, vertritt die Koalition „Historischer Pakt“ und verspricht, Petros Sozialprogramme und Agrarreformen fortzuführen. De la Espriella hat kein vorheriges politisches Amt inne, profitierte aber von Sicherheitsängsten mit einer Law-and-Order-Plattform. Nach dem ersten Wahlgang unterstützte US-Präsident Donald Trump de la Espriella und bezeichnete Cepeda als „Marxisten der extremen Linken“.
- Abelardo de la Espriella
- 44 %
- Iván Cepeda
- 41 %
Daten aus dem Artikeltext
„Es ist riskant zu glauben, dass Mileis Kettensäge oder Bukeles Megagefängnisse in Kolumbien anwendbar sind.“
Cepedas unwahrscheinlicher Aufstieg
Cepeda, 63, Philosophieprofessor und langjähriger Menschenrechtsaktivist, trat mit sichtlicher Ambivalenz ins Rennen.
„Cepeda ist ein Kandidat, der nie Präsident werden wollte.“
Sein Vater, ein kommunistischer Senator, wurde 1994 von Staatsagenten getötet – prägte Cepedas Engagement für die Rechte der Opfer. Er wuchs zwischen Havanna und Prag auf, studierte in Bulgarien und diente später drei Amtszeiten im kolumbianischen Senat, wobei er sich oft mit vergangenen Konflikten statt mit politischen Inhalten befasste.
„Er ist ein stiller Mann, zurückhaltend, kalt wie Stahl, introvertiert, verschlossen, fast immer allein, spricht sehr wenig, nicht einmal die parlamentarische Höflichkeitskontakt, und es ist sehr schwer, ihn aus der Fassung zu bringen.“
Wahlkampf-Pannen und Comeback
Cepedas anfängliches Selbstvertrauen ließ ihn Debatten auslassen und Medienzugang beschränken – eine von Beobachtern als katastrophal bezeichnete Strategie.
„Es war eine katastrophale Kampagne.“
Nach der ersten Runde wechselte Cepeda zu einem basisorientierten Ansatz, bereiste das Land und sprach junge Wähler an.
„Ich bin kein Mensch, der vorgibt, ein anderer zu sein, um Wähler oder Gefälligkeiten zu gewinnen. Mit viel Offenheit und Authentizität haben wir erklärt, was wir denken und was wir tun wollen.“
Er stellt seinen Gegner nun als Gefahr für Demokratie und soziale Gerechtigkeit dar.
Was auf dem Spiel steht
Die Wahl ist ein Referendum über Petros vierjährige Linkswende, die Sozialprogramme und Hochschulzugang ausweitete, aber viele Kolumbianer enttäuschte. De la Espriella, der sich als Strafverteidiger in Miami einen Namen machte, verspricht starke Männertaktiken, inspiriert von Führern wie Nayib Bukele und Javier Milei. Ein Sieg Cepedas würde die Transformation der Linken von einer stigmatisierten Kraft zu einem dauerhaften politischen Pol zementieren; ein Sieg de la Espriellas würde eine scharfe Wende hin zu einer Sicherheits-zuerst-Agenda signalisieren. Umfragen zeigen ein enges Rennen, wobei einige Erhebungen de la Espriella einen knappen Vorsprung geben.
Weg zur Stichwahl
Fragen zu diesem Text
Quellen und Kontext
- EL PAÍSIván Cepeda: "Es arriesgado pensar que se pueden aplicar en Colombia la motosierra de Milei o las megacárceles de Bukele
- EL MUNDOIván Cepeda, el heredero del petrismo
- Al Jazeera OnlineHow Ivan Cepeda emerged a frontrunner in Colombia's presidential election
- El PeriódicoIván Cepeda, el senador y activista de los derechos humanos que busca en desventaja seguir el legado de Petro
- Iván Cepeda
- Kolumbianischer Senator, Menschenrechtsaktivist und linker Präsidentschaftskandidat
- Abelardo de la Espriella
- Rechtsextremer Strafverteidiger und Präsidentschaftskandidat
- Gustavo Petro
- Amtierender Präsident Kolumbiens, erster Linker im Amt
- Donald Trump
- Präsident der Vereinigten Staaten, der de la Espriella unterstützte
- Paola Holguín
- Kolumbianische Senatorin der Centro Democrático
- Leon Valencia
- Politikanalyst und Autor einer Biografie über Cepeda
- Juan Carlos Flórez
- Kolumbianischer Politikhistoriker
- Orte
- Bogotá
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