
Segelflugzeugabsturz nahe Flugplatz Leszno in Polen tötet 67-jährigen Piloten
Ein 67-jähriger Pilot kam am Freitag ums Leben, nachdem ein Jantar-Segelflugzeug in 500 Metern Höhe in ein unkontrolliertes Trudeln geriet und nahe dem Flugplatz Leszno in Westpolen in einem Feld abstürzte.
Absturz nahe Flugplatz Leszno
Am Freitagnachmittag, dem 21. August 2026, ereignete sich nahe dem Flugplatz Leszno in der Woiwodschaft Großpolen ein tödlicher Flugunfall. Die Notrufzentrale erhielt kurz nach 16:00 Uhr eine dringende Meldung über ein auf landwirtschaftliche Felder in der Nähe der Kosmonautów-Straße stürzendes Flugzeug. Bei dem beteiligten Flugzeug handelte es sich um ein Jantar-Segelflugzeug des Aeroklub Leszczyński, das von einem männlichen Einwohner Posens gemietet worden war. In den meisten offiziellen Berichten von Stadtpolizei und Feuerwehr wird das Alter des Piloten mit 67 Jahren angegeben, ein Bericht des Rettungsdienstes nannte jedoch 70 Jahre. Das Flugzeug befand sich auf einem kommerziellen Flug und flog als eines von mindestens zwei Segelflugzeugen, die zu diesem Zeitpunkt im Luftraum unterwegs waren.
Ablauf des Trudelns und Aufpralls
Nach vorläufigen Erkenntnissen und Zeugenaussagen vom Flugplatz geriet das Segelflugzeug während des Fluges in etwa 500 Metern Höhe in Schwierigkeiten. Beim Einleiten des Landeanflugs in der dritten Kurve verlor das Segelflugzeug die erforderliche Geschwindigkeit, überzog und fiel ins Trudeln. Das Flugzeug führte mehrere Drehungen aus, bevor es mit großer Wucht auf dem Boden aufschlug. Der alleinige Insasse war noch am Unfallort tot. Leszek Szabłowski, Vorsitzender des Aeroklub Leszczyński, beschrieb den Ablauf auf Grundlage von Augenzeugenberichten vom Flugplatz.
Nach dem, was ich von Zeugen erfahren habe, überzog das Segelflugzeug während des Anflugs auf die Landung in der dritten Kurve, hatte keine Geschwindigkeit mehr und geriet ins Trudeln.
Rettungsmaßnahmen und Sicherung der Absturzstelle
Die Einsatzkräfte rückten unverzüglich nach dem Notruf zur Absturzstelle aus. Das Städtische Hauptquartier der Staatlichen Feuerwehr in Leszno entsandte zwei Löschzüge zur Absturzstelle nahe der Flugplatzgrenze. Bei ihrem Eintreffen arbeiteten die Feuerwehrleute mit Beamten der Stadtpolizei und Rettungssanitätern des Notdienstes zusammen. Hauptmann Dominik Wels bestätigte das Eintreffen und die erste Lageeinschätzung der Einsatzkräfte.
Wir erhielten eine Meldung, dass ein Segelflugzeug in der Nähe des Flugplatzes zu Boden gefallen sei. Zwei Löschzüge wurden zur Einsatzstelle entsandt.
- Das Segelflugzeug Jantar gerät im dritten Landeanflug in einen Strömungsabriss und ein unkontrolliertes Trudeln in 500 Metern Höhe
- Zwei Löschzüge der Feuerwehr, Polizei und Rettungsdienst treffen nach 16:00 Uhr am Absturzort nahe der Kosmonautów-Straße ein
- Die Polizei sichert die Absturzstelle unter Aufsicht der Staatsanwaltschaft und verständigt die Staatliche Kommission für Flugunfalluntersuchung
Flugunfallermittlungen und Nachforschungen
Oberbrandmeister Szymon Kurpisz erklärte, dass die Einsatzkräfte der Feuerwehr ihre Arbeit an der Absturzstelle abgeschlossen hätten, nachdem der Bereich gesichert und der Tod des Piloten festgestellt worden war. Beamte des Städtischen Polizeihauptquartiers Leszno übernahmen die Absturzstelle, um unter Aufsicht der Staatsanwaltschaft Ermittlungen durchzuführen. Die Ermittler verständigten zudem die Staatliche Kommission für Flugunfalluntersuchung, um die mechanischen und betrieblichen Ursachen des Strömungsabrisses zu ermitteln. Polizeisprecherin Anna Stelmaszczyk erläuterte die ersten von den Ermittlern gesammelten Erkenntnisse zum Flugverlauf.
Nach Zeugenaussagen geriet das Segelflugzeug in 500 Metern Höhe ins Trudeln. Wir wissen nicht, ob er diese Kunstflugfigur selbst ausführen wollte oder ob sie unbeabsichtigt war. Jedenfalls schlug es auf dem Boden auf, und der 67-jährige Pilot starb noch am Unfallort.
Der Aeroklub bestätigte, dass der verstorbene Flieger ein erfahrener Pilot und aktives Mitglied des Vereins war.


