
Südkorea alarmiert Kampfjets, nachdem über zehn chinesische und russische Flugzeuge seine Luftverteidigungszone betreten haben
Südkorea hat am Samstag Kampfjets alarmiert, nachdem mehr als zehn chinesische und russische Militärflugzeuge die Luftverteidigungs-Identifikationszone des Landes über dem Ostmeer und südlich der koreanischen Halbinsel betreten hatten. Eine Verletzung des Hoheitsraums fand jedoch nicht statt.
Einzelheiten zum Vorfall
Der südkoreanische Generalstab teilte mit, dass die chinesischen und russischen Flugzeuge am Samstag in die Korea Air Defense Identification Zone (KADIZ) eingeflogen und diese wieder verlassen hätten, ohne den Hoheitsraum zu verletzen. Der Vorfall ereignete sich über dem Ostmeer (Japanisches Meer) und dem Gebiet südlich der koreanischen Halbinsel.
Das südkoreanische Militär hatte die einfliegenden Flugzeuge vor ihrem Eintritt in die Zone erfasst und Kampfjets der Luftwaffe alarmiert, „um für jeden Notfall gewappnet zu sein“, wie es in einer Erklärung hieß.
Das südkoreanische Militär erfasste die chinesischen und russischen Flugzeuge vor ihrem Eintritt in die Zone und setzte Kampfjets der Luftwaffe ein, um für jeden Notfall gewappnet zu sein.
China und Russland äußerten sich zunächst nicht zu dem Vorfall.
Was ist die KADIZ?
Eine Air Defense Identification Zone ist kein Hoheitsgebiet, sondern eine Pufferzone, in der Länder anfliegende Flugzeuge aus Sicherheitsgründen zur Identifizierung auffordern. Nach internationaler Praxis wird von Militärflugzeugen erwartet, dass sie das Land vor dem Einflug in eine solche Zone benachrichtigen, auch wenn dies nicht verpflichtend ist.
Die südkoreanische KADIZ wurde 2013 eingerichtet und überschneidet sich mit ähnlichen Zonen, die von China und Japan beansprucht werden. Die überlappenden Grenzen führen häufig zu Spannungen in der Region.
Präzedenzfall Dezember 2025
Dem Vorfall am Samstag ging ein ähnliches Ereignis im Dezember 2025 voraus, bei dem neun russische und chinesische Militärflugzeuge nahe des Hoheitsgebiets von Südkorea und Japan flogen, was beide Länder zu Notfallalarmierungen veranlasste.
Peking und Moskau bezeichneten die Flüge damals als Teil einer gemeinsamen Patrouille über dem westlichen Pazifik, an der auch strategische Bomber beteiligt waren. Südkorea und Japan protestierten; Seoul legte eine formelle Beschwerde ein, und Tokio äußerte „ernsthafte Besorgnis“.
Ein südkoreanischer Militärbeamter sagte gegenüber Yonhap, dass die Flüge am Samstag möglicherweise im Rahmen gemeinsamer Luftmanöver von China und Russland stattgefunden haben.
- Neun russische und chinesische Kampfflugzeuge fliegen nahe Südkorea und Japan, lösen Alarmierungen und Proteste aus; werden als gemeinsame Patrouille mit strategischen Bombern beschrieben.
- Über zehn chinesische und russische Militärflugzeuge fliegen in die KADIZ ein; Südkorea alarmiert Kampfjets, keine Verletzung des Hoheitsraums.
Reaktionen und regionale Spannungen
Der Vorfall unterstreicht die anhaltende militärische Aktivität Chinas und Russlands in Ostasien, die wiederholt Reaktionen der US-Verbündeten in der Region hervorgerufen hat. Die sofortige Alarmierung von Kampfjets durch Südkorea zeigt seine Bereitschaft zu reagieren, selbst wenn keine territoriale Verletzung stattfindet.
Weitere Einzelheiten zu den beteiligten Flugzeugtypen oder der Dauer der Flüge wurden nicht bekannt gegeben.


