Deutsches Schwimmbad macht Schwimmflügel für Nichtschwimmer Pflicht nach acht Ertrinkungsfällen in Niedersachsen im Juni
Ein öffentliches Schwimmbad in Stadthagen, Niedersachsen, verlangt nun von nichtschwimmenden Kindern das Tragen von Schwimmflügeln oder ähnlichen Auftriebshilfen, nachdem die Zahl der Ertrinkungsfälle in der Region gestiegen ist.
Ein öffentliches Schwimmbad in Stadthagen im Landkreis Schaumburg (Niedersachsen) hat eine Schwimmflügelpflicht für Kinder eingeführt, die nicht schwimmen können. Die Maßnahme, über die die Schaumburger Nachrichten berichteten, erlaubt auch Schwimmwesten, Bojenwesten und ähnliche Auftriebshilfen. Bademeisterin Kerstin Klotz sagte der Zeitung, der Aufwand sei gerechtfertigt, wenn er auch nur einen schweren Unfall verhindere.
Wenn auch nur ein Kind durch eine zusätzliche Sicherheitsmaßnahme vor einem schweren Unfall bewahrt werden kann, dann ist dieser Aufwand aus unserer Sicht gerechtfertigt.
Die Regelung folgt auf einen Anstieg der Ertrinkungsfälle in Niedersachsen: Acht Menschen starben im Juni 2026, verglichen mit fünf im gleichen Monat des Vorjahres, so die DLRG-Zahlen, die Die Welt zitiert. Eine ähnliche Schwimmflügelpflicht gilt in einem Schwimmbad in Obernkirchen, und die Hannoversche Allgemeine Zeitung berichtet, dass diese Praxis in vielen anderen deutschen Schwimmbädern üblich ist.


