Wohnen · Madrid und Las Palmas
Spanische Haushalte unter Druck: Warenkorb 40 % teurer, Hilfsmaßstab eingefroren
Die Verbraucherorganisation OCU beziffert ihren Lebensmittelwarenkorb 40 % teurer, während der Hilfsindikator IPREM seit 2023 eingefroren ist. Spaniens Inflation von 4,9 % im September war die höchste unter den großen Euro-Volkswirtschaften.
KI-Text auf Grundlage von Berichten von EL MUNDO, El Confidencial, LaSexta und weiteren Medien. Veröffentlicht . So entsteht er
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Kurz gefasst
Die OCU gibt an, ihr Warenkorb mit 244 Produkten sei im Schnitt um 40 % gestiegen, ein Viertel der Produkte um mehr als 50 %.
Der IPREM liegt seit der Erhöhung 2023 bei 600 Euro im Monat und damit 41 % unter der Armutsschwelle von 12.220 Euro für 2024.
El País beziffert das Medianentgelt auf etwa 2.001 Euro brutto im Monat, während die kumulierte Inflation seit 2005 auf 60 % kommt.
Mieter können 10 % der Miete absetzen, bis zu 1.163 Euro im Jahr, mit 448.000 möglichen Begünstigten in Katalonien und 368.000 in Madrid.
Das Wachstum der Stundenproduktivität liegt nun bei 0,4 % für 2022 bis 2026, gegenüber 0,5 % für 2014 bis 2019.
- 2004Die Regierung schafft den IPREM, um Hilfen vom Mindestlohn zu entkoppeln
- 2023Letzte Erhöhung des IPREM, über den Haushalt
- 6.10.Die Regierung billigt Wohnungsdekrete einschließlich des Mietabzugs
Lebensmittelpreise und Inflation
Die Organización de Consumidores y Usuarios (OCU) gibt an, der Durchschnittspreis ihres Warenkorbs mit 244 Produkten sei um 40 % gestiegen, und rund ein Viertel der untersuchten Produkte habe um mehr als 50 % zugelegt. Die Lebensmittelkomponente des Verbraucherpreisindex stieg um 2,7 %, ein weit geringerer Anstieg als der Warenkorbwert. Die jüngsten Daten der OCU zeigen Eier 12,3 % teurer, Hülsenfrüchte und Gemüse 9,8 %, Obst 9,6 %, Rindfleisch 7,9 % und frischen oder gefrorenen Fisch 4,5 %.
- Eier
- 12.3 %
- Hülsenfrüchte und Gemüse
- 9.8 %
- Obst
- 9.6 %
- Rindfleisch
- 7.9 %
- Frischer und gefrorener Fisch
- 4.5 %
Daten aus dem Artikeltext
Gegenüber 2021 kostet Kaffee heute 142 % mehr, Eier 135 % mehr und Vollmilchschokolade 101 % mehr. Das Nationale Statistikamt (INE) beziffert die spanische Inflation für September auf 4,9 %, die höchste Rate unter den großen Euro-Volkswirtschaften und 1,2 Prozentpunkte über dem Durchschnitt der Eurozone.
- Kaffee
- 142 %
- Eier
- 135 %
- Vollmilchschokolade
- 101 %
Daten aus dem Artikeltext
Löhne, die den Lebenshaltungskosten hinterherhinken
Das durchschnittliche Bruttojahresgehalt ist in fünf Jahren um 15,2 % gestiegen, doch El País beziffert das Medianentgelt auf rund 2.001 Euro brutto im Monat, etwa 1.500 bis 1.600 Euro netto. Dieselbe Analyse veranschlagt die kumulierte Inflation seit 2005 auf 60 %, bei verdoppelten Mieten und um mehr als 77 % gestiegenen Lebensmittelpreisen. 2005 lag der Medianlohn beim 2,1-Fachen des Mindestlohns, heute beim rund 1,5-Fachen – eine Lücke, die die Zeitung mit der Arbeitslosigkeit, die die Verhandlungsposition der Beschäftigten schwächt, und mit kleinen Unternehmen mit geringer Wertschöpfung erklärt. Am Flughafen Las Palmas, so berichtet die Zeitung, habe jede Beschäftigte und jeder Beschäftigte einer Sicherheitsfirma einen Lohnvorschuss beantragt.
In einem Bericht von LaSexta sagt eine 51-jährige Frau, die seit 2005 in Spanien lebt und als Haushaltshilfe arbeitet, ihr Nettolohn von 1.080 Euro gehe fast vollständig für die Miete drauf. Für den Rest des Monats sei sie auf die 1.342 Euro ihres Partners angewiesen, könne sich weder Fleisch noch Fisch leisten, und Sparen sei ausgeschlossen. Sie bezeichnet sich selbst als arbeitende Arme, und der Soziologe Alberto Riesco-Sanz argumentiert, Fälle wie ihrer zeigten, dass Löhne kein würdevolles Leben mehr garantieren.
Ein eingefrorener Maßstab für Hilfen
Der IPREM, der öffentliche Indikator für Mehrfacheinkommen, wurde 2004 geschaffen, um Hilfen vom Mindestlohn zu entkoppeln, und mehr als ein Dutzend Leistungen verweisen noch darauf. Die letzte Erhöhung erfolgte über den Haushalt 2023 und beließ ihn bei 600 Euro im Monat bzw. 7.200 Euro brutto im Jahr. Dieser Betrag liegt laut der Erhebung zu den Lebensbedingungen 2025 um 41 % unter der Armutsschwelle von 12.220 Euro für 2024, und die Lücke ist die größte in der Reihe. Daran gekoppelte Beihilfen reichen von 480 bis 570 Euro im Monat, während das beitragsfinanzierte Arbeitslosengeld für einen Beschäftigten ohne unterhaltsberechtigte Kinder bei höchstens 1.225 Euro brutto im Monat liegt. Der Mindestlohn übersteigt diese Obergrenze seit 2023. Die Koalitionsvereinbarung versprach schrittweise Erhöhungen, doch die Regierung hat andere Hilfen ausgeweitet, ohne den IPREM anzutasten.
Produktivität unter Revision
Juan Francisco Jimeno, Vorsitzender des spanischen Produktivitätsrats, sagt, Revisionen der INE-Volkswirtschaftlichen Gesamtrechnungen hätten das Wachstum der Stundenproduktivität von den zuvor angenommenen rund 1 % pro Jahr auf etwa die Hälfte gesenkt. Von 2014 bis 2019 lag das Wachstum im Schnitt bei 0,5 % pro Jahr, der revidierte Wert für 2022 bis 2026 bei 0,4 %. Die 17 Mitglieder des Rats müssen ihren März-Bericht überarbeiten, und eine Veröffentlichung nach den Wahlen erlaubt es ihnen, deutlicher zu werden. Jimeno formuliert die Folge unverblümt:
„In diesem Tempo brauchen wir 40 Jahre, um das durchschnittliche Einkommen in Europa zu erreichen.“
Er ergänzt, der Erste Vizepräsident Carlos Cuerpo habe seine Produktivitätsbotschaft wohl auf ältere Daten gestützt, während das Ministerium weiterhin argumentieren könne, die Produktivität steige gemeinsam mit der Beschäftigung.
Mietabzug und Erbschaftsregeln
Die Regierung rechnet damit, dass 1,6 Millionen Mieterhaushalte Anspruch auf einen staatlichen Steuerabzug von 10 % ihrer Miete haben, der bis zu 1.163 Euro im Jahr wert ist. Schätzungen des Wohnungsministeriums, die El Periódico vorliegen, gehen von 448.000 möglichen Begünstigten in Katalonien und 368.000 in Madrid aus. Steuerpflichtige mit einer Bemessungsgrundlage von bis zu 23.007 Euro können ihn für bis zu 11.630 Euro Miete geltend machen, bei 33.007 Euro sinkt die Obergrenze auf null. Die Dekrete wurden von der Regierung Pedro Sánchez am 6. Oktober gebilligt, nachdem der Kongress wenige Tage zuvor frühere Wohnungsdekrete abgelehnt hatte; das neue Königliche Dekretgesetz ist in Kraft, wartet aber noch auf die Bestätigung durch die Diputación Permanente.
Andernorts hat der Oberste Gerichtshof die Einkommensteuer auf Erbschaftseinkünfte aus noch nicht angenommenen oder ausgeschlagenen Nachlässen bestätigt, und ein Gericht hat Steuerfestsetzungen auf Grundlage von Katasterwerten oder Google Maps ohne Vor-Ort-Besuch gekippt. Der Anwalt Abel Marín argumentiert, Erben sollten nicht um Erbschaften streiten.
„Erbschaften sind ein Geschenk; uns gebührt nur die Frucht unserer eigenen Arbeit.“
Fragen zu diesem Text
Quellen und Kontext
- EL MUNDOJuan Francisco Jimeno, Präsident des spanischen Produktivitätsrats: „Bei diesem Tempo werden wir 40 Jahre brauchen, um das europäische Durchschnittseinkommen zu erreichen“Juan Francisco Jimeno, presidente del Consejo de la Productividad de España: "A este ritmo tardaremos 40 años en llegar a la renta media europea" · Original auf Spanisch
- El ConfidencialDie Regierung friert den Schlüsselindikator für Arbeitslosengeld ein, während sie andere Hilfen erhöhtEl Gobierno congela el indicador clave de la prestación de desempleo mientras sube otras ayudas · Original auf Spanisch
- LaSexta„Ich bin eine arbeitende arme Frau“: wenn das Wohnen das Gehalt auffrisst und man nicht über die Runden kommt"Soy una trabajadora pobre": cuando la vivienda se come el sueldo y no se llega a fin de mes · Original auf Spanisch
- La RazónHaushalte am Limit: die realen Kosten des Warenkorbs steigen um 40%Los hogares, al límite: el coste real de la cesta de la compra sube un 40% · Original auf Spanisch
- Carlos Cuerpo
- Erster Vizepräsident und Wirtschaftsminister Spaniens
- Pedro Sánchez
- Ministerpräsident, dessen Regierung am 6. Oktober die Wohnungsdekrete billigte
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