Wohnen · Madrid
Zehntausende zivilgesellschaftliche Organisationen unterstützen Spaniens Wohnungsstreik am 11. November
Gewerkschaften und Mieterverbände erklären, dass Tausende Organisationen, Kulturschaffende und feministische Kollektive den 24-stündigen Ausstand am Mittwoch, 11. November unterstützen, der von 00.00 bis 24.00 Uhr laufen soll.
KI-Text auf Grundlage von Berichten von eldiario.es, El Confidencial, europa press und weiteren Medien. Veröffentlicht . So entsteht er
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Kurz gefasst
Ein 24-stündiger Generalstreik läuft am Mittwoch, dem 11. November, von 00.00 bis 24.00 Uhr. Ausgerufen hat ihn wegen der Wohnungskrise der Sindicato de Inquilinas, unterstützt unter anderem von CCOO und UGT.
CCOO zufolge haben sich Tausende Gruppen angeschlossen, der Mieterverband CSI nennt mehr als 20.000 zivilgesellschaftliche Organisationen.
Mehr als 800 Kulturschaffende, über 70 Verlage und mehr als 100 Buchhandlungen haben das Manifest „El 11N, la cultura también para“ unterzeichnet.
Die Teilnahme ist durch Artikel 28.2 der spanischen Verfassung geschützt; Unternehmen dürfen keine Vorabanmeldung der Teilnahme verlangen und Streikende nicht benachteiligen.
- 6.11.CCOO meldet, dass sich Tausende zivilgesellschaftliche Gruppen dem Streik angeschlossen haben
- 7.11.Gedenkfeier vor dem früheren Wohnhaus der zwangsgeräumten 87-Jährigen in Retiro
- 11.11.24-stündiger Generalstreik beginnt
Was der Ausstand umfasst
Für Mittwoch, den 11. November, ist ein 24-stündiger Generalstreik wegen der Wohnungskrise angesetzt, der von 00.00 bis 24.00 Uhr läuft. Der Aufruf kam vom Sindicato de Inquilinas, der Mietergewerkschaft, und wird von CCOO, UGT und CGT unterstützt; Betriebsversammlungen von CIG und LAB erklären den Beschäftigten den Streik ebenfalls. Es wäre der erste große Generalstreik seit 14 Jahren. Die Organisatoren fordern bezahlbaren Wohnraum und eine Erholung der Kaufkraft durch höhere Löhne und Renten. In Betrieben mit durchgehenden oder rotierenden Schichten beginnt der Streik mit der ersten Schicht und endet mit der letzten, auch wenn diese über Mitternacht hinausreicht.
Gewerkschaften und Zivilgesellschaft stellen sich hinter den Streik
CCOO erklärte am Freitag, dem 6. November, dass sich Tausende Bürgerinitiativen, soziale Bewegungen sowie Umwelt-, Frauen- und LGBTIQ+-Verbände dem Aufruf angeschlossen haben. Zu den namentlich genannten Unterstützern zählen CEAR, die Plataforma de Afectados por la Hipoteca (PAH), Greenpeace, Intermón Oxfam und Facua. Der Mieterverband CSI erklärte, mehr als 20.000 zivilgesellschaftliche Organisationen unterstützten den Ausstand. Unai Sordo und Pepe Álvarez, die Vorsitzenden von CCOO und UGT, trafen in dieser Woche Dutzende Vertreter der Zivilgesellschaft, um die Aktionen vor dem Streiktag abzustimmen. Die Comisión 8M in Madrid hat feministische Gruppen zur Teilnahme aufgerufen und argumentiert:
„Die Wohnungskrise befeuert männliche Gewalt.“
Die Gruppe ergänzt, dass viele Frauen in gewalttätigen Beziehungen gefangen blieben, weil sie sich keine Wohnung leisten könnten.
Der Kultursektor unterzeichnet das Manifest
Mehr als 800 Menschen aus dem Kultursektor haben das Manifest „El 11N, la cultura también para“ unterzeichnet. Zu den Unterzeichnern zählen die Filmemacher Rodrigo Sorogoyen und Laura Hojman, der Schauspieler und Autor Carlos Bardem, die Schriftstellerin Maruja Torres, der Philosoph Paul B. Preciado und der Musiker Nacho Vegas. Dem Text zufolge unterstützen zudem mehr als 70 Verlage, über 100 Buchhandlungen und mehr als 70 Räume und Organisationen das Manifest. Es fordert dauerhaft bezahlbaren Wohnraum mit unbefristeten Verträgen, Mietobergrenzen in angespannten Wohnlagen und ein Ende der Zwangsräumungen. Zudem verlangt es Maßnahmen gegen rassistische Diskriminierung auf dem Wohnungs- und Gewerbeimmobilienmarkt, ein Steuer- und Selbstständigenregime, das zu unregelmäßigen Einkommen passt, sowie die Achtung des Streikrechts in Kultureinrichtungen. Es verweist auf die Ley del Cine, die nach seinen Angaben 2023 und erneut 2026 blockiert wurde.
Die Räumung, die hinter der Kampagne steht
Viel Auftrieb erhielt die Mietergewerkschaft durch die Zwangsräumung einer 87-jährigen Frau im Madrider Stadtbezirk Retiro. Eine spätere Verhandlung mit dem Fonds Urbagestión sicherte ihr einen neuen Mietvertrag zu ähnlichen Bedingungen, doch sie starb im Krankenhaus, nachdem sie nach der Räumung dorthin gebracht worden war. Der Sindicato de Inquilinas, die Asociación Vecinal Retiro Norte und die FRAVM veranstalten am Samstag, dem 7. November, um 19.00 Uhr vor ihrem früheren Wohnhaus in der Calle Alcalde Sainz de Baranda eine Gedenkfeier. Ein Familienmitglied wird sprechen, und der Chor EnTreCantos wird Lieder von Frank Sinatra vortragen, ihrem Lieblingskünstler. Die Veranstaltung markiert einen Monat seit ihrem Tod.
Politische Reibungen vor dem Streik
Das Zugunglück von Urda veränderte die Stimmung im Land vor dem Streik, und die Organisatoren setzten ihre Pläne für mehrere Tage des Schocks aus. Seither haben sie die Mobilisierungsagenda wieder aufgenommen, räumen aber ein, dass sich die Stimmung im Land verändert hat. Eldiario.es berichtet, die PP habe versucht, den Streik gegen die Opfer des Unglücks auszuspielen, was Unai Sordo und Pepe Álvarez als beleidigend bezeichneten. Alicia del Río, Sprecherin des Sindicato de Inquilinas, nannte die Kritik in einem Interview mit eldiario.es erbärmlich. Der Streit über die Opfer dürfte in den Tagen vor dem Ausstand Teil der Debatte bleiben.
Fragen zu diesem Text
Quellen und Kontext
- eldiario.esWie der Streik am 11. November organisiert wird: von der Zwangsräumung von Maricarmen bis zum Stillstand des Landes für WohnraumCómo se organiza la huelga del 11N: del desahucio de Maricarmen a parar un país por la vivienda · Original auf Spanisch
- eldiario.esHommage an Maricarmen diesen Samstag vor ihrem Haus in Retiro, einen Monat nach ihrem TodHomenaje a Maricarmen este sábado frente a su casa de Retiro, un mes después de su muerte · Original auf Spanisch
- El ConfidencialGeneralstreik am 11. November: Welche Rechte haben Arbeitnehmer und was können Unternehmen tunHuelga general del 11 de noviembre: qué derechos tienen los trabajadores y qué pueden hacer las empresas · Original auf Spanisch
- europa pressCCOO hebt die Unterstützung von Tausenden sozialen Organisationen für die... hervorCCOO destaca el respaldo de miles de organizaciones sociales a la... · Original auf Spanisch
- Unai Sordo
- Generalsekretär von CCOO, der sich vor dem Streik mit Vertretern der Zivilgesellschaft traf
- Rodrigo Sorogoyen
- Filmemacher, der das Kulturmanifest zur Unterstützung des Streiks unterzeichnete
- Carlos Bardem
- Schauspieler und Autor, der das Kulturmanifest zur Unterstützung des Streiks unterzeichnete
- Maruja Torres
- Schriftstellerin, die das Kulturmanifest zur Unterstützung des Streiks unterzeichnete
- Paul B. Preciado
- Philosoph, der das Kulturmanifest zur Unterstützung des Streiks unterzeichnete
- Organisationen
- Unión General de Trabajadores
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