Diplomatie · Istanbul und Ankara

Selenskyj reist am 31. Oktober nach Istanbul zu Gesprächen mit Erdogan über die Sicherheit im Schwarzen Meer

Der ukrainische Präsident Wolodymyr Selenskyj reist am 31. Oktober auf Einladung von Recep Tayyip Erdogan nach Istanbul. Nach Angaben der türkischen Präsidentschaft sollen die Gespräche den Krieg mit Russland, die Sicherheit der Schifffahrt im Schwarzen Meer und die bilateralen Beziehungen behandeln.

KI-Text auf Grundlage von Berichten von Libertatea, Stirile ProTV, Notícias ao Minuto und weiteren Medien. Veröffentlicht . So entsteht er

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Kurz gefasst

Istanbul, Ankara · Türkei
Wie es dazu kam
  1. 28.10.Erdogan erklärt Trump, die Türkei sei bereit, wiederaufgenommene Gespräche zu unterstützen
  2. 31.10.Selenskyj besucht Istanbul zu Gesprächen mit Erdogan
  3. November 2026Nächste ukrainisch-russische Friedensgespräche in Abu Dhabi erwartet

Der Besuch

Der ukrainische Präsident Wolodymyr Selenskyj wird am 31. Oktober 2026 auf Einladung des türkischen Präsidenten Recep Tayyip Erdogan in Istanbul erwartet. Die türkische Präsidentschaft kündigte die Reise am Freitag, 30. Oktober, über ihren Kommunikationschef Burhanettin Duran an, der sie als Arbeitsbesuch bezeichnete. Die beiden Staatschefs sollen sich über regionale und internationale Entwicklungen austauschen. Die türkische Seite will zudem Möglichkeiten prüfen, die bilaterale Zusammenarbeit zwischen Ankara und Kiew zu vertiefen. Zum Abschluss der Beratungen ist eine gemeinsame Pressekonferenz geplant, auf der beide Präsidenten die Ergebnisse ihrer Gespräche darlegen sollen.

Agenda: der Krieg und die Schifffahrt im Schwarzen Meer

Im Mittelpunkt der Gespräche stehen der von Russland gegen die Ukraine begonnene Krieg und die Sicherheit der Navigation im Schwarzen Meer. Das Schwarze Meer war in den vergangenen Monaten wiederholt Ziel von Angriffen, die die Handelsschifffahrt und die wirtschaftlichen Interessen der Türkei gefährden. Im September erklärte eine türkische Diplomatenquelle gegenüber AFP, Ankara habe Kiew und Moskau einen Protokollentwurf vorgelegt, der Angriffe auf Handelsschiffe beenden soll. Der Entwurf orientiert sich an dem im Juli 2022 unter Schirmherrschaft der Vereinten Nationen und der Türkei geschlossenen Getreideabkommen, von dem sich Moskau nach rund einem Jahr lossagte. Die Türkei argumentiert, das Getreideabkommen habe gezeigt, dass Diplomatie Agrarexporte freisetzen könne, die für die globale Ernährungssicherheit entscheidend seien.

Die Vermittlerrolle der Türkei

In einem Telefonat mit dem US-Präsidenten Donald Trump am Mittwoch, 28. Oktober, erklärte Erdogan, die Türkei sei bereit, Bemühungen zur Wiederaufnahme der Gespräche zwischen der Ukraine und Russland und zur Beendigung des Krieges auf dem Verhandlungsweg zu unterstützen. Die Türkei ist NATO-Mitglied, hat keine westlichen Sanktionen gegen den Kreml verhängt und unterhält enge Beziehungen sowohl zu Moskau als auch zu Kiew. An den Meerengen Bosporus und Dardanellen gelegen, richtete sie im März 2022, weniger als einen Monat nach dem russischen Einmarsch, zwei Runden ukrainisch-russischer Gespräche aus, nachdem zuvor in Belarus verhandelt worden war. Ankara bietet regelmäßig an, weitere Friedensgespräche zwischen den beiden Ländern auszurichten.

Wie es weitergeht

Der Prozess stockt seit dem gemeinsamen Angriff der Vereinigten Staaten und Israels auf den Iran am 28. Februar 2026. Die Ukraine und Russland sollen im November in Abu Dhabi unter US-Vermittlung eine neue Runde von Friedensgesprächen führen. Das Treffen in Istanbul am 31. Oktober ist damit der nächste Schritt auf dem türkischen Gleis, wobei das Protokoll für das Schwarze Meer der Punkt ist, den Ankara auf den Tisch gelegt hat. Die Äußerungen beider Staatschefs auf der geplanten Pressekonferenz werden zeigen, wie weit die Gespräche bei der Sicherheit der Schifffahrt und dem Krieg insgesamt vorangekommen sind.

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