Makroökonomie · Zug
Schweizer Firmen planen 1,0 % Lohnerhöhung für 2027 – real bleiben nur 0,2 %
Die UBS-Umfrage unter fast 400 Unternehmen beziffert die geplanten Lohnerhöhungen für 2027 auf durchschnittlich 1,0 %, nach 1,1 % in diesem Jahr. Zieht man die Inflationsprognose der Bank von 0,8 % ab, bleiben beim Reallohnwachstum nur 0,2 %.
KI-Text auf Grundlage von Berichten von SWI swissinfo.ch, Tages Anzeiger, Blick.ch und weiteren Medien. Veröffentlicht . So entsteht er
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Kurz gefasst
Die von der UBS befragten Unternehmen (fast 400 Firmen) planen für 2027 durchschnittliche nominale Erhöhungen von 1,0 %, nach 1,1 % im Jahr 2026.
Bei einer von der UBS prognostizierten Teuerung von 0,8 % liegt das Reallohnwachstum 2027 bei 0,2 %, nach 0,4 % im Jahr 2026 und 0,7 % im Jahr 2025.
Energie und Versorgung planen Erhöhungen von bis zu 1,5 %, Uhren- und Schmuckhersteller 0,7 % – der tiefste genannte Branchenwert.
Die UBS erwartet 2027 ein Schweizer Wachstum von 1,5 %; laut 20 Minuten gilt diese Prognose nur, wenn der Iran-Krieg nicht eskaliert und die Energiepreise nicht weiter steigen.
Reallohnplus schrumpft auf 0,2 %
Die UBS veröffentlichte ihre regelmäßige Umfrage am 3. November 2026 und befragte dafür fast 400 Schweizer Unternehmen aus 22 Branchen zu ihren Lohnplänen. Die Firmen erwarten für 2027 nominale Lohnerhöhungen von durchschnittlich 1,0 % und damit etwas weniger als die 1,1 %, die sie für das laufende Jahr planen. Rund drei Viertel der Unternehmen rechnen im kommenden Jahr mit einer Teuerung zwischen 0 und 1 %, die UBS selbst prognostiziert 0,8 %. Nach Abzug dieser Teuerung ergibt sich ein Reallohnwachstum von 0,2 %, nach 0,4 %, die für 2026 erwartet werden, und 0,7 %, die 2025 erzielt wurden. Das Urteil der Bank zu dieser Zahl fällt deutlich aus.
„Der Wert von 0,2 Prozent liegt sowohl unter dem langfristigen Durchschnitt als auch unter dem für 2026 erwarteten Reallohnwachstum.“
- 2025
- 0.7 %
- 2026
- 0.4 %
- 2027
- 0.2 %
Daten aus dem Artikeltext
Energie vorn, Uhrenindustrie hinten
Die Umfrage zeigt große Unterschiede zwischen den Branchen. Energie, Versorgung und Abfallentsorgung führen mit geplanten Erhöhungen von bis zu 1,5 %, Chemie, Pharma und Metalle liegen laut Blick und Tages-Anzeiger bei 1,2 %. Uhren- und Schmuckhersteller planen 0,7 %, auch der Detailhandel zählt zu den Branchen mit den geringsten Erhöhungen. Banken, Versicherungen, Bau und Gesundheitswesen liegen bei 1 %. Nach Abzug der Teuerung ergeben sich laut 20 Minuten reale Zuwächse von 0,7 % in der Energiebranche und 0,4 % bei Chemie, Pharma und Metallen, im Detailhandel kein realer Zuwachs und in der Uhrenindustrie ein realer Lohnrückgang. Blick bringt den Vorsprung der Energiebranche mit dem Iran-Krieg in Verbindung und verweist darauf, dass der Gewinn des Zuger Rohstoffhändlers Glencore aus dem Energiehandel im ersten Halbjahr 2026 das 66-Fache des Vorjahreswerts erreichte.
- Energie, Versorgung und Abfallentsorgung
- 1.5 %
- Chemie und Pharma
- 1.2 %
- Metalle
- 1.2 %
- Die meisten übrigen Branchen (u. a. Banken, Versicherungen, Bau, Gesundheitswesen)
- 1 %
- Uhren und Schmuck
- 0.7 %
Daten aus dem Artikeltext
Verhaltener Ausblick und ein Lohnbonus für Qualifikationen
Die Unternehmen blicken optimistischer auf die Konjunktur als noch vor einem Jahr, fast die Hälfte erwartet einen moderaten Aufschwung, die Zuversicht ist in allen Branchen gestiegen, am stärksten in der Industrie. Die UBS prognostiziert für 2027 ein Schweizer Wirtschaftswachstum von 1,5 %, ohne die Effekte großer Sportanlässe, und 20 Minuten merkt an, dass diese Prognose nur gilt, wenn der Iran-Krieg nicht eskaliert und die Energiepreise nicht weiter steigen. Auch der Bund hat seine BIP-Prognose für das kommende Jahr angehoben. Die Aussichten auf dem Arbeitsmarkt bleiben gedämpft, die meisten Unternehmen erwarten eine unveränderte Arbeitslosenquote und einen stagnierenden Personalbestand. Meret Mügeli, Ökonomin bei der UBS, beschrieb die Kluft zwischen den beiden Entwicklungen so:
„Die Konjunkturaussichten haben sich deutlich verbessert, doch die Erholung erreicht den Arbeitsmarkt und die Löhne nur langsam.“
Künstliche Intelligenz ist inzwischen weit verbreitet, doch KI-Kenntnisse schlagen sich laut der Umfrage nur gelegentlich in höheren Lohnanpassungen nieder. Die Unternehmen geben an, solche Qualifikationen mit fortschreitender KI-Integration eher finanziell honorieren zu wollen. Die UBS erwartet zudem einen Zinsschritt der Schweizerischen Nationalbank im März.
Fragen zu diesem Text
Quellen und Kontext
- SWI swissinfo.chUnternehmen erwarten für 2027 nur leichte Lohnerhöhungen, UBSAziende prevedono solo lievi aumenti salariali per il 2027, UBS · Original auf Italienisch
- Tages AnzeigerSchweizer Firmen planen für 2027 im Schnitt 1 Prozent mehr Lohn
- Blick.chNeue UBS-Zahlen: Lohnrunde 2027 fällt besonders mager aus
- 20 MinutenLohnumfrage 2027: Wo Schweizer Angestellte trotz Inflation mehr Geld erhalten
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