Konflikte · Kiew und Washington

Selenskyj: Kiew wartet seit fast einem Monat auf US-Freigabe von Patriot- und NASAMS-Raketen

Wolodymyr Selenskyj erklärte am Montag, dem 26. Oktober, die Ukraine warte seit fast einem Monat auf die Freigabe von Abfangraketen für Patriot- und NASAMS-Systeme durch Pete Hegseth, die Verbündete bereits bezahlt hätten.

KI-Text auf Grundlage von Berichten von Η Ναυτεμπορική, ΣΚΑΪ, Notícias ao Minuto und weiteren Medien. Veröffentlicht . So entsteht er

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Kurz gefasst

Foto: President.gov.ua, CC BY 4.0 (Wikimedia Commons, Ausschnitt)
Wie es dazu kam
  1. 20.10.Reuters berichtet, mindestens eine Charge Abfangraketen warte auf die Freigabe durch Hegseth
  2. 26.10.Selenskyj erklärt, Kiew warte seit fast einem Monat auf die Freigabe durch Hegseth
  3. November 2026Treffen der Ukraine-Kontaktgruppe im Ramstein-Format geplant

Kiew: Freigabe steht seit fast einem Monat aus

Wolodymyr Selenskyj erklärte am Montag, dem 26. Oktober, die Ukraine warte seit fast einem Monat darauf, dass US-Verteidigungsminister Pete Hegseth Abfangraketen für die Luftverteidigungssysteme Patriot und NASAMS freigibt. Er äußerte sich in einem Beitrag auf X im Anschluss an ein Treffen zum Stand der Waffenlieferungen aus Partnerländern. Selenskyj erklärte, er habe sein Team angewiesen, die Angelegenheit erneut in Washington zur Sprache zu bringen, und Kiew verfolge parallel andere Wege. Es liefen Gespräche mit den Vereinigten Staaten, europäischen Ländern und anderen Partnern, die über PAC-2- und PAC-3-Raketen für Patriot-Systeme verfügten.

„Wir warten seit fast einem Monat darauf, dass Herr Hegseth die Raketen für Patriot und NASAMS freigibt.“

Wolodymyr Selenskyj

Von Verbündeten bezahlt, in Washington blockiert

Die betreffenden Raketen wurden über PURL beschafft, die Prioritised Ukraine Requirements List, einen Mechanismus, über den NATO-Länder den Kauf von US-Waffen für die Ukraine finanzieren. Deutschland ist einer der europäischen NATO-Staaten, die diese US-Lieferungen bezahlen, und die Vereinigten Staaten leisten unter Präsident Donald Trump keine Militärhilfe mehr an die Ukraine. Weitergaben von in den USA hergestellten Waffen aus Drittländern bedürfen weiterhin der Zustimmung Washingtons. In einem früheren Interview mit Bloomberg erklärte Selenskyj, die US-Seite habe nur einen Teil der Raketen freigegeben, den Rest nicht, und bezeichnete die Verzögerung als politische und nicht als technische Angelegenheit. Zudem erklärte er, die USA lieferten derzeit nur noch 12 Patriot-Abfangraketen pro Monat, etwa viermal weniger als unter der Regierung von Joe Biden.

„Die amerikanische Seite hat nur einen Teil davon freigegeben, den Rest nicht.“

Wolodymyr Selenskyj

Was Washington erklärt hat

Anfang Oktober räumte US-Außenminister Marco Rubio ein, dass eine Charge Abfangraketen möglicherweise nicht geliefert worden sei, erklärte jedoch, die Verzögerung habe keine politischen Gründe. Reuters berichtete am 20. Oktober, mindestens eine Charge warte weiterhin auf die Freigabe durch Hegseth. Laut der Washington Post erklärten US-Beamte, der Minister habe die Weitergaben nicht förmlich abgelehnt, aber die für eine Freigabe nötigen Schritte nicht unternommen. Ein ukrainischer Beamter sagte dem Kyiv Independent, die Charge sei erheblich, ohne die Zahl der Raketen zu nennen. Die Vereinigten Staaten haben bestritten, Waffenlieferungen an die Ukraine gezielt zu verzögern.

Lücken bei Aufklärung und Starlink-Störungen

Die Ukraine meldete zudem Lücken bei den Informationen, die sie aus US-Quellen über russische Raketenangriffe erhält. Bei Starshield, der militärischen Version des Satellitendienstes Starlink, sei die Leistung Berichten zufolge über Tage gedrosselt worden, was militärische Operationen und die Luftverteidigung beeinträchtigt habe. Reuters berichtete, die Anweisung zur Drosselung sei über das Weiße Haus ergangen. SpaceX-Chef Elon Musk und US-Beamte hatten öffentlich erklärt, jede Entscheidung zur Begrenzung von Starlink oder Starshield könne nur von der jeweils anderen Seite getroffen werden. Selenskyj erklärte, der Starlink-Dienst sei wieder auf dem normalen Niveau. US-Beamte führten Unterbrechungen von Frühwarnsystemen, die auf US-Daten angewiesen sind, auf „ungünstige Wetterbedingungen“ zurück, während ukrainische Beamte erklärten, solche Unterbrechungen habe es bereits mehrfach gegeben.

Druck wegen russischer Raffinerien und Wintervorbereitungen

Selenskyj brachte die Verzögerungen und Einschränkungen mit dem Versuch Trumps in Verbindung, Kiew zur Annahme der vom Kreml geforderten Bedingungen für ein Kriegsende zu drängen; Washington hat Vorwürfe zurückgewiesen, militärische und technologische Unterstützung als Druckmittel einzusetzen. Trump hatte ein Abkommen mit Russland über Diesel angekündigt und Selenskyj dafür kritisiert, Angriffe auf russische Raffinerien nicht einzustellen. Russland hat seine Angriffe auf die Energie- und die politische Infrastruktur der Ukraine verstärkt, während Kiew sich auf den Winter vorbereitet. Selenskyj kündigte zudem Vorbereitungen für ein Treffen der Ukraine-Kontaktgruppe im Ramstein-Format im November an, bei dem die Partner weitere Militärhilfe erörtern sollen.

Fragen zu diesem Text

Quellen und Kontext

Kiew, Washington · Ukraine, Vereinigte Staaten

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