Wahlen · Sofia

Stichwahl um das Präsidentenamt in Bulgarien: Iliana Jotowa gegen Andrey Giurow

Am Sonntag, 1. November, sind die bulgarischen Wählerinnen und Wähler aufgerufen, zwischen der Amtsinhaberin Iliana Jotowa und dem früheren Übergangsministerpräsidenten Andrey Giurow zu entscheiden. Jotowa, unterstützt von der regierenden Partei Progressive Bulgaria, war in der ersten Runde am 25. Oktober als Erste hervorgegangen.

KI-Text auf Grundlage von Berichten von Tgcom24, NIEZALEZNA.PL und newsORF.at. Veröffentlicht . So entsteht er

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Kurz gefasst

Foto: Government.bg, CC BY 4.0 (Wikimedia Commons, Ausschnitt)
Wie es dazu kam
  1. Januar 2026Rumen Radev tritt als Präsident zurück, um bei den Parlamentswahlen anzutreten
  2. 25.10.Erste Runde abgehalten, kein Kandidat erreicht eine absolute Mehrheit
  3. 1.11.Wahllokale öffnen für die Stichwahl
  4. 1.11.Wahllokale schließen

Wahllokale für die Stichwahl geöffnet

Die Wahllokale in Bulgarien haben am Sonntag, 1. November, um 7:00 Uhr Ortszeit für die zweite Runde der Präsidentschaftswahl geöffnet. In der Stichwahl steht die Amtsinhaberin Iliana Jotowa dem 50-jährigen Ökonomen Andrey Giurow gegenüber, der Anfang 2026 als Übergangsministerpräsident amtierte. Die Wahllokale schließen um 20:00 Uhr Ortszeit, das entspricht 19:00 Uhr in Polen und Italien. Die Stichwahl war nötig, weil keiner der 27 Kandidaten in der ersten Runde eine absolute Mehrheit erreichte. Jotowa ist 62 Jahre alt und war früher Mitglied des Europäischen Parlaments.

Die erste Runde und ihre Folgen

Die erste Runde fand am Sonntag, 25. Oktober, statt; Jotowa wurde Erste, Giurow Zweiter. Die Quellen nennen für ihre Stimmenanteile leicht abweichende Dezimalwerte. Der polnische Bericht nennt 34.7% und 31.9%, der deutsche 34.76% und 31.95%, Tgcom24 gibt 34.75% und 31.95% an. Jotowa wurde in dieser Runde von der regierenden Partei Progressive Bulgaria und den Sozialisten unterstützt, für die Stichwahl gewann sie zusätzlich die Unterstützung proussischer Nationalisten. Der polnische Bericht vermerkt, dass Giurow in den Wahllokalen im Ausland mit 45.7% führte, während Jotowa mit 22.7% auf dem zweiten Platz lag – ein Muster, das sich vom Votum im Inland unterscheidet.

Worum es geht

Jotowa hat dafür geworben, Bulgarien auf europäischem Kurs zu halten und zugleich die Beziehungen zu Moskau zu verbessern und die Sanktionen gegen Russland aufzuheben. Zudem setzt sie sich laut newsORF für eine Friedenslösung in der Ukraine durch Verhandlungen mit Russland ein. Sie dürfte die vorsichtige Linie von Ministerpräsident Rumen Radev fortsetzen, dessen Stellvertreterin sie war, bevor er das Amt des Staatsoberhaupts abgab. Giurow, ein früherer Vizechef der Zentralbank, wird von der oppositionellen proeuropäischen Allianz Fortsetzung des Wandels mit Demokratisches Bulgarien unterstützt und dürfte einen entschiedener prowestlichen Kurs einschlagen, einschließlich engerer Beziehungen zur NATO und stärkerer Unterstützung für die Ukraine. Ein Sieg Jotowas könnte die Präsidentschaft in den Händen der Regierungsmehrheit belassen, was die Gewaltenteilung im Staat schwächen könnte.

Lebenshaltungskosten und die Prüfung für die Regierung

Steigende Lebenshaltungskosten und teurer Kraftstoff bereiten den Wählerinnen und Wählern in einem der ärmsten EU-Länder Sorgen, berichtet newsORF. Die Stichwahl gilt als Prüfung für die Regierung nach einem halben Jahr im Amt, da die Regierungspartei Jotowa direkt unterstützt. Radev hatte die Präsidentschaft im Januar aufgegeben, um an den Parlamentswahlen teilzunehmen und eine politische Krise im Land zu beenden. Jotowa, damals Vizepräsidentin, übernahm das Amt des Staatsoberhaupts und wurde als erste Frau in der Geschichte des Landes in dieses Amt gewählt. Der Präsident wird für fünf Jahre gewählt und nimmt vor allem repräsentative Aufgaben wahr; die Wähler stimmen für ein Präsidentschaftsduo.

Fragen zu diesem Text

Quellen und Kontext

Sofia · Bulgarien

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