
US-Senat blockiert Clarity Act mit 49:50 Stimmen, Bitcoin und Branchenaktien fallen
Der US-Senat lehnte den Clarity Act am Dienstag in einer 49:50-Verfahrensabstimmung ab und stoppte damit umfassende Regeln für den Markt digitaler Vermögenswerte, nachdem es Widerstand gegen die Ethik des Präsidenten und den Schutz des Bankwesens gegeben hatte.
Senatsabstimmung stoppt Clarity Act
Der US-Senat blockierte am Dienstag die Weiterleitung des Clarity Act, nachdem eine Verfahrensabstimmung mit 49 zu 50 Stimmen endete, 11 Stimmen unter den erforderlichen 60 für eine Beendigung der Debatte. Die Maßnahme benötigte überparteiliche Unterstützung, um die Verfahrenshürde zu überwinden, aber jeder stimmberechtigte Senatsdemokrat lehnte den Gesetzesentwurf ab, zusammen mit drei Republikanern: den Senatoren Susan Collins aus Maine, Josh Hawley aus Missouri und Jerry Moran aus Kansas. Das legislative Hindernis stoppt ein Gesetz zur Marktstruktur digitaler Vermögenswerte, das in monatelangen Verhandlungen zwischen Krypto-Führungskräften, Kongressführern und dem Weißen Haus ausgearbeitet worden war. Das Gesetz hatte zuvor im Juli 2025 das Repräsentantenhaus mit überparteilicher Unterstützung passiert, sah sich aber im Senat anhaltenden Verzögerungen gegenüber. Angesichts der bevorstehenden Kongresswahlen im November schrumpft das Zeitfenster, um den regulatorischen Rahmen vor Ende der Legislaturperiode zu verabschieden.
- Dafür
- 49 Stimmen
- Dagegen
- 50 Stimmen
- Erforderlich für Fortschritt
- 60 Stimmen
Ethikbestimmungen und geschäftliche Interessen des Präsidenten
Der demokratische Widerstand gegen den Clarity Act konzentrierte sich stark auf die persönlichen finanziellen Interessen von Präsident Donald Trump im Kryptowährungssektor. Trump erwirtschaftete im vergangenen Jahr 1,4 Milliarden US-Dollar aus einem Netzwerk von Unternehmen für digitale Vermögenswerte, was Gegner zu der Argumentation veranlasste, dass das Gesetz nicht über ausreichende ethische Schutzvorkehrungen verfüge, um zu verhindern, dass Bundesbeamte während ihrer Amtszeit profitieren. Eine Arbeitsgruppe von etwa einem Dutzend Senatsdemokraten verhandelte monatelang über einen Kompromisstext, aber alle stimmten am Dienstag letztlich gegen die Maßnahme und behaupteten, dass der Verbraucherschutz und die ethischen Beschränkungen der Regierung unzureichend blieben. Senatorin Elizabeth Warren aus Massachusetts kritisierte den endgültigen Kompromiss, der vom Weißen Haus und den republikanischen Senatsführern angeboten wurde, in einer formellen Erklärung.
Spät in der Nacht haben wir die Einzelheiten des angeblichen 'letzten Angebots' von Präsident Trump und den Republikanern zur Ethik erhalten, und es liest sich genau so, wie man es von dem korruptesten Präsidenten unserer Geschichte erwarten würde: ein schwaches Feigenblatt, das nichts tun wird, um ihn daran zu hindern, seine nächsten 1,4 Milliarden Dollar an Krypto-Gewinnen zu erzielen.
Bedenken der Bankenlobby und Entwurfsrevisionen
Der Clarity Act zielte darauf ab, endgültige Bundesregeln für die 2,3 Billionen US-Dollar schwere Branche der digitalen Vermögenswerte festzulegen und Zuständigkeitsstreitigkeiten darüber zu lösen, ob Token unter die Securities and Exchange Commission oder die Commodity Futures Trading Commission fallen. Zusätzlich zum demokratischen Widerstand stieß das Gesetz auf Widerstand aus dem Geschäftsbankensektor. Bankenvertreter argumentierten, dass die im Rahmen der vorgeschlagenen Regeln erlaubten hochverzinslichen Stablecoin-Prämien traditionelle Bankeinlagen abziehen und Kapital in digitale Plattformen umleiten würden. Um diesen Bedenken vor der Abstimmung Rechnung zu tragen, veröffentlichte die republikanische Führung am Montagabend einen sogenannten endgültigen Entwurf. Der überarbeitete Text räumte dem Finanzminister Notstandsbefugnisse ein, um einen Einlagenabflug zu verhindern, und gab den Generalstaatsanwälten der Bundesstaaten eine aktive Rolle bei der Durchsetzung, aber diese Revisionen konnten die skeptischen Gesetzgeber nicht überzeugen.
Wahlkampfausgaben der Branche und Marktreaktion
Die Niederlage des Clarity Act ist ein Rückschlag für Kryptowährungsunternehmen, die sich in Washington dauerhafte gesetzliche Sicherheit wünschten. Während der Biden-Administration hatten Bundesregulierungsbehörden Durchsetzungsklagen gegen prominente Börsen wie Coinbase und Kraken eingereicht und digitale Währungen wie Wertpapiere der Wall Street behandelt. Als Reaktion darauf steckten Krypto-Unternehmen während der Wahlen 2024 mehr als 130 Millionen US-Dollar in Super-PACs, um kryptofreundliche Kandidaten zu unterstützen. Obwohl Trump die regulatorischen Durchsetzungsmaßnahmen nach seinem Amtsantritt stoppte, drängten Führungskräfte auf formelle Gesetze, um sich vor künftigen politischen Kurswechseln der Verwaltung zu schützen. Nach der gescheiterten Abstimmung am Dienstag gaben die Kurse digitaler Vermögenswerte und Aktien nach. Bitcoin fiel um 4 % auf 75.908 US-Dollar, während die Aktien von Coinbase und Circle Internet Group jeweils um etwa 9 % fielen.
- Coinbase
- -9 %
- Circle Internet Group
- -9 %
- Bitcoin
- -4 %


