Wohnen · Madrid

Zehntausende zivilgesellschaftliche Organisationen unterstützen Spaniens Wohnungsstreik am 11. November

Gewerkschaften und Mieterverbände erklären, dass Tausende Organisationen, Kulturschaffende und feministische Kollektive den 24-stündigen Ausstand am Mittwoch, 11. November unterstützen, der von 00.00 bis 24.00 Uhr laufen soll.

KI-Text auf Grundlage von Berichten von eldiario.es, El Confidencial, europa press und weiteren Medien. Veröffentlicht . So entsteht er

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Kurz gefasst

Madrid · Spanien
Wie es dazu kam
  1. 6.11.CCOO meldet, dass sich Tausende zivilgesellschaftliche Gruppen dem Streik angeschlossen haben
  2. 7.11.Gedenkfeier vor dem früheren Wohnhaus der zwangsgeräumten 87-Jährigen in Retiro
  3. 11.11.24-stündiger Generalstreik beginnt

Was der Ausstand umfasst

Für Mittwoch, den 11. November, ist ein 24-stündiger Generalstreik wegen der Wohnungskrise angesetzt, der von 00.00 bis 24.00 Uhr läuft. Der Aufruf kam vom Sindicato de Inquilinas, der Mietergewerkschaft, und wird von CCOO, UGT und CGT unterstützt; Betriebsversammlungen von CIG und LAB erklären den Beschäftigten den Streik ebenfalls. Es wäre der erste große Generalstreik seit 14 Jahren. Die Organisatoren fordern bezahlbaren Wohnraum und eine Erholung der Kaufkraft durch höhere Löhne und Renten. In Betrieben mit durchgehenden oder rotierenden Schichten beginnt der Streik mit der ersten Schicht und endet mit der letzten, auch wenn diese über Mitternacht hinausreicht.

Gewerkschaften und Zivilgesellschaft stellen sich hinter den Streik

CCOO erklärte am Freitag, dem 6. November, dass sich Tausende Bürgerinitiativen, soziale Bewegungen sowie Umwelt-, Frauen- und LGBTIQ+-Verbände dem Aufruf angeschlossen haben. Zu den namentlich genannten Unterstützern zählen CEAR, die Plataforma de Afectados por la Hipoteca (PAH), Greenpeace, Intermón Oxfam und Facua. Der Mieterverband CSI erklärte, mehr als 20.000 zivilgesellschaftliche Organisationen unterstützten den Ausstand. Unai Sordo und Pepe Álvarez, die Vorsitzenden von CCOO und UGT, trafen in dieser Woche Dutzende Vertreter der Zivilgesellschaft, um die Aktionen vor dem Streiktag abzustimmen. Die Comisión 8M in Madrid hat feministische Gruppen zur Teilnahme aufgerufen und argumentiert:

„Die Wohnungskrise befeuert männliche Gewalt.“

Comisión 8M de Madrid

Die Gruppe ergänzt, dass viele Frauen in gewalttätigen Beziehungen gefangen blieben, weil sie sich keine Wohnung leisten könnten.

Der Kultursektor unterzeichnet das Manifest

Mehr als 800 Menschen aus dem Kultursektor haben das Manifest „El 11N, la cultura también para“ unterzeichnet. Zu den Unterzeichnern zählen die Filmemacher Rodrigo Sorogoyen und Laura Hojman, der Schauspieler und Autor Carlos Bardem, die Schriftstellerin Maruja Torres, der Philosoph Paul B. Preciado und der Musiker Nacho Vegas. Dem Text zufolge unterstützen zudem mehr als 70 Verlage, über 100 Buchhandlungen und mehr als 70 Räume und Organisationen das Manifest. Es fordert dauerhaft bezahlbaren Wohnraum mit unbefristeten Verträgen, Mietobergrenzen in angespannten Wohnlagen und ein Ende der Zwangsräumungen. Zudem verlangt es Maßnahmen gegen rassistische Diskriminierung auf dem Wohnungs- und Gewerbeimmobilienmarkt, ein Steuer- und Selbstständigenregime, das zu unregelmäßigen Einkommen passt, sowie die Achtung des Streikrechts in Kultureinrichtungen. Es verweist auf die Ley del Cine, die nach seinen Angaben 2023 und erneut 2026 blockiert wurde.

Die Räumung, die hinter der Kampagne steht

Viel Auftrieb erhielt die Mietergewerkschaft durch die Zwangsräumung einer 87-jährigen Frau im Madrider Stadtbezirk Retiro. Eine spätere Verhandlung mit dem Fonds Urbagestión sicherte ihr einen neuen Mietvertrag zu ähnlichen Bedingungen, doch sie starb im Krankenhaus, nachdem sie nach der Räumung dorthin gebracht worden war. Der Sindicato de Inquilinas, die Asociación Vecinal Retiro Norte und die FRAVM veranstalten am Samstag, dem 7. November, um 19.00 Uhr vor ihrem früheren Wohnhaus in der Calle Alcalde Sainz de Baranda eine Gedenkfeier. Ein Familienmitglied wird sprechen, und der Chor EnTreCantos wird Lieder von Frank Sinatra vortragen, ihrem Lieblingskünstler. Die Veranstaltung markiert einen Monat seit ihrem Tod.

Politische Reibungen vor dem Streik

Das Zugunglück von Urda veränderte die Stimmung im Land vor dem Streik, und die Organisatoren setzten ihre Pläne für mehrere Tage des Schocks aus. Seither haben sie die Mobilisierungsagenda wieder aufgenommen, räumen aber ein, dass sich die Stimmung im Land verändert hat. Eldiario.es berichtet, die PP habe versucht, den Streik gegen die Opfer des Unglücks auszuspielen, was Unai Sordo und Pepe Álvarez als beleidigend bezeichneten. Alicia del Río, Sprecherin des Sindicato de Inquilinas, nannte die Kritik in einem Interview mit eldiario.es erbärmlich. Der Streit über die Opfer dürfte in den Tagen vor dem Ausstand Teil der Debatte bleiben.

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