Makroökonomie · Madrid und Frankfurt

Spanien nominiert offiziell Pablo Hernández de Cos als Nachfolger Lagardes bei der EZB

Wirtschaftsminister Carlos Cuerpo übermittelte die Kandidatur am Freitag, 6. November, an Eurogruppen-Präsident Kyriakos Pierrakakis – in einem Nachfolgerennen, das durch Christine Lagardes vorzeitigen Abgang eröffnet wurde.

KI-Text auf Grundlage von Berichten von eldiario.es, ABC TU DIARIO EN ESPAÑOL, LaVanguardia und weiteren Medien. Veröffentlicht . So entsteht er

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Kurz gefasst

Madrid, Frankfurt · Spanien, Deutschland
Wie es dazu kam
  1. 6.11.Spanien reicht die Kandidatur von Hernández de Cos offiziell bei Eurogruppen-Präsident Kyriakos Pierrakakis ein
  2. 9.11.Die Finanzminister der Eurozone prüfen die Kandidaturen bei der Eurogruppen-Sitzung
  3. Mitte Dezember 2026Voraussichtlicher Abschluss des Ernennungsverfahrens
  4. 17.–18. Dezember 2026Gipfel der EU-Staats- und Regierungschefs, bei dem der Name offiziell bekannt gegeben werden könnte

Formelle Einreichung

Spaniens Regierung gab am Freitag, 6. November, bekannt, dass sie Pablo Hernández de Cos offiziell als Kandidaten für das Amt des Präsidenten der Europäischen Zentralbank aufgestellt hat. Wirtschaftsminister Carlos Cuerpo übermittelte die Nominierung per Brief an Eurogruppen-Präsident Kyriakos Pierrakakis und nutzte damit das Zeitfenster, das die Euro-Länder für die Benennung von Kandidaten geöffnet hatten. LaVanguardia berichtet, der Brief sei am letzten Tag dieses Zeitfensters eingegangen. El Periódico bezeichnete den Schritt als Formsache, da die spanische Kandidatur bereits erwartet worden war. Cuerpo, der auch erster Vizepräsident der Regierung ist, wird zudem Spaniens Gespräche mit den übrigen Mitgliedstaaten führen.

Hintergrund des Kandidaten

Hernández de Cos leitet derzeit als General Manager die Bank für Internationalen Zahlungsausgleich, wie das Ministerium mitteilte. Von 2018 bis 2024 war er Gouverneur der Banco de España und gehörte in dieser Funktion dem Rat der EZB sowie dem Erweiterten Rat an. Seine drei Jahrzehnte lange Laufbahn begann in der volkswirtschaftlichen Abteilung der Banco de España; später arbeitete er als Berater im Direktorium der EZB in Frankfurt. Er hat den Basler Ausschuss für Bankenaufsicht und den beratenden technischen Ausschuss des Europäischen Ausschusses für Systemrisiken geleitet und promovierte in Wirtschaftswissenschaften an der Universidad Complutense de Madrid.

Cuerpo lobte den Kandidaten in seiner Erklärung ausdrücklich.

„Pablo Hernández de Cos ist ein außergewöhnlicher Kandidat mit internationalem Ansehen und einer Laufbahn, die Führungsstärke, Unabhängigkeit und Dialogfähigkeit belegt.“

Carlos Cuerpo, Spanischer erster Vizepräsident

Nachfolge und Zeitplan

Christine Lagarde reichte Ende Oktober ihren Rücktritt ein, wirksam zum Februar 2027, und eröffnete damit das Rennen um ihren Posten. Die Auswahl erfolgt in mehreren Schritten: Die Mitgliedstaaten schlagen Namen vor, die Eurogruppe verständigt sich auf einen Kandidaten, und der Europäische Rat verabschiedet eine Empfehlung, nachdem er das Europäische Parlament und den Rat der EZB angehört hat. Beide Gremien geben anschließend eine Stellungnahme ab, und der Europäische Rat trifft die endgültige Entscheidung. Die Finanzminister der Eurozone werden die Kandidaturen bei ihrer Eurogruppen-Sitzung am 9. November prüfen – an dem Tag, an dem Cuerpo mit den anderen EU-Ländern verhandeln soll.

Das Verfahren soll bis Mitte Dezember abgeschlossen sein, der Name könnte beim Gipfel der EU-Staats- und Regierungschefs am 17. und 18. Dezember offiziell bekannt gegeben werden. Die niederländische Regierung will Berichten zufolge Klaas Knot, den früheren Präsidenten von De Nederlandsche Bank, ins Rennen schicken; bislang ist das neben Spaniens Kandidatur die einzige bekannte Bewerbung. El Mundo berichtet, Hernández de Cos habe ausdrückliche Unterstützung sowohl der Partido Socialista als auch der Partido Popular, und beschreibt ihn als Konsenskandidaten.

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