
Paul Seixas gewinnt die Lombardei-Rundfahrt im Alleingang – erstes Monument mit 20 Jahren
Der 20-jährige Franzose attackierte am Civiglio, distanzierte Remco Evenepoel und Isaac del Toro und erreichte am Samstag zwischen Bergamo und Como als Solist das Ziel.
Solo-Ankunft am Civiglio
Das 246 km lange Rennen führte am Samstag, dem 10. Oktober, von Bergamo nach Como und war das letzte der fünf Monumente der Saison. Als 20 km vor dem Ziel der Schlussanstieg begann, lagen Pidcock, Del Toro, Evenepoel, Seixas und Ciccone an der Spitze des Pelotons zusammen. Seixas beschleunigte 18 km vor dem Ziel und distanzierte Del Toro und Evenepoel. Pidcock und Ciccone versuchten zu folgen, brachen aber schnell unter seiner Leistung ein. AD.nl datierte die Attacke auf 19 km vor dem Ziel. Seixas schloss anschließend zu den Ausreißern auf und fuhr allein weiter.
- Die Favoriten liegen zu Beginn des Schlussanstiegs an der Spitze zusammen
- Seixas beschleunigt und distanziert Del Toro und Evenepoel
- Seixas gewinnt im Alleingang
Vorgänger und Rekord
Die Quellen widersprechen sich, wem Seixas nachfolgte. 20minutes schreibt, er sei Tadej Pogacar gefolgt, einem fünffachen Sieger, während Franceinfo und Le Figaro berichten, er sei der Nachfolger von Thibaut Pinot, dem letzten französischen Sieger, aus dem Jahr 2018. Laut 20minutes wurde Seixas der jüngste Sieger in der Geschichte der Lombardei-Rundfahrt. AD.nl berichtete, Pogacar habe verletzungsbedingt gefehlt und die vorangegangenen fünf Austragungen gewonnen.
Vorgeschichte und die Weltmeisterschaften
Vor der Lombardei war Seixas laut 20minutes Zweiter bei Lüttich-Bastogne-Lüttich geworden und hatte den Fleche Wallonne gewonnen. AD.nl berichtete, er habe eine Woche zuvor die Europameisterschaften in Slowenien ausgelassen, um sich auf die Lombardei vorzubereiten. Bei den Weltmeisterschaften in Montreal holte er Bronze im Zeitfahren, hinter Remco Evenepoel und Filippo Ganna. Im Straßenrennen litt er in den letzten Kilometern unter Krämpfen und wurde 15. Franceinfo beschrieb den Sieg in der Lombardei als Antwort auf diese Weltmeisterschaften, die zwei Wochen zuvor stattgefunden hatten.
Mollemas letztes Rennen
Bauke Mollema, 39, aus Groningen, bestritt die Lombardei-Rundfahrt zum achtzehnten und letzten Mal als Profi. Er gewann das Rennen 2019 und sagte AD.nl, dass es kein Zufall sei, seine Karriere dort zu beenden.
Das hatte ich immer im Hinterkopf. Ein Rennen, das ich ungemein liebe. Das macht etwas mit mir.
Mollema bezeichnete seinen Lombardei-Sieg von 2019 als den besten Erfolg seiner Karriere, noch vor zwei Etappensiegen bei der Tour de France, einem Vuelta-Etappensieg und der Clasica San Sebastian.
Dass ich ein Monument gewinnen durfte, fühlt sich wie etwas Magisches an. Ein Monument, das spricht einen wirklich an. Das rangiert noch höher als zwei Tour-Etappensiege.
Seixas' Sieg beendet eine Serie von Ergebnissen aus der Ära Pogacar und Pinot, in der seit 2018 nur ein Franzose das Rennen gewonnen hatte.


