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Regierung·vor 3 Std.

Staatsanwaltschaft bestätigt zwei Treffen mit PSOE-nahem Netzwerk im Zuge von Sabotageermittlungen

Die spanische Staatsanwaltschaft hat zwei Treffen im Jahr 2025 zwischen hochrangigen Beamten und einem Anwalt eingeräumt, der mit einem mutmaßlichen kriminellen Netzwerk in Verbindung stehen soll, das Korruptionsverfahren gegen die regierende Sozialistische Partei (PSOE) zu Fall bringen wollte.

Die eingeräumten Treffen

Die Fiscalía General del Estado teilte Richter Santiago Pedraz am Mittwoch mit, dass ihr damaliger Teniente Fiscal Diego Villafañe und Staatsanwältin Beatriz López Pesquera im Jahr 2025 zwei Treffen mit dem Anwalt Jacobo Teijelo abgehalten haben. Das erste am 6. März fand in Anwesenheit der ehemaligen PSOE-Mitglieds Leire Díez statt. Das zweite, zu einem nicht näher bezeichneten Zeitpunkt Ende März oder Anfang April, fand ebenfalls unter Beteiligung von Díez statt.

Was besprochen wurde

Teijelo informierte die Staatsanwälte über „eine Reihe von Tatsachen, die angeblich von Dritten begangen wurden und strafrechtlich relevant sein könnten“, doch die Informationen wurden als „ohne jede konkrete Beweisgrundlage“ beschrieben. Die Staatsanwälte kamen zu dem Schluss, dass kein Handlungsbedarf bestehe, und unternahmen nichts mit dem Material. Sowohl Villafañe als auch López Pesquera berichteten später dem ehemaligen Generalstaatsanwalt Álvaro García Ortiz von den Treffen.

Leire Díez' Rolle und Kenntnisstand

Staatsanwaltschaftliche Quellen teilten laSexta mit, dass „niemand Leire Díez“ zu diesem Zeitpunkt gekannt habe und sie lediglich als Kollegin des Anwalts vorgestellt worden sei. García Ortiz wurde erst im Nachhinein informiert und gab keine Anweisungen. „Wir haben es später erfahren“, so die Quellen. Díez selbst war in abgehörten Nachrichten zu hören, in denen sie einen direkten Draht zum Generalstaatsanwalt behauptete.

Die FGE wird Sie empfangen. Ich sage Ihnen, was er mir gesagt hat.

Weitere Ermittlungen deuten auf fünf Treffen hin

Die Polizeieinheit UCO hat im Hauptquartier der Fiscalía mindestens fünf Treffen dokumentiert, an denen Díez und andere Personen beteiligt waren, darunter das Treffen vom 6. März und ein späteres, bei dem Teijelo seine Absicht bekundete, mehrere Anzeigen zu erstatten. Die Ermittler gehen davon aus, dass das Netzwerk Beamte bezahlte und erpresste, um Korruptionsermittlungen gegen die PSOE, die Regierung und die Familie des Präsidenten zu sabotieren.

Wichtige Daten im Fall Leire Díez
  1. Leire Díez teilt Anwalt Antonio García Cabrera per Nachricht mit: 'Die FGE wird Sie empfangen.'
  2. Díez erzählt Jacobo Teijelo von einem bevorstehenden Treffen und nennt es 'einen grundlegenden Tag'.
  3. Erstes Treffen: Villafañe, López Pesquera, Teijelo und Díez.
  4. Zweites Treffen: Villafañe trifft erneut Teijelo (und vermutlich Díez), um die Einreichung von Anzeigen zu besprechen.
  5. Díez reicht eine Beschwerde gegen Staatsanwalt José Grinda ein.
  6. Die Beschwerde gegen Grinda soll laut Bericht der Staatsanwaltschaft archiviert werden.

Laufende gerichtliche Untersuchung

Richter Pedraz leitet ein Verfahren wegen Mitgliedschaft in einer kriminellen Vereinigung gegen mehrere Personen, darunter Leire Díez und Jacobo Teijelo. Im September 2025 reichte Díez eine Beschwerde gegen Staatsanwalt José Grinda ein; der Bericht der Staatsanwaltschaft stellt fest, dass die Beschwerde im Dezember 2026 archiviert wurde, da sie nur „bloße Behauptungen“ ohne Anhaltspunkte für eine Straftat enthielt.

Madrid

6 Quellen

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