Wahlen · Detroit

El-Sayed und Rogers kämpfen am Dienstag, 3. November, um den Senatssitz von Michigan

Abdul El-Sayed, ein Demokrat, der der erste muslimische US-Senator werden könnte, beendet seinen Wahlkampf gegen den Republikaner Mike Rogers. Die Wähler in Michigan entscheiden am Dienstag, 3. November, über den Sitz – ein Rennen, das zeigt, wie weit die Partei bei der Gesundheitsversorgung gehen kann.

KI-Text auf Grundlage von Berichten von Axios, EL PAÍS, RTE.ie und weiteren Medien. Veröffentlicht . So entsteht er

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Kurz gefasst

Foto: Office of Mike Rogers, United States Congress, Public domain (Wikimedia Commons, Ausschnitt)

Ein knappes Rennen mit nationaler Bedeutung

Die Wähler in Michigan gehen am Dienstag, 3. November, zu den Urnen, in einem Senatsrennen, das mitentscheiden könnte, welche Partei im kommenden Jahr die Kammer kontrolliert. Der demokratische Kandidat Abdul El-Sayed ist ein 42-jähriger ehemaliger Arzt und Beamter im öffentlichen Gesundheitswesen, der zu den sichtbarsten Stimmen am linken Flügel der Partei gehört. Sollte er gewinnen, wäre er der erste muslimische Senator der Vereinigten Staaten, und laut RTE wäre er zudem der erste demokratische Arzt im Senat seit 1969. Sein republikanischer Gegner Mike Rogers ist ein 63-jähriger ehemaliger Kongressabgeordneter und ehemaliger FBI-Agent, der auf seiner Wahlkampfwebsite erklärt, er werde Präsident Trump unterstützen. Berichte beschreiben das Duell als besonders offen.

Ein letzter Kraftakt in Detroit

Am Montag, 2. November, beendete El-Sayed seinen Wahlkampf im Majestic Theatre in Detroit, einem Viertel, das zu den ärmsten der Vereinigten Staaten gehört und in dem viele Bewohner auf Medicare und Medicaid angewiesen sind. Mehr als tausend Menschen nahmen an der Kundgebung teil. El-Sayed nutzte die Rede, um Trump zu antworten, der bei Kundgebungen die Aussprache seines Namens verspottet hat. Er sagte der Menge, Trump könne ihn ab dem nächsten Tag einfach Senator nennen. Seine Botschaft zur Gesundheitsversorgung war direkt.

„Sie haben es verdient, einen Arzt aufsuchen zu können, ohne am Ende eine riesige Rechnung zu bekommen.“

Abdul El-Sayed, Demokratischer Kandidat für den US-Senatssitz von Michigan

Die Gesundheitsversorgung im Zentrum

Michigan hat etwa eine halbe Million Einwohner ohne Krankenversicherung, bei rund 10 Millionen Menschen, und landesweit sind etwa 28 Millionen Menschen nicht versichert. Eine aktuelle, von NOS zitierte Studie bringt die fehlende Absicherung mit 45.000 vorzeitigen Todesfällen pro Jahr in Verbindung. El-Sayed will, dass der Staat die Gesundheitsversorgung für alle Amerikaner bezahlt – eine Position nahe bei den Democratic Socialists of America, von denen er sich allerdings vor der Wahl distanziert hat. Rob Davidson, Notfallmediziner im Westen Michigans und Leiter des Committee to Protect Healthcare, beschrieb, worum es vor Ort geht.

„Wir sehen in Echtzeit vor Ort, was passiert, wenn das System unsere Patienten im Stich lässt.“

Rob Davidson

Zweifel in der eigenen Partei

Moderate Demokraten sorgen sich, dass El-Sayeds Ablehnung einer vollständigen Beendigung der US-Militärhilfe für Länder wie Israel und Saudi-Arabien Wähler vertreiben könnte, die die Partei zum Sieg braucht. Haley Stevens, die im Sommer die demokratische Vorwahl verloren hat, kündigte zwei Tage vor der Abstimmung an, sie werde Rogers unterstützen. Barack Obama machte in der Woche vor der Wahl Wahlkampf für El-Sayed. El-Sayed hat zudem den Krieg im Iran als illegal bezeichnet, und die Republikaner haben ihm Verbindungen zur Muslimbruderschaft vorgeworfen, was er als Ablenkung bezeichnet hat.

Über Michigan hinaus

Die Bezahlbarkeit der Gesundheitsversorgung dürfte im nächsten Kongress eine der wichtigsten Prioritäten der Demokraten sein, ob die Partei nun eine knappe oder eine größere Mehrheit im Repräsentantenhaus gewinnt, auch wenn die Partei sich noch nicht auf eine gemeinsame Agenda verständigt hat. Präsident Trump bleibt in beiden Fällen die nächsten zwei Jahre im Amt. Im Senatsrennen in Maine wirbt auch der Demokrat Troy Jackson für Medicare for All, auch wenn er national weniger bekannt ist als El-Sayed. Annie Andrews, eine Kinderärztin, fordert in South Carolina die republikanische Senatorin Darline Graham heraus, und Amy Acton kandidiert für das Gouverneursamt in Ohio mit einem Schwerpunkt auf Pädiatrie und Präventivmedizin. Erik Polyak, Geschäftsführer von 314 Action, sagte, die Forschung seiner Gruppe zeige, dass Ärzte zu den am meisten vertrauten möglichen Kandidaten für ein Amt zählen. Donavan McKinney, ein Kandidat für das Repräsentantenhaus, warf Trump vor, größere Kürzungen im Gesundheitswesen bis nach der Wahl am Dienstag aufschieben zu wollen.

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Quellen und Kontext

Detroit · Vereinigte Staaten

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