
Kennedy Center warnt vor drohender Insolvenz vor Abstimmung über Schließung des Hauptgebäudes
Die Treuhänder des John F. Kennedy Center for the Performing Arts stimmen am Dienstag über eine sofortige Schließung ab und warnen vor Zahlungsunfähigkeit ohne neue Spendensammlung in Verbindung mit Donald Trump.
Finanzkrise und Notabstimmung über Schließung
Ein 57-seitiger interner Bericht, der den Treuhändern vorgelegt wurde, warnt, dass das John F. Kennedy Center for the Performing Arts von drohender Insolvenz und finanziellem Zusammenbruch bedroht ist. Beamte des Zentrums erklären, dass die bundeseigene Kultureinrichtung innerhalb weniger Wochen möglicherweise nicht mehr in der Lage sein könnte, Gehälter zu zahlen oder laufende Gebäudewartungsverträge zu erfüllen. Der Vorstand tritt am Dienstag zu einer Sondersitzung zusammen, um über zwei Notfallresolutionen abzustimmen, die physische und haushaltspolitische Krisen betreffen. Die Führung des Zentrums empfiehlt den Treuhändern, die sofortige Schließung des Hauptspielorts anzuordnen, und warnt, dass der fortgesetzte Tagesbetrieb unter den aktuellen strukturellen und haushaltspolitischen Bedingungen Menschenleben gefährden würde. Finanzprognosen deuten darauf hin, dass das Zentrum voraussichtlich etwa 124 Millionen Dollar seiner veranschlagten Einnahmen von 220 Millionen Dollar einnehmen wird, was selbst nach erheblichen Ausgabenkürzungen im letzten Geschäftsjahr ein Defizit von etwa 23 Millionen Dollar hinterlässt.
- Veranschlagte Einnahmen
- 220 Mio. $
- Prognostizierte Einnahmen
- 124 Mio. $
- Prognostiziertes Defizit
- 23 Mio. $
Führungskonflikte und Namensbedingungen
Der Bericht verknüpft das finanzielle Überleben der Einrichtung direkt mit Donald Trump, der frühere Vorstandsmitglieder durch politische Verbündete ersetzte und nach seinem Amtsantritt im Januar 2025 den Vorsitz übernahm. Beamte des Zentrums erklären, dass Trump anbot, private Spendensammlungen zu leiten, um die Einrichtung während geplanter Renovierungsarbeiten vor der Insolvenz zu bewahren, weisen jedoch darauf hin, dass seine Hilfe eine formelle Anerkennung an der Außenseite erfordert. Die Treuhänder werden gebeten, aus 10 vorgeschlagenen Inschriften auszuwählen, darunter „Renovierung, Restaurierung und Stiftung unter der Aufsicht von Präsident Donald J. Trump und dem Trump Kennedy Center Fund.“ Im August genehmigte der Vorstand einen Plan, „Restauriert und Renoviert von Präsident Donald J. Trump“ an der Fassade anzubringen. Dieser Vorschlag folgte auf eine frühere Abstimmung im Dezember 2025, den Komplex in „Das Donald J. Trump und das John F. Kennedy Memorial Center for the Performing Arts“ umzubenennen. Im Mai entschied der US-Bezirksrichter Christopher Cooper, dass nur der US-Kongress die gesetzliche Befugnis hat, das nationale Kulturzentrum umzubenennen, was die Behörden dazu veranlasste, die goldene Beschriftung im Juni von der Gebäudefassade zu entfernen.
- Donald Trump übernimmt die Präsidentschaft und setzt Verbündete im Kennedy-Center-Vorstand ein
- Vorstand stimmt dafür, Donald Trumps Namen in den Gebäudetitel des Kennedy Centers aufzunehmen
- Vorstand genehmigt eine zweijährige Schließung des Hauptgebäudes für Gebäudesanierungen
- Bundesrichter Christopher Cooper entscheidet, dass der Vorstand nicht befugt ist, das Zentrum umzubenennen
- Arbeiter entfernen die Donald-Trump-Beschriftung von der Gebäudefassade nach der Gerichtsentscheidung
- Bundesrichter setzt die geplante Renovierungsschließung mangels offener Prüfung vorläufig aus
- Justizministeriums-Anwalt Brantley Mayers warnt vor möglichen Abrissrisiken vor Gericht
- Vorstand verteilt 57-seitige Unterlagen mit Warnung vor drohender Insolvenz vor der Abstimmung am Dienstag
Struktureller Verfall und Gerichtsschlachten
Der Theaterkomplex am Potomac River ist neben seinen Haushaltsdefiziten mit einer sich verschlechternden Bausubstanz konfrontiert. Ein Sturm Anfang September beschädigte die Hauptstruktur, wodurch Teile des Deckenputzes sich lösten und herabfielen. Im März stimmte der Vorstand für eine zweijährige Schließung zur Durchführung umfangreicher Gebäudesanierungen und plante eine Schließung für Juli. Ein Bundesrichter blockierte die Julischließung vorübergehend mit der Begründung, die Behörden hätten keine offene und umfassende Prüfung durchgeführt, obwohl die Wartungsarbeiten fortgesetzt werden durften. Ende August sagte der Anwalt des Justizministeriums, Brantley Mayers, vor Gericht, dass das Gebäude ohne Bundeshilfe und Intervention des Präsidenten zu einer unsicheren Struktur verfallen würde, die einen vollständigen Abriss erforderlich mache.
Absagen von Künstlern und Auswirkungen auf die Nachbarschaft
Die Ticketverkäufe im Kennedy Center fielen nach dem Ausfall von Künstlern, darunter eine geplante Aufführung des Musicals „Hamilton“, auf den niedrigsten Stand seit der Covid-19-Pandemie. Das wichtigste Ensemble des Hauses, das National Symphony Orchestra, verzeichnete geringe Besucherzahlen, was die Treuhänder dazu veranlasste, kostenlose Eintrittskarten an Bekannte zu verteilen, um leere Plätze zu füllen. Das Orchester plant, seine kommende Saison in alternativen Spielstätten in der Region zu veranstalten, anstatt in seinem eigenen Saal. Die anhaltende Flaute hat auch Unternehmen getroffen, die in der Nähe des Komplexes im Watergate-Viertel betrieben werden, darunter das Tazza Cafe. Der Gastronom Mohamed Hyali erklärte, dass die monatlichen Einnahmen von 415.000 Dollar im August 2025 auf 103.000 Dollar im August 2026 fielen.
Es war schrecklich, seit dieser Namensgeschichte.
Hyali hielt im Frühjahr eine Mitarbeiterversammlung ab, um die Schichtzeiten seiner 14 Angestellten zu reduzieren, woraufhin 7 Mitarbeiter das Unternehmen verließen.


