
ADAC warnt vor einem der stauintensivsten Wochenenden der Saison, da alle Bundesländer in die Ferien starten
Da Bayern und Baden-Württemberg nun in den Ferien sind, wird das erste Augustwochenende voraussichtlich zu schweren Staus auf den Autobahnen in Richtung Nord- und Ostsee, Alpen und Mittelmeer führen.
Ferienhöhepunkt in ganz Deutschland
Da Bayern und Baden-Württemberg am Freitag in die Sommerferien starten, haben nun alle 16 Bundesländer Ferien. Der ADAC warnte, dass das erste Augustwochenende eines der stauintensivsten der gesamten Saison sein wird, mit dem stärksten Verkehr am Freitagnachmittag, Samstagvormittag und Sonntagnachmittag. Der Automobilclub erklärte, das Staurisiko sei besonders hoch im Süden. Im vergangenen Jahr verursachte dasselbe Wochenende 4.201 Staus, die höchste Zahl, die während des 12-wöchigen Ferienzeitraums verzeichnet wurde.
Das erste Augustwochenende wird voraussichtlich eines der stauintensivsten der Saison sein.
Hauptstrecken und Baustellen
Der ADAC nannte die A1 Bremen–Hamburg–Fehmarn, A7 Hannover–Hamburg–Flensburg, A23 Hamburg–Heide und A24 Hamburg–Schwerin–Berlin als die schlimmsten Strecken in Richtung Nord- und Ostseeküste. Auch die Nord-Süd-Achsen A5, A9, A61 und A81 sowie die Ost-West-Korridore A2, A3, A4, A6 und A8 werden stark belastet sein. Die Ringautobahnen um Hamburg (A1, A7), Berlin (A10, A100) und München (A99) werden voraussichtlich erhebliche Verzögerungen aufweisen. Rund 1.000 Baustellen bundesweit verschärfen die Lage. Ein Sprecher der Autobahn GmbH Nord erklärte, dass während der Hauptreisezeit keine neuen Arbeiten begonnen würden, aber bestehende Baustellen mit hohem Staurisiko blieben: die Rader Hochbrücke auf der A7 über den Nord-Ostsee-Kanal, die A1 zwischen Ratekau und Scharbeutz sowie das Autobahnkreuz Bargteheide, wo die A21 und die B404 auf die A1 treffen, mit einer Verengung von drei auf zwei Spuren.
Die Staus auf den Rückreisestrecken werden länger sein als auf den Hinreisestrecken.
Demonstration blockiert Fernpass in Österreich
Am Samstag wird eine Demonstration auf der Fernpassstraße in Österreich die wichtige Nord-Süd-Verbindung von Deutschland nach Italien zwischen 9:45 und 12:00 Uhr sperren. Auch die benachbarte Hahntennjochstraße wird gesperrt. Die Behörden raten Autofahrern, das Gebiet komplett zu meiden. Die Demonstranten protestieren gegen das hohe Transitverkehrsaufkommen auf der Strecke.
Schweizer Alpenübergänge verstopft
In der Schweiz rechnet der Automobilclub TCS mit Staus von bis zu 14 Kilometern am Gotthard-Tunnel in Richtung Süden und Wartezeiten von rund dreieinhalb Stunden. Der Club empfiehlt Ausweichrouten über den San-Bernardino-Pass oder Alpenpässe wie Gotthard, Grimsel, Nufenen und Simplon.
Was als Nächstes kommt
In einer Woche enden die Ferien in Hessen, Rheinland-Pfalz und im Saarland, während auch viele Regionen Skandinaviens ihre Ferien beenden, was den Rückreiseverkehr zusätzlich verstärkt. Der ADAC rät flexiblen Reisenden, ruhigere Ausweichrouten zu wählen oder ihre Reise auf einen anderen Tag zu verschieben.
- Spitzenverkehr auf den Strecken zu Küsten und Alpen erwartet
- Starke Staus halten an, Strecken in Richtung Süden besonders betroffen
- Demonstration sperrt Fernpassstraße, wichtige Verbindung nach Italien
- Rückreiseverkehr erreicht Höhepunkt, Staus länger als auf Hinreise, warnt ADAC

