Sicherheit · Belgrad und Novi Sad

Serbien nimmt neun Personen wegen Folter an Protestierenden in Regierungsgarage in Belgrad fest

Die serbischen Behörden haben am Mittwoch, 4. November, neun Personen festgenommen, die meisten von ihnen aktive Polizeibeamte, wegen des Verdachts, im August 2025 festgehaltene Protestierende gefoltert und eingeschüchtert zu haben.

KI-Text auf Grundlage von Berichten von Notícias ao Minuto, EL MUNDO, rmf24.pl und weiteren Medien. Veröffentlicht . So entsteht er

Für MitgliederDie ersten 30 Sekunden zum Probehören. Synthetische Stimme (KI).

Kurz gefasst

Belgrad, Novi Sad · Serbien
Wie es dazu kam
  1. 1.11.Betonvordach an einem sanierten Bahnhof in Novi Sad stürzt ein, 16 Menschen sterben
  2. 14.-15. August 2025Mutmaßliche Folter und Einschüchterung festgehaltener Protestierender in der Garage eines Regierungsgebäudes in Belgrad
  3. 1.11.Marko Kricak, der die Kriminalpolizei leitete, wird in einem anderen Fall festgenommen
  4. 4.11.Neun Personen werden wegen mutmaßlicher Folter an Protestierenden festgenommen, die meisten von ihnen aktive Polizeibeamte

Neun Festnahmen im Fall der Belgrader Garage

Die serbischen Behörden haben am Mittwoch, 4. November, neun Personen festgenommen, wie aus einer Mitteilung des Innenministeriums hervorgeht. Das Ministerium teilt mit, die Gruppe stehe im Verdacht, Menschen gefoltert und eingeschüchtert zu haben; veröffentlicht wurden nur die Initialen und Geburtsjahre der Verdächtigen. Die Berichte über die Zusammensetzung weichen voneinander ab: Notícias ao Minuto und EL MUNDO beschreiben acht aktive Polizeibeamte plus einen ehemaligen Beamten oder Zivilisten, während RMF24 und The Guardian von neun aktiven Beamten und einem ehemaligen Beamten sprechen. Die Festnahmen erfolgen im Umfeld der Antikorruptionsproteste, die Serbien 2025 und 2026 erfassten und die auf den Einsturz eines Betonvordachs an einem sanierten Bahnhof in Novi Sad folgten, bei dem am 1. November 2024 16 Menschen starben.

Mutmaßliche Gewalt in der Regierungsgarage

Nach Angaben des Ministeriums handelten die Verdächtigen, die einer Eliteeinheit angehörten, zwischen dem 14. und 15. August 2025 in der Garage eines Regierungsgebäudes im Zentrum von Belgrad. Sie hätten mit Gewalt und Drohungen Informationen zu erlangen versucht, mehrere Menschen seien verletzt worden. In der Mitteilung des Ministeriums heißt es:

„Durch die Anwendung von Gewalt und Drohungen fügten sie einer größeren Zahl von Personen große Schmerzen und schweres Leid zu“

Serbisches Innenministerium

Der öffentlich-rechtliche Sender RTS berichtet, Igor Zmiric, Kommandeur der speziellen Anti-Terror-Einheit, sei unter den Beteiligten. Eine Studentin und Aktivistin, die während der Proteste im August 2025 in Belgrad festgehalten wurde, wirft Zmiric vor, sie getreten zu haben, als sie auf dem Garagenboden lag. Sie sagt zudem, ihr damaliger Vorgesetzter habe ihr mit Vergewaltigung gedroht. Dieser Vorgesetzte, Marko Kricak, der die Kriminalpolizei leitete, wurde am Sonntag, 1. November, in einem anderen Fall festgenommen.

Vorwürfe gegen die frühere Regierung

Dutzende Studierende und Aktivistinnen und Aktivisten, die sich den Protesten anschlossen, werfen der Polizei übermäßige Gewalt vor, die zu Verletzungen und psychischen Traumata geführt habe. Die Polizei setzte Tränengas, Räumfahrzeuge und Blendgranaten ein, um Menschenmengen bei den Demonstrationen auseinanderzutreiben. Serbien ist Beitrittskandidat der Europäischen Union. Anführer der Studierenden fordern eine rasche Reform von Polizei und Geheimdiensten. Die führungslose Studentenliste besiegte die Serbische Fortschrittspartei bei der vorgezogenen Parlamentswahl am 25. Oktober. Studierende, Aktivistinnen und Aktivisten, Oppositionspolitiker und Menschenrechtsorganisationen werfen Aleksandar Vučić und seiner Partei politische Gewalt, Druck auf die Medien, Verbindungen zur organisierten Kriminalität und weitverbreitete Korruption vor. Vučić und seine Verbündeten weisen diese Vorwürfe zurück.

Fragen zu diesem Text

Quellen und Kontext

Pollar ist kostenlos und ohne Werbung im Text. Getragen wird es von seinen Mitgliedern.

Pollar unterstützen