Makroökonomie

Schweizer Inflation steigt im Oktober auf 1,5 Prozent – höchster Wert seit Dezember 2023

Die Schweizer Jahresteuerung ist im Oktober 2026 von 1,0 Prozent im September auf 1,5 Prozent gestiegen und liegt damit deutlich über den Prognosen der Ökonomen. Haupttreiber waren höhere Preise für Heizöl, Benzin und Diesel.

KI-Text auf Grundlage von Berichten von SWI swissinfo.ch, SRF News, watson.ch/ und weiteren Medien. Veröffentlicht . So entsteht er

Für MitgliederDie ersten 30 Sekunden zum Probehören. Synthetische Stimme (KI).

Kurz gefasst

Inflation übertrifft die Prognosen

Das Bundesamt für Statistik (BFS) teilte am Dienstag, 3. November 2026, mit, dass die Schweizer Jahresteuerung im Oktober von 1,0 Prozent im September auf 1,5 Prozent gestiegen ist. Von der Nachrichtenagentur AWP befragte Ökonomen hatten eine Spanne von 1,1 bis 1,4 Prozent erwartet, der Wert lag damit klar darüber. Es ist der höchste Stand seit Dezember 2023, und die Teuerung war bereits in den Monaten zuvor gestiegen. Zu Beginn des Jahres 2026 hatte die Inflation noch nahe bei null gelegen, der Jahresdurchschnitt 2025 betrug 0,2 Prozent.

Energiepreise treiben den Sprung

Höhere Preise für Heizöl, Benzin und Diesel waren laut BFS die Hauptursache für den Anstieg. Erdölprodukte kosteten 40 Prozent mehr als im gleichen Monat des Vorjahres. Auch gegenüber dem Vormonat stiegen die Konsumentenpreise um 0,2 Prozent, womit der Landesindex der Konsumentenpreise (LIK) auf 101,7 Punkte kletterte. Der Index bildet einen Warenkorb alltäglicher Produkte ab, und der monatliche Anstieg ging teilweise auf Treibstoff- und Heizkosten zurück. Bloomberg brachte die Beschleunigung mit einem Ölpreisschub und einem schwächeren Franken in Verbindung und bezeichnete die Rate als die höchste seit fast drei Jahren. Das BFS fasste seine Erklärung in einem Satz zusammen.

„Der Anstieg ist auf verschiedene Faktoren zurückzuführen.“

Bundesamt für Statistik

Preisentwicklung und das Band der Nationalbank

Schuhe wurden teurer, ebenso ambulante medizinische Leistungen in Krankenhäusern. Arztpraxisleistungen, Pauschalreisen ins Ausland und Hotelübernachtungen verbilligten sich. Die Kerninflation, die Energie, Treibstoffe sowie frische oder saisonale Produkte ausklammert, blieb im Vergleich zum September unverändert bei 0,5 Prozent. Die Schweizerische Nationalbank (SNB) betrachtet ein Band von 0 bis 2 Prozent als Preisstabilität. Die Gesamtteuerung von 1,5 Prozent liegt damit auch nach dem Sprung innerhalb dieses Bands.

Schweizer Inflation, im Jahresvergleich%
Gesamtteuerung, September 2026
1 %
Gesamtteuerung, Oktober 2026
1.5 %
Kerninflation, Oktober 2026
0.5 %

Daten aus dem Artikeltext

Fragen zu diesem Text

Quellen und Kontext

Pollar ist kostenlos und ohne Werbung im Text. Getragen wird es von seinen Mitgliedern.

Pollar unterstützen