Wahlen · Jackson und Anchorage

Demokraten erobern Senat zurück – Rennen in Mississippi und Alaska weiterhin offen

Die Demokraten haben die Kontrolle über den US-Senat zurückgewonnen, doch in Mississippi und Alaska ist die Entscheidung weiterhin offen. In Mississippi lag Scott Colom bei einer Auszählung von rund 96 Prozent mit 43 Stimmen vor Cindy Hyde-Smith, in Alaska führte Mary Peltola knapp vor Dan Sullivan, nachdem etwa drei Viertel der Stimmzettel ausgezählt waren.

KI-Text auf Grundlage von Berichten von POLITICO, HotNews.ro, NewsIT und weiteren Medien. Veröffentlicht . So entsteht er

Für MitgliederDie ersten 30 Sekunden zum Probehören. Synthetische Stimme (KI).

Kurz gefasst

Jackson, Anchorage · Vereinigte Staaten

Auszählung in Mississippi bleibt hauchdünn

Nach Auszählung von rund 96 Prozent der Stimmen lag der Demokrat Scott Colom mit 43 Stimmen vor dem republikanischen Amtsinhaber Cindy Hyde-Smith, 462.821 zu 462.778, wie aus von HotNews zitierten CNN-Zahlen hervorgeht. POLITICO berichtete, beide Kandidaten kämen bei mehr als 900.000 abgegebenen Stimmzetteln auf 48,9 Prozent, und die Washington Post beschrieb das Rennen bei 97 Prozent ausgezählter Stimmen als praktisch gleichauf. Bei einem früheren Zwischenstand auf diesem Niveau lag Colom 28 Stimmen vorn, der Abstand hat sich zwischen den Auszählungen also verschoben. Die Associated Press hat das Rennen bislang nicht für entschieden erklärt.

Stimmenauszählung im Senatsrennen in Mississippi bei 96 ProzentStimmen
Scott Colom (D)
462821 Stimmen
Cindy Hyde-Smith (R)
462778 Stimmen

Daten aus dem Artikeltext

In Mississippi können Briefwahlunterlagen, die bis zum 3. November gestempelt und innerhalb von fünf Tagen nach der Wahl eingegangen sind, ausgezählt werden. Vorläufige Stimmzettel können bis zu fünf Werktage nach dem Wahltag ausgezählt werden. Ein Vertreter der Colom-Kampagne sagte CNN, mehr als 10.000 eidesstattliche Stimmzettel seien noch nicht ausgezählt worden; es handelt sich um eine Schätzung der Kampagne. Verantwortliche im Hinds County kündigten kurz nach Mitternacht an, die Auszählung über Nacht zu unterbrechen, wie von N-tv zitierte lokale Medien berichteten; die vollständige Auszählung verschob sich damit auf den Morgen.

Keine automatische Neuauszählung und keine Stichwahl

Mississippi kennt kein Verfahren für automatische Neuauszählungen. HotNews berichtete, eine Neuauszählung könne dort nur von einem Gericht angeordnet werden, während POLITICO anmerkte, es bleibe unklar, ob und wie eine Neuauszählung angestoßen werden könnte. Da eine einfache Mehrheit zum Sieg reicht, gibt es in dem Bundesstaat keine Stichwahl. Der unabhängige Kandidat Ty Pinkins kam auf 2,1 Prozent der Stimmen, und bei der Auszählung von 97 Prozent waren rund 19.934 Stimmzettel an ihn gegangen, was den Ausschlag geben könnte. Pinkins lehnte Aufforderungen zum Rückzug ab und sagte gegenüber Mississippi Public Broadcasting, er bezweifle, dass ein Demokrat landesweit gewinnen könne.

Hyde-Smith erklärte, sie gehe davon aus, weiterhin Senatorin des Bundesstaates zu bleiben; in weiten Teilen der Wahlnacht hatte sie vorn gelegen. Donald Trump gewann Mississippi 2024 mit rund 23 Punkten Vorsprung und trat in der Vorwoche im Norden Mississippis gemeinsam mit Hyde-Smith auf. Hyde-Smith blockierte 2023 Coloms Nominierung als Bundesrichter. Sollte Colom gewinnen, wäre er der erste Demokrat, der seit 1982 für Mississippi in den Senat gewählt wird, und der erste schwarze Senator des Bundesstaates seit der Reconstruction.

Auszählung in Alaska und Regeln der Rangfolgewahl

Bei 74 Prozent ausgezählter Stimmen kam Peltola laut HotNews auf 102.701 Stimmen (48,2 Prozent) und Sullivan auf 102.075 (47,9 Prozent). POLITICO bezifferte den Vorsprung am Mittwochmorgen auf mehrere hundert Stimmen; ein Endergebnis könnte Wochen entfernt sein. Alaska akzeptiert Briefwahlunterlagen bis zu 15 Tage nach dem Wahltag. Erreicht kein Kandidat in der ersten Runde 50 Prozent, entscheidet die Rangfolgewahl über den Sieger: Der zuletzt platzierte Kandidat wird gestrichen, seine Stimmzettel werden an die nächste Präferenz weitergegeben. Der Bundesstaat beginnt erst in zwei Wochen mit der Auswertung der Wählerpräferenzen, sodass der Sieger möglicherweise erst um Thanksgiving herum feststeht.

Stimmenauszählung im Senatsrennen in Alaska bei 74 ProzentStimmen
Mary Peltola (D)
102701 Stimmen
Dan Sullivan (R)
102075 Stimmen

Daten aus dem Artikeltext

Kontext zu Senat und Repräsentantenhaus

Von den 35 zur Wahl stehenden Senatssitzen hatten die Demokraten laut HotNews insgesamt 54 gewonnen, die Republikaner 44; die Rennen in Mississippi und Alaska sind noch offen. Im Repräsentantenhaus wurden alle 435 Sitze neu vergeben; die Demokraten hatten bislang 228 gewonnen, deutlich mehr als die 218 für eine Mehrheit nötigen. 25 dieser Sitze nahmen die Demokraten den Republikanern ab, 68 Rennen im Repräsentantenhaus waren noch nicht bestätigt.

Bisher gewonnene Senatssitze, 4. November 2026Sitze
Demokraten
54 Sitze
Republikaner
44 Sitze

Daten aus dem Artikeltext

Fragen zu diesem Text

Quellen und Kontext

Pollar ist kostenlos und ohne Werbung im Text. Getragen wird es von seinen Mitgliedern.

Pollar unterstützen