BerichtUkraine-Krieg: Aktuelle Entwicklungen

Sicherheit · Kiew, Washington und Cherson

Selenskyj bietet einmonatige Pause der Angriffe auf russische Raffinerien für Patriot-Raketen an

Wolodymyr Selenskyj hat erklärt, Kiew werde die Angriffe auf russische Raffinerien einen Monat lang aussetzen, wenn die USA für diesen Zeitraum Patriot-Luftabwehrsysteme liefern. Das Angebot kam zwei Tage, nachdem Washington den Verkauf von 500 Patriot-Abfangraketen an die Ukraine genehmigt hatte.

KI-Text auf Grundlage von Berichten von DIE WELT, N-tv, Le Soir und weiteren Medien. Veröffentlicht . So entsteht er

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Kurz gefasst

Foto: © European Union, 2026, CC BY 4.0 (Wikimedia Commons, Ausschnitt). Archivbild, 2026
Wie es dazu kam
  1. 27.10.Waffenruhe in der Region Cherson beginnt
  2. 30.10.USA genehmigen den Verkauf von 500 Patriot-Abfangraketen an die Ukraine
  3. 1.11.Selenskyj schlägt bei Fox News eine einmonatige Pause der Raffinerie-Angriffe vor; die Waffenruhe in Cherson endet, nachdem Russland eine Verlängerung ablehnt
  4. November 2026Von den USA vermittelte Gespräche sollen wieder aufgenommen werden

Das Angebot an Washington

Wolodymyr Selenskyj hat eine Einstellung der ukrainischen Angriffe auf russische Raffinerien an die Lieferung von Patriot-Luftabwehrsystemen aus den Vereinigten Staaten geknüpft. In einem Interview mit Fox News sagte er, Kiew werde die Angriffe auf russische Raffinerien einen Monat lang aussetzen, wenn Washington die Abfangsysteme für denselben Zeitraum liefere. Er sagte, auch Russland müsse aufhören, das ukrainische Energiesystem anzugreifen, und argumentierte, russische Angriffe hätten die Strom- und Gasversorgung, die Raffinerien und die Bevölkerung getroffen. Er habe zu diesem Thema mehrere unterschiedliche Gespräche mit Donald Trump und dessen Team geführt. Auf die Frage, ob das Angebot als Versuch gewertet werden könne, Trump unter Druck zu setzen, antwortete Selenskyj mit Nein und sagte, die Ukraine werde die Finanzierung der Systeme sicherstellen, da es nicht nur um Hilfsgelder gehe.

Trumps Forderung und der energiepolitische Hintergrund

Trump hat beide Länder gedrängt, keine Angriffe mehr auf die Energieanlagen des jeweils anderen auszuführen, und das Weiße Haus will, dass Kiew die Angriffe auf russische Ölanlagen einstellt. Die Forderung fällt in eine Zeit, in der Trump mit einer Inflation konfrontiert ist, die maßgeblich von einem Anstieg der Energiepreise getrieben wird, den die Konflikte im Iran und zwischen Russland und der Ukraine befeuert haben. Selenskyjs Vorschlag ist damit eine direkte Antwort auf das Ersuchen Washingtons – mit der zusätzlichen Bedingung, dass auch Russland aufhört, die ukrainischen Energienetze zu treffen. Die Position Kiews ist, dass es nicht tatenlos bleiben kann, während Russland seine Energieinfrastruktur angreift. Die Äußerungen des ukrainischen Präsidenten fielen in einem Interview mit einem US-Sender, nicht im Rahmen einer förmlichen Vereinbarung mit dem Weißen Haus.

Patriot-Bestände und die Lücke bei den Lieferungen

Am Freitag, 30. Oktober, genehmigte die US-Regierung den Verkauf von 500 Patriot-Abfangraketen an die Ukraine, wie das Außenministerium mitteilte. Selenskyj begrüßte die Entscheidung, warnte jedoch, die Lieferungen könnten Jahre dauern. Ukrainische Vertreter warnen seit Wochen, dass ihre Bestände zur Neige gehen, und die Ukraine hat zunehmend Mühe, russische Raketen abzuwehren. Selenskyj schlug deshalb vor, die Vereinigten Staaten und die europäischen Verbündeten sollten zunächst Raketen aus ihren eigenen Beständen abgeben, die später durch die neu bestellten Waffen ersetzt würden. Seit Trump Anfang 2025 sein Amt antrat, hat Washington die direkte Militärhilfe für die Ukraine eingestellt, doch Verbündete können über den sogenannten Purl-Mechanismus Waffenpakete in den USA für Kiew kaufen; Deutschland hat sich bislang drei solcher Pakete angeschlossen.

Gespräche, die Türkei und die Waffenruhe in Cherson

Selenskyj, der sich an diesem Wochenende in der Türkei aufhält, sagte am Sonntag, 1. November, er sei bereit, den russischen Präsidenten Wladimir Putin zu treffen. Putin besteht darauf, dass ein solches Treffen in Moskau stattfindet – eine Bedingung, die Selenskyj ablehnt. Die Türkei, die enge Beziehungen sowohl zu Moskau als auch zu Kiew unterhält, bietet regelmäßig an, mögliche Friedensgespräche zwischen den beiden Ländern auszurichten. Unabhängig davon endete am Sonntag, 1. November, eine Waffenruhe in der Region Cherson, die seit Dienstag, 27. Oktober, gegolten hatte, nachdem Russland einen Vorschlag zur Verlängerung abgelehnt hatte, wie ukrainische Vertreter mitteilten. Es war die längste Waffenruhe seit dem Beginn von Russlands umfassendem Einmarsch in die Ukraine im Jahr 2022. Die von den USA vermittelten Gespräche sollen im November nach einer Unterbrechung wieder aufgenommen werden.

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Quellen und Kontext

Kiew, Washington, Cherson · Ukraine, Vereinigte Staaten

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