Diplomatie · Den Haag und Kyjiw

Selenskyj besucht Jetten und König Willem-Alexander am 28. Oktober in Den Haag

Der ukrainische Präsident Wolodymyr Selenskyj wird am 28. Oktober in den Niederlanden erwartet. Am Nachmittag trifft er Ministerpräsident Rob Jetten, am Abend König Willem-Alexander. Der Besuch fällt mit einem neuen niederländischen Hilfspaket von 1,2 Milliarden Euro zusammen, das nicht militärischer Art ist; Gespräche zur Beendigung des Krieges sind für die Woche ab dem 2. November geplant.

KI-Text auf Grundlage von Berichten von NOS, Het Parool, Trouw und weiteren Medien. Veröffentlicht . So entsteht er

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Kurz gefasst

Den Haag, Kyjiw · Niederlande, Ukraine
Wie es dazu kam
  1. 27.10.Stubb und Støre telefonieren mit Putin und sprechen anschließend mit Selenskyj
  2. 28. Oktober 2026, nachmittagsSelenskyj trifft Ministerpräsident Rob Jetten im Catshuis
  3. 28. Oktober 2026, abendsSelenskyj wird von König Willem-Alexander im Palais Huis ten Bosch empfangen
  4. Woche ab dem 2. November 2026Neue Verhandlungen zur Beendigung des Krieges in der Ukraine geplant

Programm in Den Haag

Wolodymyr Selenskyj wird am 28. Oktober zu einem vollen Terminkalender in den Niederlanden erwartet. Am Nachmittag soll er Ministerpräsident Rob Jetten im Catshuis treffen – das erste Mal, dass Jetten ihn dort empfängt, nachdem Selenskyj das Catshuis zuletzt 2025 besucht hatte, als Dick Schoof Ministerpräsident war. Außerdem spricht er mit Jetten, Dilan Yesilgöz und Außenminister Tom Berendsen sowie anschließend mit Unternehmensvertretern aus den Niederlanden und der Ukraine. Am frühen Abend empfängt ihn König Willem-Alexander im Palais Huis ten Bosch.

Niederländisches Hilfspaket

Die Regierung hat am Tag des Besuchs 1,2 Milliarden Euro nicht militärischer Unterstützung für die Ukraine über die kommenden drei Jahre angekündigt. Minister Sjoerdsma, zuständig für Außenhandel und Entwicklungszusammenarbeit, machte die Ankündigung in Kyjiw bekannt, wo er mit Vertretern der ukrainischen Regierung und in dem Land tätigen niederländischen Unternehmen spricht. Von der Gesamtsumme sollen in diesem Jahr 40 Millionen Euro an den Ukraine Energy Support Fund fließen, den die Europäische Kommission und das Energieministerium der Ukraine eingerichtet haben, um die Energieinfrastruktur zu reparieren, die russische Luftangriffe immer wieder treffen. Weitere 55 Millionen Euro sollen es der Ukraine ermöglichen, Bauteile bei niederländischen Firmen zu bestellen, damit diese Infrastruktur weiter betrieben werden kann, während 136 Millionen Euro an Unternehmen gehen, die beim Wiederaufbau des Landes helfen wollen.

Angekündigte niederländische nicht militärische Unterstützung für die UkraineMillionen Euro
Ukraine Energy Support Fund (dieses Jahr)
40 Millionen Euro
Bestellungen niederländischer Unternehmen für die ukrainische Energieinfrastruktur
55 Millionen Euro
Unternehmen, die beim Wiederaufbau der Ukraine helfen
136 Millionen Euro

Daten aus dem Artikeltext

Sjoerdsma verwies auf den bevorstehenden harten Winter und erklärte, warum die Regierung jetzt handelt:

„Für die Sicherheit uns aller ist es ebenfalls sehr wichtig, dass wir die Ukrainer weiter unterstützen, damit sie den Kampf durchhalten können.“

Sjoerdsma

Coen van Oostrom vom Arbeitgeberverband VNO-NCW, der den Minister begleitet, sagte, die Aufgabe in der Ukraine sei enorm:

„Niederländische Unternehmen können dabei eine wichtige Rolle spielen. Dafür müssen wir aber eng mit der ukrainischen Regierung zusammenarbeiten und die Hindernisse für die Unternehmen aus dem Weg räumen.“

Coen van Oostrom

Geländegewinne

Am Dienstag, dem 27. Oktober, erklärte Selenskyj in seiner abendlichen Videoansprache, die Ukraine habe durch eine Reihe von Offensiven Gelände zurückgewonnen, darunter eine Operation, die zuvor nicht angekündigt worden war. Die Lage des Landes auf dem Schlachtfeld sei besser als seit Langem in einem Krieg, der nun schon mehr als vier Jahre dauert, und weitere Luftverteidigungssysteme westlicher Verbündeter könnten sie weiter stärken. Er nannte die Operation Veles, bei der Pipelines genutzt wurden, um russische Stellungen einzukreisen, und verwies zudem auf eine Luftlandeoperation im Osten der Ukraine sowie die weiter nördlich angesetzte Operation Vivaldi. Beide sollten russische Truppen daran hindern, in wichtige Gebiete vorzurücken. Wie viel Territorium die Ukraine zurückerobert hat, geht aus seinen Ausführungen nicht hervor.

Gespräche und europäische Spannungen

Laut Het Parool sind für die Woche ab dem 2. November neue Verhandlungen geplant, die Russlands Krieg gegen die Ukraine beenden sollen. Die Vereinigten Staaten führen inzwischen die Gespräche zwischen der Ukraine und Russland, Europa ist bislang außen vor geblieben. Selenskyj war in der Woche ab dem 19. Oktober in Norwegen, wo er mit dem US-Gesandten Steve Witkoff über die Verhandlungen sprach. Im Oktober 2026 besuchte er zudem das Vereinigte Königreich und Belgien, wo ihn König Charles und König Philippe empfingen.

Am Dienstag, dem 27. Oktober, telefonierten der finnische Präsident Stubb und der norwegische Ministerpräsident Jonas Gahr Støre überraschend mit dem russischen Präsidenten Wladimir Putin. Nach eigener Darstellung überbrachten sie „die Botschaft der Ukraine“ und sprachen anschließend erneut mit Selenskyj. Die dänische Ministerpräsidentin Mette Frederiksen nannte den Anruf eine „Einzelaktion“ und sagte, Europa müsse geschlossen handeln. Støre erklärte, die anderen Länder seien vorab darüber informiert worden, dass der Anruf stattfinden würde.

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