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Film & Medien·vor 2 Std.

Pixars Toy Story 5 schickt Jessie, Woody und Buzz in den Kampf gegen ein Tablet – Kritiker sehen visuelle Pracht, aber sichere Nostalgie

Am 17. Juni in den Kinos: Toy Story 5 stellt die sprechenden Spielzeuge gegen ein Lilypad-Tablet, das ihr kindliches Besitzerkind hypnotisiert. Die Kritiker sind gespalten – sie bewundern die visuelle Brillanz, finden das Thema Bildschirmsucht aber ausgetreten.

Eine neue Bedrohung: das Lilypad-Tablet

Der fünfte Toy-Story-Film wirft Woody, Buzz, Jessie und die Bande in den Aufmerksamkeitskrieg der 2020er-Jahre. Bonnie, das Mädchen, das die Spielzeuge geerbt hat, hat Schwierigkeiten, Freunde zu finden, also schenken ihr die Eltern ein grünes Tablet namens Lilypad. Innerhalb weniger Minuten verbindet es sie mit anderen bildschirmhypnotisierten Kindern, die ihre altmodischen Spielzeuge online verspotten und sie dazu bringen, sie wegzuräumen. „L’ère des jouets est révolue“, eine Zeile aus den ersten Minuten, setzt die Krise in Gang.

Jessie übernimmt das Kommando

Zum ersten Mal treibt die Cowgirl Jessie, die am Ende von Toy Story 4 zur Teamleiterin ernannt wurde, die Rettungsmission voran. Woody hat sich in eine Gemeinschaft besitzerloser Spielzeuge zurückgezogen und kehrt nur per Walkie-Talkie zurück, seine Glatze ist jetzt ein Running Gag. Buzz Lightyear gesteht Jessie sogar seine Gefühle. Die Regisseure Andrew Stanton (Co-Autor der ersten vier Filme) und McKenna Harris inszenieren eine atemberaubende Operation, um Bonnie von ihren „falschen Freunden“ in den sozialen Medien zurückzuholen.

Meilensteine der Toy-Story-Reihe
  1. Toy Story feiert Premiere, erster vollständig computeranimierter Spielfilm
  2. Toy Story 2 führt Jessie und die Welt der Sammler ein
  3. Toy Story 3 behandelt die Verlassenheit von Spielzeugen und übergibt die Bande an Bonnie
  4. Toy Story 4 konzentriert sich auf Woodys Identitätskrise und verleiht Jessie den Sheriffstern
  5. Toy Story 5 erscheint, in dem Spielzeuge erstmals auf Bildschirme treffen

Pixars Haltung zur Technologie

Bei einer Presseveranstaltung in Paris wies der Chief Creative Officer Pete Docter die Idee zurück, dass das Studio technikfeindlich geworden sei. „Das Problem ist nicht die Technologie selbst, sondern die Art und Weise, wie sie genutzt und kontrolliert wird“, sagte Docter und bezeichnete künstliche Intelligenz als eine Erweiterung der Künstler. Produzentin Lindsey Collins verglich Technologie mit Feuer: „Es kann dich wärmen, aber es kann dich auch verbrennen. Man muss es verantwortungsvoll nutzen.“ Co-Regisseur Andrew Stanton sagte, eine große Motivation sei gewesen, zu zeigen, wie Bildschirme die Freundschaften von Kindern beeinflussen. „Wir dürfen nicht vergessen, dass es mit 8 Jahren etwas sehr Beängstigendes sein kann, Freunde zu finden“, bemerkte er.

Das Problem ist nicht die Technologie selbst, sondern die Art und Weise, wie sie genutzt und kontrolliert wird.

Technologie ist wie Feuer: Es kann dich wärmen, aber es kann dich auch verbrennen. Man muss es verantwortungsvoll nutzen.

Wir dürfen nicht vergessen, dass es mit 8 Jahren etwas sehr Beängstigendes sein kann, Freunde zu finden.

Kritikerstimmen: Pracht, aber Sicherheit

Die Rezensionen loben die visuellen Höhepunkte des Films – eine nächtliche Aufnahme einer Nachbarschaft, die nur von blauen Bildschirmen erleuchtet wird, Anspielungen auf Bambi und Clint Eastwood – und seine Fähigkeit, aus einer abgenutzten Prämisse Emotionen zu schöpfen. Dennoch bemängeln mehrere französische Medien einen Hauch von Déjà-vu. Das Thema der Verlassenheit von Spielzeugen durch ein heranwachsendes Kind, das im dritten Film bis an seine Grenzen getrieben wurde, verlässt sich nun auf eine zahme Lösung der Mäßigung statt einer schärferen Kritik. Die Handlung begnügt sich mit einer friedlichen Koexistenz zwischen Spielzeug und Bildschirmen – eine Wahl, die einige Kritiker nach mehr Biss verlangen lässt.

Paris

8 Quellen

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