
Sina Frei gewinnt Cross-Country-Gold bei den Mountainbike-Weltmeisterschaften in Val di Sole
Die Schweizerin Sina Frei gewann Gold im Frauen-Cross-Country bei den Mountainbike-Weltmeisterschaften in Val di Sole, sie fuhr solo, während Martina Berta Silber und Nicole Koller Bronze holten.
Dominante Solofahrt in Val di Sole
Die Schweizer Mountainbikerin Sina Frei gewann am 30. August 2026 die Goldmedaille im Frauen-Cross-Country bei den Mountainbike-Weltmeisterschaften in Val di Sole. Die 29-jährige Fahrerin aus Uetikon am See dominierte den Wettbewerb von Anfang an und verbrachte den Großteil des Rennens völlig allein an der Spitze des Feldes. Frei, die als amtierende Europameisterin im Cross-Country an den Start ging, baute einen komfortablen Vorsprung auf die Verfolgergruppe auf. Ihr entscheidender Ausreißer entwickelte sich, nachdem die schwedische Mitfavoritin Jenny Rissveds einen frühen mechanischen Defekt erlitt. Frei zog nach Rissveds' Ausfall vor allen anderen Konkurrentinnen davon, bewältigte die Strecke in Italien souverän und beendete das Rennen mit großem Vorsprung, um den Weltmeistertitel zu gewinnen.
Zielsprint um Silber und Bronze
Der Kampf um die verbleibenden Medaillenplätze blieb bis in die letzten Meter des Rennens unentschieden. Die italienische Lokalmatadorin Martina Berta lieferte sich ein direktes Duell mit der 29-jährigen Schweizerin Nicole Koller um den zweiten Platz. Im Final-Sprint zur Ziellinie besiegte Berta Koller und sicherte sich vor heimischem Publikum in Val di Sole die Silbermedaille. Koller überquerte die Ziellinie als Dritte und sicherte sich die Bronzemedaille. Das Ergebnis bescherte dem Schweizer Team zwei Podestplätze im prestigeträchtigsten Cross-Country-Event, zusätzlich zu Freis Goldmedaille.
Mechanische Rückschläge für Keller und Rissveds
Der Wettbewerb verlief für die Schweizer Mitfavoritin Alessandra Keller weitaus unglücklicher, die aufgrund von zwei technischen Defekten aus dem Medaillenkampf ausschied. Keller hatte während einer anfänglichen Abfahrt Probleme mit ihrer Fahrradkette, konnte jedoch in den ersten Runden Kontakt zur Spitzengruppe halten. Etwa eine halbe Stunde nach Rennbeginn verursachte ihre Kette erneut Probleme. Sichtlich frustriert über den wiederkehrenden Ausrüstungsfehler warf Keller ihre Trinkflasche auf die Strecke und setzte das Rennen unter Tränen fort, während ihre Podiumshoffnungen schwinden. Auch die schwedische Konkurrentin Jenny Rissveds schied nach Materialproblemen während des Rennens aus dem Medaillenkampf aus.
Schweizer Cross-Country-Meisterschaftsgeschichte
Frei wurde die dritte Schweizerin in der Geschichte des Mountainbikesports, die in der prestigeträchtigsten Cross-Country-Kategorie den Weltmeistertitel gewann. Ihr Sieg reiht sie neben Silvia Fürst, die 1992 den Weltmeistertitel gewann, und Jolanda Neff, die 2017 Weltmeisterin wurde. Die Goldmedaille in Val di Sole ergänzt Freis internationale Erfolge, zu denen eine olympische Silbermedaille aus dem Jahr 2021 sowie ein Short-Track-Weltmeistertitel aus demselben Jahr gehören. Nach Abschluss des Frauen-Cross-Country-Rennens richtete sich die Aufmerksamkeit auf das für 15:15 Uhr angesetzte Herren-Weltmeisterschaftsrennen, bei dem die Schweizer Medaillenchancen als geringer eingeschätzt wurden.
- Silvia Fürst gewinnt den Cross-Country-Weltmeistertitel
- Jolanda Neff gewinnt den Cross-Country-Weltmeistertitel
- Sina Frei gewinnt den Cross-Country-Weltmeistertitel


