Gesundheit & Bildung · Garlasco und Vigevano
Mutter des Garlasco-Mordverdächtigen versucht nach monatelangem Online-Hass Suizid
Daniela Ferrari (66), die Mutter des einzigen Verdächtigen im wiederaufgenommenen Mordfall Chiara Poggi, versuchte am 17. Juni, sich mit einer Überdosis Beruhigungsmitteln das Leben zu nehmen. Ihre Anwälte gaben bekannt, dass sie unerbittlichen Missbrauch in den sozialen Medien ausgesetzt war.
KI-Text auf Grundlage von Berichten von ANSA.it, Il Fatto Quotidiano, Adnkronos und weiteren Medien. Geändert . So entsteht er
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Kurz gefasst
Die 66-jährige Daniela Ferrari nahm am 17. Juni eine Überdosis Beruhigungsmittel. Sie wurde auf der Intensivstation in Vigevano stationär behandelt und später auf eine psychiatrische Station verlegt.
Die Anwälte sagen, Ferrari habe unablässig Hassnachrichten auf Instagram, TikTok und anderen Plattformen erhalten, die auch nach ihrer Krankenhauseinweisung weitergingen.
Ferrari brach im April 2025 während einer Zeugenbefragung zusammen und wurde im Oktober 2025 wegen Verdachts auf einen Schlaganfall ins Krankenhaus eingeliefert, beides stand im Zusammenhang mit extremem Stress und der Einnahme von Beruhigungsmitteln.
Die Anwälte appellierten, die Feindseligkeit einzustellen, und betonten, dass Ferrari lediglich Zeugin sei und keine Rolle in dem Mordverfahren spiele.
- 28.04.Bricht während einer Zeugenaussage in einer Carabinieri-Kaserne zusammen; Tachykardie und Panikattacke festgestellt.
- 16.10.Wird mit Verdacht auf Schlaganfall ins Krankenhaus San Matteo in Pavia eingeliefert; später auf übermäßigen Beruhigungsmittelkonsum zurückgeführt.
- 17.06.Versucht zu Hause in Garlasco mit einer Beruhigungsmittel-Überdosis Suizid; wird zur Magenspülung auf die Intensivstation nach Vigevano gebracht.
- 18.06.Von der Intensivstation auf die psychiatrische Station verlegt; Anwälte bestätigen öffentlich den Suizidversuch.
Krankenhausaufenthalt und Suizidversuch
Die 66-jährige Daniela Ferrari wurde am Morgen des 17. Juni in ihrem Haus in Garlasco aufgefunden, nachdem sie eine große Menge Beruhigungsmittel eingenommen hatte. Sie wurde in die Notaufnahme des Krankenhauses von Vigevano (Provinz Pavia) gebracht, wo die Ärzte eine dringende Magenspülung durchführten und sie auf die Intensivstation einwiesen. Ihr Zustand war stabil, blieb aber die ganze Nacht unter engmaschiger Überwachung. Am Abend des 18. Juni wurde sie von der Intensivstation auf die psychiatrische Station verlegt.
Die Verteidiger ihres Sohnes Andrea Sempio bestätigten, dass die Überdosis ein vorsätzlicher Suizidversuch war. Sie sprachen mit ausdrücklicher Genehmigung der Familie und erklärten, sie hätten befürchtet, dass sensible medizinische Details sonst in verzerrter Form durchsickern könnten. Auch Andrea Sempios Vater Giuseppe stimmte der Offenlegung zu.
„Es war ein Suizidversuch. Sie ist außer Lebensgefahr, liegt aber noch auf der Intensivstation, weil sie nicht bei vollem Bewusstsein ist.“
Online-Hasskampagne
Die Anwälte Cataliotti und Angela Taccia prangerten eine Welle des Hasses auf Instagram, TikTok und anderen Online-Plattformen an, die auch nach Bekanntwerden der Krankenhauseinweisung nicht abebbte. „Wir erhalten weiterhin Nachrichten gegen sie“, sagten sie. Sie bezeichneten den Hass als direkten Auslöser für den psychischen Zusammenbruch der 66-Jährigen.
„Das ist ein Weckruf, der uns sagt, dass es Zeit ist, dass alle den Ton mäßigen, besonders wenn es um Menschen geht, die nur indirekt mit den Ermittlungen zu tun haben, deren einziges Verschulden es ist, Freunde oder Verwandte eines Verdächtigen, Angeklagten oder Verurteilten zu sein.“
Die Angriffe auf Ferrari, die in dem Fall lediglich Zeugin ist, verstärkten sich, nachdem ihr Sohn zum dritten Mal wegen des Mordes an Chiara Poggi im Jahr 2007 in Garlasco unter Verdacht gestellt wurde.
Notlage der Familie und frühere gesundheitliche Krisen
Der Druck auf die Familie hat sich seit über einem Jahr aufgebaut. In einem Interview mit der TV-Sendung „Quarto Grado“ äußerte Ferrari ihre Bestürzung über die Veröffentlichung privater Telefonüberwachungen und beteuerte die Unschuld ihres Sohnes.
„Es macht mich schaudern, dass die Abhörprotokolle einer Familie, die im Auto über ihre eigenen Angelegenheiten spricht, veröffentlicht werden. Diese Anschuldigung, die sie uns heute entgegenschleudern, ist ein großer Unsinn, der widerlegt werden wird, wie alle anderen bisher auch. Mein Sohn hat nichts getan und unsere Familie hat nichts damit zu tun.“
Sie hatte bereits gesundheitliche Notfälle erlitten. Am 28. April 2025 brach sie während einer Zeugenbefragung in einer Carabinieri-Kaserne in Mailand zusammen; Sanitäter stellten Tachykardie und eine Panikattacke fest. Am 16. Oktober 2025 wurde sie mit dem Verdacht auf einen Schlaganfall ins Krankenhaus San Matteo in Pavia eingeliefert, was sich als Überdosis Beruhigungsmittel herausstellte, obwohl damals keine Suizidabsicht bestätigt wurde.
Appell der Anwälte und Schweigen des Sohnes
Das Anwaltsteam appellierte an alle, gemeinsam ein „ruhigeres Klima“ wiederherzustellen. Sie betonten, dass Ferrari „nichts mit diesem Prozess zu tun hat“ und dass sie ihre Bemühungen vor Gericht verstärken würden, um „ihrem Sohn und der ganzen Familie die Ruhe zurückzugeben“.
Andrea Sempio weigerte sich auf Anfrage eines Reporters, sich zum Gesundheitszustand seiner Mutter zu äußern, und zog eine klare Grenze zwischen der privaten Tragödie der Familie und dem Gerichtsverfahren. „Das ist keine Angelegenheit von öffentlichem Interesse“, sagte er. „Es ist ein privates Gesundheitsproblem.“
Fragen zu diesem Text
Quellen und Kontext
- ANSA.it>>>ANSA/ I legali, 'ancora messaggi di odio contro la madre di Sempio' - Medicina
- Il Fatto QuotidianoDelitto di Garlasco, madre di Sempio tenta il suicidio: odio sui social | Il Fatto Quotidiano.it
- AdnkronosCaso Garlasco, madre Sempio resta in rianimazione. Difesa: "Ha tentato il suicidio"
- AGILa mamma di Andrea Sempio 'ha tentato il suicidio'
- Daniela Ferrari
- 66-jährige Mutter von Andrea Sempio; versuchte am 17. Juni 2026 nach einer anhaltenden Online-Hasskampagne Suizid.
- Andrea Sempio
- 38-jähriger Verdächtiger im Mordfall Chiara Poggi von 2007; der Suizidversuch seiner Mutter wurde von seinen Verteidigern bestätigt.
- Chiara Poggi
- Mordopfer, dessen Tötung 2007 in Garlasco den zentralen Fall darstellt; Andrea Sempio steht im Zusammenhang mit ihrem Tod unter Verdacht.
- Liborio Cataliotti
- Verteidiger von Andrea Sempio; von der Familie autorisiert, den Suizidversuch bekannt zu geben und um ein Ende der Online-Feindseligkeiten zu bitten.
- Angela Taccia
- Mitverteidigerin von Andrea Sempio; prangerte gemeinsam die Hassnachrichten an und rief zu einer zurückhaltenderen öffentlichen Debatte auf.
- Giuseppe Sempio
- Vater von Andrea Sempio; stimmte der Offenlegung des Suizidversuchs seiner Frau zu.
- Orte
- Garlasco
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