
Spider-Man: Brand New Day stellt mit 3,2 Mio. Euro spanischen Kinorekord am Starttag auf
Der vierte Spider-Man-Film mit Tom Holland spielte am ersten Tag in Spanien 3,2 Millionen Euro ein – der höchste Einspieltag in der Geschichte des Landes, vor dem US-Start am 31. Juli.
Kinodominanz in Spanien
Am Starttag, dem 29. Juli, spielte „Spider-Man: Brand New Day“ laut Daten von Rentrak 3,2 Millionen Euro in 421 spanischen Kinos ein. Diese Summe ist der höchste jemals in Spanien verzeichnete Einspieltag. In nur 24 Stunden erreichte der Film fast das gesamte erste Wochenende der anderen Top-Performer des Jahres: Christopher Nolans „La odisea“ (4,4 Mio. Euro) und „Super Mario Bros“ (4,9 Mio. Euro). Er erreichte zudem etwa die Hälfte der 6,9 Millionen Euro, die „Torrente presidente“ an seinen ersten drei Tagen einspielte. Sony Pictures prognostiziert für den spanischen Markt ein Gesamtergebnis von Mittwoch bis Sonntag von über 10 Millionen Euro.
- Spider-Man: Brand New Day (1 Tag)
- 3.2 Mio. €
- La odisea (Wochenende)
- 4.4 Mio. €
- Super Mario Bros (Wochenende)
- 4.9 Mio. €
- Torrente presidente (3 Tage)
- 6.9 Mio. €
Der Vorgängerfilm „Spider-Man: No Way Home“ startete 2021 in Spanien mit 7 Millionen Euro und erzielte in Nordamerika ein Startwochenende von 260 Millionen Dollar, das zweithöchste aller Zeiten. Für „Brand New Day“ prognostiziert das Branchenblatt Variety ein US-Startwochenende zwischen 260 und 280 Millionen Dollar aus über 4.300 Kinos. Nur neun Filme in der Geschichte haben die 200-Millionen-Dollar-Marke an ihrem Startwochenende überschritten, eine Liste, die von „Avengers: Endgame“ mit 357 Millionen Dollar angeführt wird. Der spanische Starttagrekord ist der jüngste Meilenstein für ein Franchise, in dem Tom Holland nun in vier Solofilmen die Rolle spielt und damit Tobey Maguires drei und Andrew Garfields zwei übertrifft.
Kritikerstimmen: Ein reiferer Spider-Man
Spanische Kritiker haben dem Film überwiegend drei von fünf Sternen verliehen. Die Rezensionen heben einen Tonwechsel hervor: Tom Holland, jetzt 30, spielt einen Peter Parker, der unter erwachsenen Konflikten wie Einsamkeit, Verantwortung und dem Opfer seiner engsten Beziehungen leidet. Philipp Engel von La Vanguardia bezeichnet den ersten Akt als den stärksten und hebt eine gut inszenierte Actionsequenz durch New York sowie einen cleveren Moment hervor, in dem Parker neben einer Waschmaschine sitzt, die seinen Anzug schleudert. ABC beschreibt einen Superhelden, der „von Konflikten mit etwas mehr Tiefe angegriffen wird“, warnt jedoch davor, dass der Verlust des jugendlichen Humors jüngere Zuschauer abschrecken könnte. El Mundo lobt die Energie von Destin Daniel Crettons Regie und die schauspielerischen Leistungen, insbesondere die von Zendaya, kritisiert jedoch ein „verwirrendes Durcheinander von Handlungssträngen, Figuren, Nebenhandlungen und einem bombastischen Soundtrack“ und kommt zu dem Schluss, dass der Film notwendig, aber nicht ausreichend sei, um das Franchise zu erneuern.
Handlung und wiederkehrende Figuren
Die Geschichte knüpft an die Ereignisse von „No Way Home“ an, in denen Doctor Stranges Zauber Peter Parker aus dem kollektiven Gedächtnis löschte. Parker hält nun Abstand zu MJ (Zendaya) und seinem besten Freund Ned, die sich nicht an ihn erinnern. Die Handlung teilt sich zwischen einer telepathischen Bedrohung, die mit Jean Grey in Verbindung steht, und Parkers Versuch, MJs Zuneigung zurückzugewinnen. Anders als in früheren Teilen gibt es keinen klassischen Superschurken; der Antagonist ist eine eher psychologische, unfassbare Bedrohung. Zur Besetzung gehören Sadie Sink, Jon Bernthal als Frank Castle / Punisher und Mark Ruffalo als Bruce Banner / Hulk. Bernthals Punisher wird von mehreren Kritikern als herausragende Nebenrolle hervorgehoben. Der Film läuft 145 Minuten und wird von Sony Pictures in Zusammenarbeit mit Marvel Studios vertrieben. Es ist Crettons erster Spider-Man-Film nach der Regie von „Shang-Chi and the Legend of the Ten Rings“.
Verbindungen und zukünftige Andeutungen
Eine Post-Credit-Szene platziert Spider-Man im Weltraum und bereitet den Boden für „Avengers: Doomsday“, dessen Veröffentlichung für den 18. Dezember geplant ist. El Periódico bemerkt zudem eine visuelle Anspielung auf Zendayas früheren Film „The Drama“ aus dem Jahr 2026: Eine Hochzeitslocation in „Brand New Day“ scheint das Set zu replizieren, an dem ihre Figur Robert Pattinsons heiratete. Die meisten Handlungsstränge bleiben ungelöst, was darauf hindeutet, dass Hollands Amtszeit als Netzschwinger noch lange nicht vorbei ist. Der Film wird von einigen Medien als Übergangskapitel beschrieben, das eine neue Phase für die Figur einleitet und gleichzeitig das Spektakel bietet, das man von der Marvel-Sony-Partnerschaft erwartet.
- Spanische Premiere
- US-Premiere
- Veröffentlichung von Avengers: Doomsday (Post-Credit-Andeutung)


